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Kooperation Uni und FH: Medizintechnik-Diplomanden der FH OÖ forschen an der JKU Linz

FH-Medizintechniker nehmen an der Linzer JKU Kurs auf Promotion


Wie fruchtbar die Zusammenarbeit zwischen Universität und FH sein kann, demonstrieren derzeit der Studiengang Medizintechnik (MT) der FH OÖ in Linz und das weltweit renommierte Institut für Biophysik der Johannes-Kepler-Universität (JKU) Linz. Nicht weniger als sechs Medizintechnik-Diplomanden forschen dort im Rahmen von Projekten mit.

Mindestens drei dieser Diplomanden hat der Forscherdrang so gepackt, dass sie an ihr Fachhochschul-Studium ein universitäres Doktorat anschließen möchten. Zwei davon haben bereits ihre Doktorandenstellen bei den Linzer Biophysikern sicher.

Begutachter Prof. (FH) Dr. Kurt Schilcher, einst selbst aus der JKU-Biophysik hervor gegangen, sieht hier die wertvolle Synergie, die zwischen der grundlagenorientierten Universitäts- und der angewandten FH-Ausbildung verwirklicht werden kann: „Auf vorbildhafte Weise entstehen so für FH-Absolventen Chancen, in die universitäre Forschung einzusteigen. Das ist keinesfalls selbstverständlich, doch wir in Linz gehen mit gutem Beispiel voran. Das Institut für Biophysik arbeitet an einer Vielzahl qualitativ hochrangiger Projekte in der Grundlagenforschung, die für unsere fundiert ausgebildeten Diplomanden spannende Perspektiven bieten.“

MT-Diplomand auf wissenschaftlichem Kongress

Zufriedenheit über die Bündelung von Ressourcen herrscht auch bei Univ. Prof. Dr. Peter Hinterdorfer und Dr. Ferry Kienberger, die die angehenden FH-Medizintechniker seitens der JKU unter ihre Fittiche genommen haben.
MT-Diplomand Markus Kastner bekommt aufgrund seines Engagements sogar die Gelegenheit, im Herbst seine Arbeit auf einem wissenschaftlichen Kongress in Hamburg zu präsentieren. Er arbeitet im Rahmen des NABIOS-Projektes an einer Diplomarbeit, die die Entwicklung und Herstellung eines Biochips zum Nachweis von Schnupfenviren zum Thema hat.
Auch Martina Rangl, Georg Samhaber, Johannes Raimund Riener, Michael Leitner und Christoph Mahringer arbeiten mit großer Begeisterung im internationalen Forschungsumfeld des Instituts für Biophysik.

Ein wichtiger Baustein der Zusammenarbeit ist auch ein Rastersondenmikroskop der neuesten Generation, welches der FH-Studiengang Medizintechnik erst kürzlich erworben hat. Mit diesem Gerät können einzelne Biomoleküle, unter besonderen Voraussetzungen sogar Atome sichtbar gemacht werden. Die Wissenschaftler von der JKU greifen für bestimmte Messungen gerne darauf zurück.

Rückfragehinweis:Prof. (FH) DI Dr. Kurt Schilcher, Studiengang Medizintechnik, FH OÖ Campus Linz, Tel. 0732 / 2008 – 2130, E-Mail: kurt.schilcher@fh-linz.at