FH OberösterreichUniversity of Applied Sciences Upper Austria

Karrieregeschichten Zuerst Lehre, dann Studienbefähigungslehrgang, dann Technik-Studium.

Vier Absolventen berichten über ihre Erfahrungen während des Studiums und ihren beruflichen Werdegang.

Minolta DSC

Markus Steindl aus Schörfling am Attersee hat mit dem FH-Studienbefähigungslehrgang eine bemerkenswerte internationale Karriere gemacht. Nach einer Doppellehre zum Betriebselektriker und Prozessleittechniker bei der Lenzing AG hat er den einjährigen, berufsbegleitenden FH-Studienbefähigungslehrgang und anschließend das Automatisierungstechnik-Studium am FH OÖ Campus Wels als Jahrgangsbester abgeschlossen. Während seines Studiums hat er bereits erste internationale Erfahrung mit einem Auslandssemester an der Deakin University in Australien und mit einem Berufspraktikum in Indonesien beim Viskose-Hersteller „South Pacific Viscose“ in der Nähe von Jakarta sammeln können. International orientierte er sich auch bei der Jobwahl: Als Trainee bei der Siemens AG hat er Projekte in Osteuropa geleitet. Mittlerweile hat Steindl international Karriere gemacht und ist bei Siemens für das weltweite Kompetenzzentrum für Wasserkraftwerke in Salzburg verantwortlich.

„Für mich war der FH-Studienbefähigungslehrgang das Tor zur beruflichen Karriere. Obwohl es eine harte Zeit war, neben dem 40-Stunden-Job den Lehrgang zu absolvieren, hat es mich optimal auf das Automatisierungstechnik-Studium vorbereitet und mir viele neue Möglichkeiten erschlossen. Bemerkenswert war vor allem die Gruppendynamik, die im Studienbefähigungslehrgang geherrscht hat: Es verfolgten alle das gleiche Ziel “, berichtet der 35jährige Markus Steindl.

DI (FH) Christian Kneidinger, BSc MSc hat mit dem FH-Studienbefähigungslehrgang eine beachtliche wissenschaftliche Karriere hingelegt. Begonnen hat er mit einer Doppellehre zum KFZ-Mechaniker und KFZ-Elektriker. „Ich wollte mich unbedingt weiterentwickeln und habe eine neue Herausforderung gesucht“, berichtet der 37-jährige Welser. Durch Snowboard-Mannschaftskollegen, die beide an der FH OÖ in Wels studierten, ist er dann auf den FH-Studienbefähigungslehrgang aufmerksam geworden und hat anschließend diese zweisemestrige Vorbereitung mit Bravour gemeistert. „Das war das G´scheiteste, das ich je gemacht habe. Der Studienbefähigungslehrgang hat mir das Tor zum Studium und zur wissenschaftlichen Karriere geöffnet“, sagt Kneidinger, der nebenbei auch Snowboard-Trainer beim Skiklub Wels und im Landeskader ist.

Nach erfolgreichem Abschluss des FH-Studienganges Automatisierungstechnik begann er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Kunststoffforschung an der FH OÖ zu arbeiten. Nachdem er seine sportliche Karriere verletzungsbedingt beenden musste, tauschte er Trainingseinheiten gegen Lehreinheiten und absolvierte neben seiner beruflichen Tätigkeit die Bachelor- und Masterstudiengänge EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik.

Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Kunststoffforschung, ist Autor von mehr als 30 wissenschaftlichen Veröffentlichungen, hält regelmäßig Vorträge bei internationalen Fachkonferenzen, arbeitet an seinem Doktorat und unterrichtet zusätzlich noch an der FH OÖ am Standort Wels. In einem seiner aktuellen Forschungsprojekte analysiert er den Aufschmelzprozess von heterogenen Kunststoffen. Damit kann in Zukunft die Wiederverwendung von Recycling-Kunststoffen optimiert werden.

DI (FH) Peter Huemer ist Geschäftsführer des Unternehmens M-TEC GmbH. Die Unternehmensgruppe M-TEC beschäftigt rund 80 Mitarbeiter im Bereich Entwicklung, Produktion, Installation und Service innovativer Wärmepumpen. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre zum Betriebselektriker absolvierte der Ohlsdorfer den einjährigen FH-Studienbefähigungslehrgang und anschließend das Studium „Automatisierungstechnik“ an der Fakultät für Technik & Angewandte Naturwissenschaften in Wels.

Im Jahr 2001 kaufte Huemer die Firma NEURA auf und baute sie zu einem erfolgreichen Unternehmen in der erneuerbaren Energie- und Haustechnikbranche aus. 2014 stieg er aus diesem Unternehmen aus und gründete gemeinsam mit Partnern im Jahr 2015 die M-TEC GmbH. Zurückblickend auf das FH-Studium nennt Huemer neben der technischen Ausbildung die Praxisnähe, die Vermittlung von Sozialer Kompetenz und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen als die großen Vorteile dieser Hochschulausbildung.

Johannes Wiesinger aus St. Ulrich im Mühlkreis hat eine Lehre in der voestalpine Stahl zum Maschinenschlosser erfolgreich absolviert. Er wollte sich unbedingt weiterentwickeln und war auf der Suche nach dem perfekten nächsten Karriereschritt. Dabei ist ihm der Studiengang Automatisierungstechnik und der dazugehörige FH-Studienbefähigungslehrgang am FH OÖ Campus Wels ins Auge gestochen. „Den FH-Studienbefähigungslehrgang kann ich sehr empfehlen, weil er gezielt auf die technischen Fächer vorbereitet. Speziell im Bereich Mathematik hatten wir dadurch zu Beginn des Studiums sogar Vorteile gegenüber einigen Maturanten“, berichtet Wiesinger. Zu Beginn des Aufbaulehrgangs hat der Mühlviertler vom neuen Öko Energietechnik-Studium in Wels erfahren, das er im Anschluss auch inskribierte und erfolgreich abschloss. Mittlerweile ist Johannes Wiesinger seit 8 Jahren Teamleiter in der IfEA Institut für Energieausweis GmbH, einer 100 % Tochter der Energie AG Oberösterreich Power Solutions GmbH, und ist Teil eines erfolgreichen Teams im Ingenieurbüro, spezialisiert unter anderem auf Energieeffizienz-Dienstleistungen im Gebäudebereich.

„Ich würde mich auch heute wieder für den FH-Studienbefähigungslehrgang entscheiden, weil er einfach eine maßgeschneiderte und perfekte Vorbereitung für ein technisches FH Studium darstellt. Besonders erinnere ich mich an unseren Mathe-Professor - den beste Lehrer den ich je hatte. Die Mathematik mit so einer Emotion und für alle so verständlich zu unterrichten, das war schon ein Highlight“, berichtet Wiesinger.