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Projekt KMU Zukunfts-Check des Logistikums der FH OÖ gestartet

Das Logistikum der FH OÖ in Steyr entwickelt gemeinsam mit KollegInnen der technischen Hochschule Deggendorf (Technologie Campus Grafenau) im Rahmen des Programms INTERREG Bayern-Österreich zur Europäischen territorialen Zusammenarbeit ein Auditverfahren. Durch diesen ‚Zukunftscheck‘ können KMU zwar nicht in die Zukunft sehen, aber erkennen, wie ‚zukunftssicher‘ ihr Unternehmen aufgestellt ist. Gleichzeitig lassen sich Verbesserungspotenziale zur Sicherung des langfristigen Erfolgs finden.

KMU haben mit den gleichen Problemen der taktischen und strategischen Abstimmung zwischen Anforderungen vom Markt und eigenen Möglichkeiten - also der langfristigen Planung in Unternehmen - zu kämpfen wie die großen Konzerne. Schwierigkeiten bereiten Unternehmen eine immer unsicherere Umwelt und Flexibilitätsanforderungen der Kunden, das Drängen nach immer kürzeren Lieferzeiten, marktverändernde Trends, die höhere Konkurrenz aus Billiglohnländern oder auch die schwindende Markentreue der Kunden selbst.

Die gleichen Probleme wie die Großen – aber auch die gleichen Ressourcen?

„Kleine Unternehmen haben nicht dieselben personellen Kapazitäten und finanziellen Möglichkeiten, diese Herausforderungen mit den gleichen Instrumenten anzugehen wie es große Unternehmen tun“, sagt FH-Professor Dr. Gerald Schönwetter. Für KMU ist es aber genauso wichtig, sich strukturiert mit Fragen der Zukunft zu beschäftigen, also ihr Geschäft zu planen. Im Rahmen dieses Projektes entwickeln die beiden Projektpartner ein Analysetool zur Feststellung der „Zukunftsfähigkeit“ von KMU. Damit kann teilnehmenden KMU dargestellt werden, wo sie bereits individuell besonders gut aufgestellt sind, wo sie noch Verbesserungspotenzial aufweisen und wie sie im Vergleich zu anderen Unternehmen da stehen.

Von Unternehmen für Unternehmen

Zur Entwicklung dieses Auditverfahrens werden von Beginn an Unternehmen mit eingebunden. Schon in der Konzeptionierungsphase nehmen Unternehmensvertreter bei Workshops teil und können so spezifische Anforderungen einbringen. In einer anschließenden Pilotierungsphase wird das Konzept auf seine Praxistauglichkeit überprüft. In mehreren Arbeitstreffen der Projektpartner wurde bereits die Basis für den Zukunftscheck erarbeitet. Damit das Vorgehen die Anforderungen aus der Praxis erfüllt, werden theoretische Ansätze sehr eng mit Unternehmen abgestimmt, wobei die ersten Unternehmen neben Ergebnissen auch die Möglichkeit haben, bei der Gestaltung des Zukunftschecks aktiv mitzuwirken.

Das Projekt wird im Rahmen des Programmes "Ziel Europäische territoriale Zusammenarbeit Österreich-Bayern 2007-2013" aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionalentwickung (EFRE) sowie aus Mitteln des Landes OÖ gefördert.

v.l.n.r.: Stefan Rotter MSc, Teresa Hintenaus BA, Prof. Dr. Diane Ahrens, FH-Prof. Dr. DI Gerald Schönwetter, Max Gruber MA und Franz X. Wilhelm - das bayrisch-österreichische Team des Zukunfts-Checks. Bildquelle: Logistikum (Abdruck honorarfrei)