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Out of the Box im Fokus des FH OÖ Expanded Animation Symposiums

Seit sieben Jahren ist das Expanded Animation Symposium des Digitale Medien Departments der FH Oberösterreich, Campus Hagenberg, fester Bestandteil des Medienfestivals Ars Electronica. Das zweitägige Symposium greift das diesjährige Festivalthema „Out of the Box – the Midlife Crisis of the Digital Revolution” auf und lotet Animationskunst abseits der etablierten Pfade aus.


Interessierte können sich am 6. und 7. September bei diesem kostenlos zugänglichen Event nicht nur mit internationalen KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen über Trends und Entwicklungen in der Computeranimation austauschen. Neben Screenings preisgekrönter Werke gibt es heuer auch erstmals einen eigenen „Expanded Games“-Teil, der die enge Verbundenheit von Computeranimation und Computer Games näher beleuchtet.

„Unter dem Motto ‚Out of the Box’ wollen wir diesmal die Grundessenz der Expanded Cinema Bewegung in den Mittelpunkt stellen, die in den 60er, 70er Jahren die Medienkunst bedeutend geprägt hat. Ihr Ziel ist es, die Grenzen der Filmleinwand zu überwinden und die Filmprojektion mit Mehrfachprojektionen, Lightshows, Multimedia-Aktionen oder auch Tanz und Theater zu erweitern,“ sagt Dr. Jürgen Hagler, Professor am FH OÖ-Department für Digitale Medien und Co-Organisator des Symposiums.

Symposium mit internationalen ExpertInnen

Die 7. Ausgabe des Symposiums Expanded Animation lockt das Publikum also mit Interaktion auf verschiedensten Ebenen und wartet auch wieder mit einer Vielzahl an renommierten Vortragenden aus 13 Ländern auf.

Internationale ExpertInnen zeigen ihre Werke und reflektieren in Diskussionsrunden über aktuelle Trends, etwa in den Bereichen Motion Graphics, Interactive Animation und über das Veranstaltungsthema “Out of the Box”.

Den Auftakt des Symposiums bildet eine von der Londoner Medienkünstlerin Birgitta Hosea moderierten Talkrunde mit Prix Ars Electronica Preisträgerinnen der Computeranimation-Kategorie, welche auch ihre Siegerprojekte präsentieren – Cindy Coutant aus Frankreich, Ruini Shi aus China und die Goldene Nica-Gewinnerin Kalina Bertin aus Kanada.

Im neuen “Expanded Games” Programmteil werden die Gemeinsamkeiten von Animation und Computerspiel aus den Blickwinkeln von Kunst, Theorie und Praxis beleuchtet. Filmmacher und Game Designer Michael Frei aus der Schweiz gibt dabei Einblick in seine Werke, der Däne Miguel Sicart hält einen Vortrag über ästhetische Erfahrungen beim Spielen von Computergames, und Andreas Suika aus Deutschland spricht über aktuelle Prozesse in der Games Industrie.

Buchpremiere und Ausstellung

Im Rahmen des Symposiums wird zudem die Anthologie „Expanded Animation – Mapping an Unlimited Landscape“, herausgegeben von den drei FH OÖ-Professoren des Hagenberger Departments für Digitale Medien, Jürgen Hagler, Michael Lankes und Alexander Wilhelm erstmals vorgestellt. Das Buch fasst Vorträge und Künstlerpositionen aus den letzten fünf Jahren der Expanded Animation Symposiums zusammen und stellte verschiedene Prix Ars Electronica PreisträgerInnen und ihre Werke vor.

Die FH OÖ Campus Hagenberg ist heuer nicht nur mit einer Auswahl von Animationen und Filmen, sondern auch mit zwei Deep Space Installationen sowie einer Games-Ausstellung von Studierenden, Alumnis und Lehrenden in der Post City vertreten.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich mit den Randgebieten und der Weiterentwicklung der digitalen Animation auseinandersetzen möchten. Die Teilnahme ist für alle via www.expandedanimation.com Registrierten, sowie Personen mit einem Ars Electronica 2019 Festival Pass kostenlos.

Auch heuer wird das Symposium wieder mit einer Diskussion mit den Prix Ars Electronica Gewinnern der Computeranimation-Kategorie eröffnet (im Bild die Prix Forum Diskutanten des Symposium 2018: Alex Verhaest, Boris Labbé und Mathilde Lavenne) Expanded Animation Symposium, Prix Forum 2018 Bildquelle: Martin Dorfer