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Spannender Nebenjob im Formel 1-Bereich

Die Welser Leichtbau und Composite-Werkstoffe-Studentin Laura-Marie Bayer hat bereits während des Studiums einen Job, den sich viele Jugendliche wünschen würden. Sie arbeitet beim international führenden Leichtbau-Spezialisten Peak Technology in Holzhausen, wo Hightech-Bauteile zum Beispiel für Hubschrauber, Formel-1-Autos, Weltraumraketen oder Wasserstoffspeichersysteme entwickelt und produziert werden. Die aus Diersbach stammende Technikerin hat bereits im Rahmen ihrer Bachelorarbeit eine carbonfaserverstärkte Lenksäule für den Motorsport optimiert – natürlich alles streng geheim!


Neben ihrem Vollzeit-Masterstudium Leichtbau und Composite-Werkstoffe arbeitet die 23-jährige Laura-Marie Bayer 20 Stunden bei Peak Technology in Holzhausen. „In unserem Studium haben wir Montag und Dienstag frei, sodass es uns bereits während des Studiums möglich ist, in Leichtbauunternehmen Erfahrungen zu sammeln“, berichtet Laura Marie Bayer. Das Unternehmen Peak Technology versteht sich als Anbieter von Gesamtlösungen. Es wird der ganze Prozess, von der Entwicklung über die Konstruktion bis hin zur Produktion und Qualitätskontrolle, begleitet.

Wertvolle Einblicke in spannende Bereiche

Die Arbeit im Unternehmen ist aufgrund der außergewöhnlichen und speziellen Anwendungsgebiete der Bauteile sehr spannend: Druckspeicher von Lawinenairbags, elektrische Luftfahrt, Teile für die 24-Stunden-Rennen von Le Mans oder Speichersysteme für Wasserstoff. „Man bekommt in viele interessante Bereiche einen tieferen Einblick“, berichtet Bayer. Es gibt Einzelbauteilfertigungen, Kleinst- und Kleinserien bis hin zu größeren Serienfertigungen.

„Diese Arbeit im Unternehmen während des Studiums ist für mich sehr interessant und auch wichtig, um die Lehrinhalte des Studiums anwenden zu können und einen Einblick in die Abläufe in der realen Arbeitswelt zu bekommen“, sagt die Diersbacherin weiter.

Lenkwelle für Motorsport optimiert

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat sie eine Lenkwelle für den Motorsport weiterentwickelt. „Meine Hauptaufgabe war es, eine CFK-Lenkwelle, in der auf beiden Seiten metallische Teile verklebt werden, so umzugestalten und hinsichtlich der Verklebung so zu optimieren, dass eine Verkürzung der Bauteilfertigung und auch eine erhebliche Kostenreduktion erreicht werden konnte“, berichtet Bayer.  Eine Klebung ist eine sehr aufwendige Verbindung, sowohl mit Hinblick auf die Herstellung einer Klebung, als auch auf die Qualitätssicherung.

Serienfertigung in Aussicht

Zu Beginn musste die grundlegende Konstruktion neu konstruiert und optimiert werden, damit die Herstellung der Verbindung vereinfacht werden kann. Nach der Produktion der CFK-Welle und beider Inserts wurde die optimierte Verbindung auf einem Lenkwellenprüfstand auf verschiedene Anforderungen getestet. Da die Testergebnisse sehr vielversprechend waren, wird eine Serienfertigung in naher Zukunft in Betracht gezogen.

Virtual Open House am 15.06.

Derzeit läuft die Bewerbungsphase für den FH OÖ-Studiengang Leichtbau und Composite-Werkstoffe am Campus Wels. Detaillierte Informationen sind unter www.fh-ooe.at/lcw zu finden. Tipp: Besuchen Sie das Virtual Open House 2.0 am 15.06. von 14 bis 18 Uhr und lassen Sie sich bequem von zu Hause aus über das Leichtbau-Studium in Wels beraten.

Philipp Staudinger BA und Laura-Marie Bayer präsentieren eine Lenkwelle für die Formel 1. (c) Peak Technology