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FH OÖ-Professorin mit österreichischem Frauen-Preis geehrt

Am Montag zeichnete Ministerin Susanne Raab herausragende Frauen mit den Grete Rehor- und Käthe Leichter-Preisen für ihre frauen- und gleichstellungspolitischer Leistungen aus, darunter auch Dr.in Martina Gaisch. Die Professorin an der FH Oberösterreich in Hagenberg war die einzige Vertreterin einer Fachhochschule und auch die einzige Oberösterreicherin unter den sieben Rehor-Preisträgerinnen.


Mag.a Dr.in Martina Gaisch erhielt den Grete Rehor-Preis in der Kategorie „Bildung, Wissenschaft und Arbeitswelt“ für ihren wesentlichen Beitrag zur Förderung der Gleichstellung von Frauen im Bereich der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz MINT. Dieser umfasst neben zahlreichen Publikationen und Forschungsprojekten zu Themen rund um Diversität, Inklusion und Gleichstellung auch diverse Initiativen im Bereich „Frauen in MINT“. Ihre Bemühungen haben mitunter dazu beigetragen, den Frauen-Anteil in den IT-Studiengängen der Fakultät Hagenberg weiter zu erhöhen. Mit über 30 Prozent Frauen liegt die Fakultät weit über den durchschnittlichen 18 Prozent.

Bei der feierlichen Preisverleihung am Montag im Haus der Ingenieure in Wien wurden diese Leistungen in einer Laudatio von Präsentatorin Hannelore Veit nochmals vor den Vorhang geholt. Veit verlas dabei auch die Begründung der Jury: „Durch den Grete Rehor-Preis wird der Einsatz von Martina Gaisch in der Frauen- und Mädchen-Förderung mit Schwerpunkt geschlechtersensible Berufsorientierung gewürdigt. Frau Dr.in Gaisch wird dabei vor allem für ihre federführenden Bemühungen, im Fachhochschulstudien-Bereich Mädchen für MINT zu begeistern, ausgezeichnet“, so die österreichische Journalistin und ehemalige Fernseh-Moderatorin.

Überreicht wurden die Preise dann von Frauenministerin Susanne Raab, die betonte: „Alle geehrten Frauen tragen durch ihre grandiosen Leistungen dazu bei, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Österreich weiter voranzutreiben. Davon profitieren alle Frauen und Mädchen in ganz Österreich, die sich Vorbilder, auch abseits der gängigen Rollenklischees wünschen.“

Preisträgerin Martina Gaisch sagt über ihre Auszeichnung: „Es ehrt mich sehr, dass ich mich in die Riege jener Frauen einreihen darf, die für exzellente frauen -und gleichstellungspolitische Leistungen gewürdigt werden. Ich brenne seit Jahren für mehr Gleichstellung und eine höhere Sichtbarkeit von Frauen – und zwar in allen Bereichen. Ich danke dem Wissenschaftsministerium für die Nominierung und der Jury für die Anerkennung, die mir speziell für mein Engagement, mehr Frauen für Informatik und Technik zu gewinnen, zu teil wurde. Ich verstehe diesen Preis auch als Auftrag, diesen Weg konsequent weiterzugehen, denn digitale Transformation kann für mich nur dann gelingen, wenn niemand zurückgelassen wird und möglichst viele Menschen an der Entwicklung zukunftsträchtiger Technologien mitgestalten.“

Diesen Auftrag setzt sie überdies als Studiengangsleiterin des Bachelorstudiengangs „Design of Digital Products“ am FH OÖ Campus Hagenberg seit 2022 tagtäglich in die Praxis um. Auch hier war ihr großes Ziel, mehr Diversität in die Informatik zu bringen und möglichst viele unterschiedliche Menschen für das Design und die Softwareentwicklung digitaler Produkte zu gewinnen.

v.l. Frauenministerin Susanne Raab, Preisträgerin Martina Gaisch und Barbara Weitgruber, Sektionsschefin der wissenschaftlichen Forschung im BMBW (Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft) Fotocredit: BKA Schrötter

FH OÖ-Professorin Martina Gaisch mit FH OÖ-Geschäftsführer Gerald Reisinger (links), FH OÖ-Kollegin Johanna Paar aus dem Diversity Management (2.v.l.), Sektionschefin Weitgruber und Ehemann Franz Gaisch (rechts) Fotocredit: FH OÖ