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Entwicklung am FH-Campus Wels macht Stahl so hart wie Diamant

Durch Korrosion und Verschleiß entstehen den Volkswirtschaften jährlich Schäden, die einige Prozent des Bruttosozialproduktes ausmachen. Stahl spielt dabei als Werkstoff eine zentrale Rolle. In einem Forschungsprojekt des Studiengangs Material- und Verarbeitungstechnik am FH-Campus Wels, ist es in einem Forschungsprojekt gemeinsam mit der Firma Rübig Härtetechnik, Wels, gelungen, mit Hilfe vonsogenannten Plasmen Schichten aus Silizium und Kohlenstoff auf Stahloberflächen zu bilden, die effektiv gegen Verschleiß und Korrosion schützen.

Die erzeugten Schichten sind zehnmal dünner als ein menschliches Haar, sind aber fast so hart wie Diamant. Sie sind stark Wasser abweisend und unterliegen fast keinem Verschleiß. Eine wesentliche Eigenschaft der neuen Oberfläche sind die niedrigen Reibwerte – das spart Kraft und Energie, ohne dass Schmierstoffe benötigt werden. Die Einsatzmöglichkeiten dieser Schichten sind sehr vielfältig und lassen etwa im Maschinen- oder Motorenbau interessante Entwicklungen erwarten.

DI Thomas Müller, Leiter der Forschung und Entwicklung der Firma Rübig, ist begeistert von der Zusammenarbeit mit dem FH-Campus Wels. Die StudentInnen des Studiengangs Material- und Verarbeitungstechnik sind direkt in die Entwicklung involviert und haben wesentlichen Anteil am Projektfortschritt. Zudem sind bereits einige FH-AbsolventInnen im Unternehmen tätig. „Leider interessieren sich aber nach wie vor zu wenige junge Leute für Technik und eine entsprechende Ausbildung in diesem Bereich. In den nächsten Jahren wird das für Firmen zum Problem. Auf der anderen Seite ist gerade dieser Umstand eine große Chance für die StudentInnen und AbsolventInnen“, sagt Müller.

Oberösterreich ist top in der Verarbeitungstechnik

Gerade in Oberösterreich sind sehr viele Betriebe angesiedelt, die sich mit Materialien und deren Verarbeitung beschäftigen. Die Beschichtung und Veredelung von Oberflächen ist dabei nur ein kleiner Ausschnitt aus Themengebieten, in denen intensiv Forschung betrieben wird. In dieser Weise wird ein wirtschaftlicher Bereich, in dem viele oö. Firmen erfolgreich sind, weiter gestärkt und der technische Vorsprung und weiteres Wachstum gesichert. Notwendig dafür sind Fachkräfte, wie sie am FH-Campus Wels im Studiengang Material- und Verarbeitungstechnik in direkter Zusammenarbeit mit den Unternehmen ausgebildet werden. Durch die praxisorientierte Ausbildung und die Mitarbeit in interessanten Forschungsprojekten schon während des Studiums, stehen den AbsolventInnen beruflich später weltweit sehr viele Türen offen.

Rückfragekontakt: Mag. Peter Helmberger, Tel. 07242/72811-3120, E-Mail: p.helmberger@fh-wels.at