FH OberösterreichUniversity of Applied Sciences Upper Austria

Fitness-Check für Industrie 4.0 entwickelt

Die rasante Digitalisierung bringt große und nachhaltige Veränderungen der Industrie mit sich, die Erforschung der digitalen Transformation, auch „Industrie 4.0“ genannt, ist daher von großer Bedeutung. Die FH OÖ in Steyr bietet seit Sommer 2016 Unternehmen mit dem dafür entwickelten Reifegradmodell einen „Fitness-Check“ an. Wir sprachen mit dem Leiter des Instituts für intelligente Produktion, FH-Prof. DI Dr. Herbert Jodlbauer.

Wie funktioniert das Reifegradmodell?

Das Modell zeigt Firmen auf: Wo stehe ich als Unternehmen? Der eigene Fortschritt wird dabei anonymisiert mit der jeweiligen Branche verglichen. Es werden nicht nur Potenziale aufgezeigt, sondern konkrete Projektvorschläge präsentiert. Daraus ergeben sich dann sinnvolle Verbesserungsmaßnahmen.

Woher kam die Idee, die digitale Transformation zu erforschen?

Das Abstrakte, das logische Verknüpfen hat mich immer fasziniert, daher auch das Studium der technischen Mathematik und danach noch Maschinenbau, als ich bei Hilti in Vaduz arbeitete. Ich komme also von der Produktion, allerdings findet immer mehr Wertschöpfung in der virtuellen Welt statt, daher muss auch die klassische Produktionswirtschaft dahingehend weiterentwickelt werden.

Die „virtuelle Welt“ beschreiben Sie ja im Buch „Die Datenspinne“.

Ja, in dem Buch geht es um Big Data. Dabei werden die Chancen, Möglichkeiten und wirtschaftliche Erfordernisse, aber auch Gefahren, Missbräuche und problematische Bereiche aufgezeigt. Ich habe das nicht als Fachbuch geschrieben, sondern allgemein verständlich.

 Mein Tipp für JungforscherInnen: „Neugierig sein!“