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Energieverbrauch der Produktion von hochqualitativem Stahl optimiert

Mit dem Dörrenberg StudienAWARD werden Studierende prämiert, die sich in ihrem Studium mit werkstofftechnischen Fragen zum Thema Stahl, Wärmebehandlung, Oberflächentechnik oder Verfahrensprozessen beschäftigt haben. Der Welser Werkstoffwissenschaften & Fertigungstechnik-Student Valentin Wiesinger (25) gewann mit seiner Arbeit zur Optimierung des Energieverbrauchs bei der Stahlherstellung mittels ESU-Verfahren die Goldmedaille und durfte sich über ein Preisgeld von 3000 Euro freuen.


Der Award wird von der Dörrenberg Edelstahl GmbH ausgeschrieben. Es können Bachelorarbeiten und Projektarbeit eingereicht werden, bei denen es thematisch um werkstofftechnische Fragen zum Thema Stahl, Wärmebehandlung, Oberflächentechnik, Stahlherstellung, Additive Manufacturing oder Verfahrensprozessen geht.

Arbeit vor Jury präsentiert und verteidigt
Als einer der fünf Top-Einreicher*innen wurde der Linzer Valentin Wiesinger in den Firmensitz von Dörrenberg Edelstahl nach Engelskirchen-Ründeroth bei Köln eingeladen. „Dort habe ich gemeinsam mit den anderen Studierenden meine Arbeit vor einer Jury aus Vertretern der Ruhr-Universität Bochum, RWTH Aachen, FH OÖ Campus Wels und der Dörrenberg Edelstahl GmbH präsentiert und anschließend bei einer Diskussion verteidigt. Schlussendlich durfte ich mich über die Goldmedaille freuen“, berichtet Wiesinger.

Seine Arbeit mit dem Titel „Einfluss der Prozessparameter auf die Schlackentemperatur und den Energieverbrauch beim ESU-Prozess“ wurde in der Forschungsgruppe Metallurige und Härtereitechnik in Kooperation mit dem Metallurgischen Kompetenzzentrum K1MET erstellt. Der Elektroschlacke-Umschmelzprozess ESU ist ein Prozess aus der Metallurgie, mit dem Stahl von sehr hoher Qualität hergestellt werden kann, indem Verunreinigungen und unerwünschte Elemente entfernt werden.

Energieverbrauchsoptimierung als Hauptziel
„Die variierten Parameter im Produktionsprozess waren die Schmelzrate und die Schlackenmenge. Wir haben pro Parameter drei verschiedene Werte ausprobiert und so eine Versuchsmatrix erstellt. Dann wurden der Energieverbrauch, die Mantelschlackendicke und die Schlackenoberflächentemperatur gemessen. Damit konnten die optimalen Betriebsparameter herausgefunden werden“, erklärt Wiesinger und fügt hinzu: „Das Hauptziel war die Energieverbrauchsoptimierung. Die Auswirkungen auf die Stahlqualität analysiere ich nun im Rahmen meiner Masterarbeit.“ 

2x Gold, 2x Silber und 1x Bronze
Aufgrund der hohen Qualität aller fünf Präsentationen entschied die Jury, welche sich aus der Geschäftsleitung der Dörrenberg Edelstahl GmbH und Hochschulprofessor*innen von der Ruhr-Universität Bochum und dem FH OÖ Campus Wels zusammensetzte, zwei Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille zu vergeben.

Als Gewinner*in der Goldmedaillen des 14. Dörrenberg StudienAWARD wurden Elena Hillenmeyer (Karlsruher Institut für Technologie) und Valentin Wiesinger (FH Oberösterreich, Wels) mit einem Preisgeld von je 3.000 Euro bedacht. Den zweiten Platz und somit die Silbermedaille teilten sich Florian Geister (Technische Universität Darmstadt) und Daniel Rainer (Montanuniversität Leoben) mit jeweils 1.500 Euro Preisgeld. Der drittplatzierte Bronzepreisträger Arnold Harms (Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg), wurde mit einem Preisgeld von 1.000 Euro belohnt.

Jetzt informieren und bewerben
Valentin Wiesinger hat das Bachelor-Studium Physik an der Uni Wien absolviert und ist dann an den FH OÖ Campus Wels gewechselt. Er studiert derzeit im vierten Master-Semester „Werkstoffwissenschaften & Fertigungstechnik“ und kann nach Studienabschluss sicherlich aus zahlreichen, gut dotierten Jobangeboten in der Industrie wählen.

Derzeit läuft die heiße Bewerbungsphase für alle Welser FH-Studiengänge.

Tipp: Rasch informieren und bewerben. Nähere Infos unter www.fh-ooe.at/campus-wels