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Warum der Einsatz von Technik in der Lehre alleine nicht reicht

Mehr als 100 TeilnehmerInnen aus dem österreichischen und süddeutschen Hochschulraum kamen zum 6. Tag der Lehre am FH OÖ Campus Linz, um rund 30 Vorträge, Workshops und Hands-On-Tische mitzuerleben und rund um Digitalisierung in der Hochschullehre zu diskutieren und sich auszutauschen.


„Wir freuen uns über das rege Interesse von mehr als 100 TeilnehmerInnen und die spannenden Diskussionen und Inputs“, resümiert Veranstalterin Dr. Gisela Schutti-Pfeil, Leiterin TOP Lehre, Hochschuldidaktik FH OÖ.

Digitale Lehre richtig einsetzen

„Warum Technologie nicht alles ist“ – das erklärten Mag.a Dr.in Martina Gaisch und FH-Prof. Mag. Dr. Berthold Kerschbaumer von der FH OÖ in ihrem Vortrag. „Mediengestützte Lehre und Lernplattformen können als Mittel zur Kommunikation und Wissensvermittlung das Selbststudium und die Vernetzung unter den Studierenden anregen“, so die ExpertInnen. Dadurch werde die Lehre flexibler, vor allem in Hinblick auf nicht traditionelle Studierende wie zum Beispiel berufstätige Studierende. Doch: „Ein kritischer Blick auf den aktuellen Stand der digitalen Lehre im deutschsprachigen Raum lässt meist nur „technikgetriebene“ Zugänge erkennen. Wesentliche Fähigkeiten wie kritische Reflektionskompetenz, eine medienkritische Haltung, oder Problemlösekompetenzen werden viel zu selten adressiert“, weiß Gaisch. Laut der Expertin sei eines der Hauptprobleme, dass Millenials zwar Medien nutzen, es ihnen jedoch an Medienkompetenz fehle. Auch Lehrende würden zwar technisch Tools einsetzen können, didaktische Kompetenz würde ihnen in diesem Zusammenhang aber fehlen.

Dem stimmte auch Dr. Barbara Getto von der Universität Duisburg-Essen zu. Sie referierte beim 6. Tag der Lehre am 8. Mai an der FH OÖ Fakultät in Linz zum Thema „Hochschule 4.0 - Studium und Lehre im digitalen Wandel“ und stellte in ihrer Keynote die Frage „Wie nützen wir digitale Instrumente?“ und wie aus einzelnen Projektinitiativen eine nachhaltige Integration der Digitalisierung in der Lehre und im Studium erfolgen kann. Dr. Getto betonte, dass Digitalisierung an sich in der Lehre keinen Selbstzweck erfüllt, „sondern, dass es immer auf die Lehrpersonen und auf das didaktische Setting ankommt“.

Insgesamt rund 30 Vorträge und Workshops zum Thema standen für die 100 TeilnehmerInnen am Programm. „Es war interessant zu sehen, auf welche vielfältige Art und Weise, digitale Elemente, in der Lehre der unterschiedlichen Fachbereiche umgesetzt werden“, so Dr. Birgit Hawelka, Geschäftsführerin des Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsdidaktik an der Universität Regensburg.

Mehr Infos: www.fh-ooe.at/tdl

Neben Vorträgen wurden für die TeilnehmerInnen Workshops und Hands-On-Tische angeboten. Foto: FH OÖ

Organisatorin und Leiterin TOP Lehre, Zentrum für Hochschuldidaktik FH OÖ: Dr. Gisela Schutti-Pfeil. Foto: FH OÖ

Mehr als 100 TeilnehmerInnen waren beim 6. Tag der Lehre am FH OÖ Campus Linz dabei. Foto: FH OÖ