FH OberösterreichUniversity of Applied Sciences Upper Austria

Mutig. Innovativ. Erfolgreich.Spotlights

€ 13.000 Euro Preisgeld für die besten Masterarbeiten des „INNOVATIONawards FH Wels 2016“

WELS. Vor mehr als 300 Gästen wurde im Minoritenkloster der „INNOVATIONaward FH Wels“ vergeben. Mit dem vom FH-Förderverein Wels gestifteten Preis wurden bereits zum 13. Mal Diplom- und Masterarbeiten, die konkrete industrielle Problemstellungen mit besonders innovativen Ideen lösen, ausgezeichnet. Der Metall und Kunststofftechnik-Absolvent Thomas Mitterlehner gewann den Award in der Kategorie Technik mit einer neuartigen Entwicklung von desinfizierenden Kunststoffoberflächen, die etwa bei Krankenhausböden zum Einsatz kommen könnten. Katja Hölzl ist Absolventin des Studienganges Bio- und Umwelttechnik und beschäftigte sich mit der dreidimensionalen Aufzucht von menschlichen Zellen. Diese Entwicklung ist vor allem für die Organrekonstruktion von großer Bedeutung. Die Kategorie Wirtschaft & Innovation entschied der Mechatronik/Wirtschaft-Absolvent Christian Ecker für sich. Er hat ein umfassendes Dienstleistungskonzept für die Maschinenbau-Industrie erstellt. Auch heuer wurde wieder der Sonderpreis Industrie 4.0 vergeben. Diesen konnte sich der Automatisierungstechniker Thomas Schichl mit einer vollständigen Digitalisierung der FH OÖ Wels-Produktionsanlage sichern. Forschungsassistent des Jahres wurde Peter Lanzerstorfer. Der Publikumspreis, der mit Farbpunktmessung ermittelt wurde, ging schlussendlich an Katja Hölzl.


Verliehen wurden die Preise von Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer, dem Welser Bürgermeister Andreas Rabl, der die Räumlichkeiten in den Minoriten zur Verfügung stellte, dem Fördervereins-Obmann Günter Rübig, dem Sparkassen-Vorstandsvorsitzenden Michael Rockenschaub, dem IV-Präsident Axel Greiner und dem WK OÖ-Vizepräsident Clemens Malina-Altzinger.

Die hochdotierten Zuwendungen für die 9 prämierten Diplom- und Masterarbeiten und die  nominierten ForschungsassistentInnen wurden vom FH-Förderverein Wels gesponsert. Der/die jeweilige Kategorie-GewinnerIn kann sich über einen Scheck in der Höhe von 1.500 Euro freuen, der/die Zweite über 1000 Euro und der/die Dritte erhält 500 Euro.

„Die Absolventinnen und Absolventen der FH Oberösterreich zeigen immer wieder aufs Neue, dass sie mit ihren innovativen Ideen einen wichtigen Impuls für die heimische Wirtschaft und Industrie liefern können. Die Besten unter ihnen werden für ihre Abschlussarbeit mit dem Innovation Award ausgezeichnet. Dazu möchte ich ihnen ganz herzlich gratulieren“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer.

Internationalisierung der Ausbildung

„Internationalisierung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Industriebundesland Oberösterreich. Oberösterreichische Unternehmen exportieren ihre Produkte weltweit. Damit sie international erfolgreich sein können, sind sie angewiesen auf hochqualifizierte Fachkräfte. Die FH OÖ bereitet ihre Studierenden in den internationalen Studiengängen auf die Herausforderungen im internationalen Umfeld bestens vor und ist somit ein wichtiger Treiber der Internationalisierung“, so Thomas Stelzer weiter.

Industrie fordert weiteren Ausbau der technischen FH OÖ-Fakultät in Wels

Die ausgezeichnete Qualität der Welser Studienabgänge täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass die Anzahl an technischen FH-Studienplätzen gerade in Oberösterreich nach wie vor zu gering ist. „Wir setzen uns daher seit Jahren intensiv für einen massiven Ausbau der FH Oberösterreich – speziell in Wels – ein“, berichtet der Günter Rübig, Obmann des FH-Fördervereins Wels und der WK OÖ-Sparte Industrie.

In den letzten Jahren ist es gelungen, neue Studiengänge nach Wels zu holen (Lebensmitteltechnologie, Bauingenieurwesen, Electrical Engineering, Leichtbau & Composite-Werkstoffe, Automotive Mechatronics & Management). „Aus der Sicht der Wirtschaft sollte der Ausbau der Welser FH schwerpunktmäßig auf den Bereich Produktion und Industrie 4.0 gerichtet sein“, so Rübig weiter.

Industrie 4.0: Verschränkung von IT und Technik

Das Einfließen der IT in die industrielle Produktion – wir sprechen von Industrie 4.0 und Cybermechatronik – ist die Schlüsselfunktion für die Zukunft der Industrie. „Dazu sind top ausgebildete technische Hochschulabsolventen nötig. Die FH Oberösterreich in Wels und Hagenberg ist zwar bereits der größte Lieferant Oberösterreichs an technischen Akademikern, jedoch ist der Bedarf ein Vielfaches“, so Günter Rübig.

Leistbarer Wohnraum für FH-Studierende

Mit dem Ausbau der Fachhochschule Wels muss natürlich auch die Schaffung adäquater, und vor allem leistbarer Wohnmöglichkeiten für Studierende einhergehen. „Mit einem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss wurde im vergangenen Juli der Neubau eines Studentenheimes in der Obermüllerstraße in die Wege geleitet. Der Bebauungsplan sieht neben dem bereits bestehenden Schüler- und Studentenheim die Errichtung einer Unterkunft für rund 100 Studierende der Fachhochschule durch die LAWOG vor“, so Bürgermeister Andreas Rabl.

Innovative Köpfe vor den Vorhang holen

„Unsere Fakultät für Technik und Umweltwissenschaften ist mit der Wirtschaft eng vernetzt und trägt durch praxisrelevante Masterarbeiten auf wissenschaftlichem Niveau zu Innovationen sehr viel bei. Der Innovation Award gibt uns die Möglichkeit, diese Leistungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mein Dank gilt den Hauptsponsoren dieser Veranstaltung: dem FH-Förderverein Wels, der Sparkasse OÖ und der Stadt Wels“, so Dekan Günther Hendorfer.

PREISTRÄGER / -INNEN INNOVATIONaward FH Wels 2016

Kategorie: „Technik“

  1. Thomas Mitterlehner BSc MSc, 26 Jahre, 4323 Münzbach
  2. Thomas Hametner BSc MSc, 27 Jahre, 4910 Ried
  3. Jochen Giedenbacher BSc MSc, 29 Jahre, 4614 Marchtrenk

Kategorie: „Wirtschaft & Innovation“

  1. Christian Ecker BSc MSc, 28 Jahre, 4722 Peuerbach
  2. Andrea Schwarzer BSc MSc, 30 Jahre, 4172 St. Johann a. Wimberg
  3. Alexander Schikowski BSc MSc, 25 Jahre, 4632 Pichl b. Wels

Kategorie: „Umwelt & Naturwissenschaften“

  1. Katja Hölzl BSc MSc, 25 Jahre, 3370 Ybbs
  2. Sophie Thallner BSc MSc, 25 Jahre, 4310 Mauthausen
  3. Robert Reinbrech BSc MSc, 29 Jahre, 4651 Stadl-Paura

Kategorie: „Forschungsassistent/in des Jahres“

  1. Dr. Peter Lanzerstorfer BSc MSc, 30 Jahre, 4582 Spital am Phyrn
  2. DI (FH) Bernhard Plank BSc MSc, 31 Jahre, 4614 Marchtrenk
  3. DI (FH) Christian Kneidinger BSc MSc, 35 Jahre, 4600 Wels

Sonderpreis „Industrie 4.0

  • Thomas Schichl BSc MSc, 38 Jahre, 4725 St. Aegidi 

 

1. Platz Kategorie Technik
Thomas Mitterlehner BSc MSc
Studiengang: EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik
Wohnhaft: 4323 Münzbach, 4020 Linz
Alter: 26 Jahre
Auftraggeber: FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH
Betreuer: FH-Prof. h.c. Mag. Dr. Wolfgang Stadlbauer

Masterarbeit: Desinfizierende Kunststoffoberflächen
Gesundheitsschädigende Keime können sich auf alltäglich verwendeten Oberflächen verbreiten. Gefährdete Stellen sind etwa Schalter, Tische, Sessel, aber auch Gehäuse von medizinischen Geräten. Um eine keimtötende Oberfläche zu erzeugen, wurden bisher dem gesamten Kunststoffmaterial biozide Stoffe  - Additive - beigemengt oder sie wurden mit bioziden Lacken lackiert. Ob die Wirksubstanz jedoch langfristig an der Oberfläche wirkt, ist bisher nicht sicher bewiesen.
In einem aktuellen FH-Forschungsprojekt entwickeln Wissenschaftler ein neues Verfahren, das mit Hilfe von Metalloxiden und hydrophoben Filmen biozide Kunststoffoberflächen herstellen kann. Es handelt sich dabei um hauchdünne Schichten, die direkt auf den Kunststoff aufgebracht werden. Solche Oberflächen können einer Besiedlung mit Mikroben über längere Zeiträume widerstehen.
„In meiner Masterarbeit habe ich mich sehr intensiv mit festkörperphysikalischen Modellen für die Schichtbildung beschäftigt und darauf aufbauend einen experimentellen Versuchsplan entwickelt. Ziel der praktischen Versuche war es, die theoretischen Modelle in der Praxis zu verifizieren. Weiters habe ich eine Temperaturmesssonde entwickelt, um den Temperatureintrag bei der Schichtbildung feststellen zu können“, so Thomas Mitterlehner.
Nun können die Wissenschaftler die neuartige RF-Magnetronsputteranlage in einer größeren Tiefe verstehen und wissen auch mehr über die Schichtbildung selbst. Dies bedeutet eine solide und theoretische fundierte Basis für weiterführende Projekte. Mittelfristig wird es damit möglich sein, auf die Beimengung von bioziden Stoffen in großen Mengen zu verzichten. Es werden nur dort dünne biozide Schichten aufgebracht, wo sie tatsächlich benötigt werden.

1. Platz Kategorie Wirtschaft & Innovation
Christian Ecker BSc MSc
Studiengang: Mechatronik / Wirtschaft
Wohnhaft: 4722 Peuerbach
Alter: 28 Jahre
Auftraggeber: Wintersteiger AG
Betreuer: FH-Prof. Mag. Dr. Kurt Gaubinger

Masterarbeit: SERVITIZATION: Strategischer Wandel in Richtung Bereitstellung von hybriden Leistungspaketen
Im Maschinenbau wird der Wettbewerbsdruck auf die produzierenden Unternehmen immer stärker und das Wettbewerbsumfeld ist gekennzeichnet von steigendem Kostendruck und Verdrängung am Markt.
Diese Rahmenbedingungen haben viele Unternehmen im Maschinenbau dazu bewegt, sich mit produktbegleitenden Dienstleistungen verstärkt auseinanderzusetzen. Diese gehen bewusst über das klassische Ersatzteilgeschäft, Wartungsverträge oder Reparaturen hinaus, um sich vom Mitbewerb abzuheben. In der Literatur wird dieser strategische Wandel als "Servitization" bezeichnet.
„Das neue an meiner Arbeit ist, dass detaillierte Einblicke über den strategischen Wandel vom rein produktorientierten Produzenten hin zum Gesamtlösungsanbieter gegeben werden. Genauer gesagt, konnten in Summe 14 zentrale Erfolgsfaktoren identifiziert werden, die diesen strategischen Wandel begünstigen bzw. notwendige Rahmenbedingungen für diesen Wandel darstellen. Des weiteren wurden in einer umfassenden Fallbeispielanalyse Grundtypen von industriellen Dienstleistungen abgeleitet, welche aktuell in der produzierenden Industrie angeboten werden. Anhand dieses Katalogs kann ein Abgleich durchgeführt werden, in welchem Ausmaß das eigene DL-Portfolio das ‚Spektrum‘ an industriellen Dienstleistungen abdeckt“, so Christian Ecker.
Auf Basis der identifizierten Erfolgsfaktoren kann jedes Produktionsunternehmen prüfen, wie es im eigenen Unternehmen um die erfolgsrelevanten Rahmenbedingungen für die Erhöhung der Dienstleistungsorientierung bestellt ist und welche Maßnahmen gesetzt werden können.

1. Platz Kategorie Umwelt & Naturwissenschaften
Katja Hölzl BSc MSc
Studiengang: Bio- und Umwelttechnik
Wohnhaft: 1030 Wien
Alter:  25 Jahre
Auftraggeber: TU Wien, Institut für Werkstoffwissenschaft und –technologie
Betreuer: FH-Prof. Dr. Manuel Selg

Masterarbeit: Entwicklung dreidimensionaler Zellkultursysteme
Die Geweberekonstruktion beschäftigt sich mit der Regeneration von beschädigten Geweben (nach Unfall oder Krankheit) des menschlichen Körpers.
Die Aufzucht von Zellen im Labor erfolgt herkömmlicherweise in 2-dimensionalen Zellkultursystemen. Damit der Heilungsprozess im menschlichen Körper erfolgreich verläuft, müssten sich die Zellen an das 3-dimensionale System adaptieren. Das ist bisher leider selten der Fall und führt zu niedrigen Erfolgsraten bei Behandlungen dieser Art. 3-dimensionale Zellsysteme würden daher einen immensen Fortschritt bedeuten.
Diese neuartige Vorgehensweise – auch Biomimetik genannt – könnte mit der Verarbeitung von Hydrogelen möglich sein. Hydrogele sind polymerische Netzwerke, welche ein vielfältiges ihres Eigengewichtes an Wasser aufnehmen können. Dadurch eignen sie sich besonders gut als Grundgerüst für Zellen, da der Transport von Nährstoffen und Sauerstoff zu den Zellen hin erfolgen kann.
„In meiner Masterarbeit habe ich Hydrogelsysteme untersucht, welche durch Licht verfestigt werden können und gleichzeitig auch verträglich für Zellen sind. Man kann sich das so vorstellen: Die Zellen schwimmen zunächst in einer Flüssigkeit, welche die Grundbausteine des Hydrogels und gewisse chemische Moleküle enthält, welche mit Licht reagieren. Durch Einstrahlung einer bestimmten Lichtwellenlänge entstehen aus der Flüssigkeit die festen Hydrogele, in denen die Zellen eingebettet sind. In einem zweiten Schritt wurden die Zellen im Hydrogel nicht durch Licht, sondern mit einem Laser in eine beliebige Form gebracht. Mit dieser Technologie können Festigkeit, Porosität und strukturelle Eigenschaften mit Präzision bestimmt und nach Belieben geändert und an die jeweiligen Zellen angepasst werden“, so Hölzl. „Wichtig ist das für die Züchtung von neuem Gewebe, für die Suche nach neuen Medikamenten oder auch für die Stammzellenforschung. Auch diverse Tiermodelle könnten dadurch ersetzt werden.“

1. Platz Kategorie Forschungsassistent/in des Jahres
Dr. Peter Lanzerstorfer BSc MSc
Projektname: Optoscreen
Wohnhaft: 4582 Spital am Phyrn
Alter:  30 Jahre
Auftraggeber: FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH
Forschungsassistent seit wann: Anfang 2011

Forschungsthema: Wirkung von Lebensmittelinhaltsstoffen auf menschliche Zellen
Etwa 30 - 40 % der ÖsterreicherInnen fallen in das Schema des "Metabolischen Syndroms", d.h. sie leiden an einer Störung des Kohlenhydratstoffwechsels, an erhöhtem Blutdruck bzw. an einer  Fettstoffwechselstörung.  Neueste Studien zeigen hier einen unmittelbaren Zusammenhang bei der Entstehung von Krebs und Diabetes.
Mittels einer neuartigen biophysikalischen Methode untersuchen Welser Lebensmittelforscher nun, wie gut Pflanzeninhaltsstoffe direkt auf bestimmte Moleküle von menschlichen Zellen wirken. Mit diesem Wissen sollen in Zukunft gezielt gesundheitsfördernde Lebensmittel oder effiziente Nutrazeutika produziert werden, die präventiv gegen Krebs und Diabetes wirken.
Im Forschungsprojekt Optoscreen wird eine neue Methode zur Substanzidentifikation („Hochdurchsatz-Screening-Technologie“) etabliert, um die Entwicklung neuer Medikamente in diesem Anwendungsbereich zu erleichtern bzw. weiter voran zu treiben. In diesem Zusammenhang sind sowohl synthetische als auch natürliche Wirkstoffe von Bedeutung. Gegenwärtig untersuchen wir in unserem Forschungsprojekt Substanzen aus einer Pflanzenextraktbibliothek mit über 4000 Extrakten, die ihren Ursprung in über 800 verschiedenen Pflanzen finden.
„Durch unsere neuartige Screeningmethode soll die Identifikation potenter Naturstoffe und Pharmazeutika optimiert werden. Durch das Projekt wollen wir die Suche nach neuen Wirkstoffen („Screening“) zur Behandlung und Prävention von bedeutsamen Krankheiten wie Krebs und Diabetes verbessern und beschleunigen. In weiterer Folge können mit den identifizierten Wirkstoffen funktionelle Lebensmittel oder auch Pharmazeutika hergestellt werden, die in menschlichen Zellen gezielt erwünschte Reaktionen hervorrufen und möglichen Krankheiten vorbeugen“, so Lanzerstorfer.

Sonderpreis „Industrie 4.0“
Thomas Schichl BSc MSc
Studiengang: Automatisierungstechnik
Wohnhaft: 4725 St. Aegidi
Alter:  38 Jahre
Auftraggeber: FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH
Betreuer: FH-Prof. i.R. DI Dr. Reinhard Busch

Masterarbeit: Virtuelle Inbetriebnahme eines flexiblen Fertigungssystems
Die totale Digitalisierung der Produktionsanlagen wird die Arbeitswelten der Zukunft bestimmen. Der Begriff „Industrie 4.0“ steht für ein Bündel von Maßnahmen und Entwicklungen mit dem Ziel, die Effektivität und Effizienz von Produkten, Dienstleistungen, Produktionsanlagen und Auftragsablaufplanungen zu steigern. Dies geschieht unter massivem Einsatz verschiedenster Informationsverarbeitungstechnologien, wie z.B: Cyber Physical Systems (CPS).
In der „Smart Factory“, also im Produktionsbereich, stellt Industrie 4.0 im Grunde genommen die nächsthöhere Ebene der Automatisierung dar. „Smart“ steht dabei für datengetrieben und reaktionsschnell.
„In meiner Masterarbeit habe ich die ersten grundlegenden Schritte zur vollständigen Digitalisierung einer Produktionsanlage vorgenommen. Durch die Virtualisierung der Anlagenteile ist es nunmehr möglich, eine Echtzeit-3D-Simulation auf den verschiedenen Ebenen einer automatisierten Produktionsanlage durchzuführen“, so Schichl. „Als Nutzen-Beispiel erfolgte die Inbetriebnahme der stark umgebauten Produktionsanlage mit 4 verketteten Roboterzellen im FH-Labor des Center for Smart Manufacturing innerhalb eines Bruchteils der klassischen Inbetriebnahmezeit durch vorhergehende Virtualisierung und Simulation“, berichtet Schichl weiter.

In weiterer Folge hat die Smart Factory am CSM folgende Ziele:

  • Virtualisierung und Simulation zur Prozessoptimierung
  • Wandlungsfähige Fertigungs- und Montage-Systeme
  • IT-Verkettung von Produkten und Maschinen mittels CPS
  • Mensch-Maschine-Interaktion durch Wearable Computing (Augmented Reality)
  • Humanisierung „roter“ Arbeitsplätze durch Mensch-Roboter-Kollaboration

v.li.n.re. DI (FH) Thomas Schichl, Dr. Peter Lanzerstorfer, Sparkasse OÖ-Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Rockenschaub, Bürgermeister Dr. Andreas Rabl, Thomas Mitterlehner MSc, FH-Förderverein Wels-Obmann DI Günter Rübig, Landeshauptmann-Stv. Mag. Thomas Stelzer, FH OÖ-Geschäftsführer Dr. Gerald Reisinger, Katja Hölzl MSc, FH OÖ/Wels-Dekan Dr. Günther Hendorfer. Bildquelle: Land OÖ/Kauder

Zahlreiche Ehrengäste freuen sich mit den 13 Innovation Award-Preisträgern. V.li.n.re.: FH OÖ-Geschäftsführer Dr. Gerald Reisinger, DI Heinz Hollerweger (GF Audi quattro GmbH, Keynote-Speaker), FH-Förderverein Wels-Obmann DI Günter Rübig, Landeshauptmann-Stv. Mag. Thomas Stelzer, Bürgermeister Dr. Andreas Rabl, FH OÖ Wels-Dekan Dr. Günther Hendorfer, IV OÖ-Präsident Dr. Axel Greiner. Bildquelle: Land OÖ/Kauder