FH OberösterreichUniversity of Applied Sciences Upper Austria

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Zweiter Platz bei der Rettungsroboter-WM in Hefei / China

Die RoboCup Weltmeisterschaft fand kürzlich in Hefei (China) statt. Tausende begeisterte BesucherInnen zogen die unterschiedlichen Roboterbewerbe an. Im internationalen Teilnehmerfeld befand sich auch das neunköpfige Team des Welser FH-Studienganges Automatisierungstechnik mit ihren Rettungsrobotern „Mark“, „Scorpion“ und „Safir“. In der Kategorie „Best in Class Manipulation“ konnten die Welser Studierenden nun den hervorragenden zweiten Platz einfahren. „Es ist ein gutes Gefühl sich mit den besten Teams der Welt messen und auch mithalten zu können!“, so der Teamleiter Raimund Edlinger. In der Gesamtwertung belegte das FH-Team bei der WM als zweitbestes europäisches Team den 8. Platz. Eine tolle Erfahrung für das gesamte Team.

Das Welser FH-RoboRescue-Team hat sich durch ausgezeichnete Ergebnisse in den Vorbewerben, wie etwa bei den German Open, für die Weltmeisterschaft in China qualifiziert.

Der Rettungsroboter „Mark“ und sein Einsatzteam mussten sich bei der WM in Hefei wieder vielen Herausforderungen stellen. In einer vorbereiteten Testumgebung mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen wurden reale Situationen, wie nach Explosionen oder Erdbeben dargestellt. Diese Umgebung änderte sich allerdings nach jedem Lauf, sodass die Flexibilität des Roboters und der Rettungsmannschaft stark gefordert war.

Verletzte suchen und Karte zeichnen
Der Rettungsroboter soll in einsturzgefährdete Gebäude einfahren, dabei unwegsames Terrain überwinden und mittels Wärmebildkamera, Webcams, CO2-Sensor und Mikrofon nach Verletzten suchen, diese dann in eine mit einem Laserscanner aufgezeichneten Karte markieren und via WLAN an die Einsatzzentrale senden.

Technische Probleme machen bessere Platzierung unmöglich
In der Spezialwertung „Best in Class Manipulation“ bringt der Roboter mit einem speziellen Roboterarm den Opfern Hilfspakete mit lebensnotwendigen Medikamenten, Nahrung und Mikrofon. Weiters muss er Türen öffnen, Rohre inspizieren, Gashähne schließen und auch Codes und Gefahrenzeichen erkennen können und in der 2D-Karte registrieren.

„Leider hatten wir in den Vorrunden technische Probleme, sodass keine Top-Platzierung in der Gesamtwertung mehr möglich war. Jedoch konnten wir in der Finalphase wieder viele Plätze gut machen. Das stimmt uns positiv für die nächsten Bewerbe“, berichtet Raimund Edlinger. Die nächste Roboter-WM wird 2016 in Leipzig stattfinden.

Hohes internationales Niveau
„Das internationale WM-Niveau war im Vergleich zu den German Open um ein vielfaches höher“, so Edlinger weiter. In der Gesamtwertung gewann ein Rettungsroboter aus Iran vor Thailand und einem zweiten Roboter aus Iran. In der Kategorie „Best in Class Manipulation“ mussten sich die Welser Automatisierungstechniker nur dem Team  „UPRobotics“ aus Mexiko geschlagen geben.

Tolle Erfahrung für´s Leben
Das gesamte Automatisierungstechnik-Team berichtet von einer tollen Erfahrung: „Dieser Weltmeisterschaft in China war ein tolles Erlebnis, das wir nie vergessen werden. Wir konnten einerseits das im Automatisierungstechnik-Studium Erlernte in die Praxis umsetzen.  Andererseits waren die zahlreichen Kontakte zu anderen Studierenden aus aller Welt besonders interessant. Da sieht man, wie wichtig die Englisch-Sprachausbildung ist“, so die Automatisierungstechniker unisono.

Begeisterte Besucher
Die diesjährige Roboter-WM in Hefei begeisterte tausende BesucherInnen. Selbst konstruierte, gebaute und programmierte Roboter gingen in den Kategorien @Home und Rescue an den Start. In den Ligen „Soccer“, @Work und „Logistik“ nahmen teils selbstgebaute als auch gesponserte Roboter aus fertigen Komponenten teil. In der Sparte „Simulation“ spielten animierte Fußballer, deren Matches digital ausgetragen wurden, um den Sieg. Außerdem konnten ProgrammiererInnen mit simulierten Katastrophen-Einsätzen und geplanten Rettungsmaßnahmen um die Medaillen kämpfen.

Nach dieser stressigen Bewerbswoche unternimmt das Welser Rescue-Team nun eine Sightseeing-Tour in China.

Jetzt bewerben
Nähere Infos und Fotos zur WM unter www.facebook.com/roborescueteamwels .

Interessierte können sich noch für den Studiengang Automatisierungstechnik bewerben. Infos dazu unter www.fh-ooe.at/at bzw. sekretariat.at@fh-wels.at

v.li.n.re.: Christoph Diendorfer BSc., Sebastian Mandl BSc., Florian Karer BSc., DI(FH) Raimund Edlinger MSc., Iris Grininger BSc., Armin Hopf BSc., Prof(FH) DI Walter Rokitansky, Josef Gürtl BSc. und Michael Schnegg BSc. (Bildquelle: FH OÖ, Abdruck honorarfrei)