Campus WelsTechnik & Angewandte Naturwissenschaften

COLLIN E20Mx25 L/D - Einschneckenextruder

Der Einschneckenextruder dient zur Verarbeitung von rieselfähigem Kunststoffschüttgut. Es können amorphe und teilkristalline Thermoplaste verarbeitet werden. Über einen Trichter wird das Material einer Schnecke zugeführt, die sich in einem Zylinder dreht. Die Schnecke nimmt das Material auf, verdichtet es, plastifiziert es und sorgt für eine ausreichend homogene Durchmischung des Materials. Heizmäntel entlang des Zylinders sorgen neben der Dissipation für zusätzliche Wärmeeinbringung in das Material für die Plastifizierung. Am Ende des Zylinders befindet sich ein entsprechendes Werkzeug, das der Kunststoffmasse die gewünschte Form verleiht. Der Laborextruder verfügt über eine Temperatur- und Druckmesssensorik an der Zylinderwand, um das Materialverhalten während des Prozesses charakterisieren zu können. Es stehen verschiedene Schneckenmodifikationen und unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung.

 Technische Daten

  • Vorhandene Schneckengeometrie: Dreizonenschnecke Ø20 mm mit L/D = 25
  • Gangtiefenverhältnis 3,64
  • Schneckenmodifikationen: Nitriert, TiN-beschichtet, CrN-beschichtet, TiAlN beschichtet
  • 150 mm Breitschlitzdüse
  • 50 mm Breitschlitzdüse mit einstellbarer Spalthöhe (0,05 – 2 mm)
  • Rheologische Schlitzmessdüse mit je zwei Druck- und Temperaturfühlern (Düsenlippen (L/H in mm): 5/0,25, 10/0,25, 5/0,35, 10/0,35)
  • Drei Druckaufnehmer im Zylinder
  • Drei Temperaturfühler im Zylinder (Schmelzetemperatur)