Campus WelsTechnik & Angewandte Naturwissenschaften

Das sagen erfolgreiche Absolvent*nnen des Studiums Mechatronik/Wirtschaft

In den letzten Jahren haben mehr als 870 Absolvent*innen den Studiengang Mechatronik/Wirtschaft (Diplom, Bachelor, Master) positiv absolviert. Hier erzählen einige MEWI-Absolvent*innen von den Highlights ihrer Studienzeit, was es ihnen gebracht hat und wo sie heute beruflich stehen.

DI Irmtraut Meister BSc

Beschreibung Ihrer Berufslaufbahn inkl. derzeitiger Funktion?
Meine Berufslaufbahn habe ich bei Hainzl Industriesysteme begonnen, als Hardwareentwicklerin für Industriesteuerungen. Den Schritt in die Automobilindustrie hat mir hofer powertrain in Garsten ermöglicht, wo ich zunächst als Versuchstechnikerin, später in der Systementwicklung tätig war.Vor Kurzem habe ich die Chance genutzt und eine Stelle bei Magna ECS in St. Valentin angenommen, wo ich als Engineer Cross Functions / Calibration im Bereich Engine & Hybrid Systems tätig bin.

Warum haben Sie ein Studium in Wels absolviert?
Ein technisches Vollzeit-Studium zu absolvieren und gleichzeitig zu arbeiten hat für mich nicht funktioniert. Daher war das berufsbegleitende MEWI Studium in Wels eine ideale Chance, mich trotz Vollzeitjob fachlich zu qualifizieren und weiterzuentwickeln.

Was hat Ihnen das MEWI-Studium gebracht? Was hat Ihnen die Kombi Job + Studium gebracht?
Das MEWI Studium hat mir ermöglicht, bereits während der Studienzeit in meine Zielbranche, die Automobilindustrie, zu wechseln. Die Bachelor- und Masterarbeit konnte ich zur fachlichen Vertiefung in besonders spannende Teilbereiche meiner Arbeit nutzen. Es ist nicht immer einfach, Job und Studium unter einen Hut zu bringen, aber man lernt dabei auch, Prioritäten zu setzen und strukturiert zu arbeiten. Die Automotive Spezialisierung stand für mich außer Frage, aber es sind auch gerade die Einblicke beispielsweise in Betriebswirtschaft, Kommunikationskompetenz und Projektmanagement, die den Blick über den technischen Tellerrand hinaus und das Verständnis größerer Zusammenhänge ermöglichen.

Highlight während der Studienzeit?
Die Gemeinschaft von Kolleginnen und Kollegen mit verschiedensten Lebensläufen und aus verschiedensten Industriezweigen, die sich aus der selben Motivation heraus am späten Abend und am Wochenende zusammenfinden. Wenn man trotz der hohen Belastung Zeit findet, um sich gegenseitig zu unterstützen, schweißt das zusammen.

Meine 3 Worte zu Wels / zur FH OÖ Wels?
Innovation - Zusammenhalt - Chance

Ing. DI (FH) Manfred Bauer MSc

Beschreibung Ihrer Berufslaufbahn inkl. derzeitiger Funktion?
Im Anschluss an die HTL für allgemeinen Maschinenbau startete ich meine berufliche Karriere im technischen Innendienst bei Mannesmann Rexroth (später Bosch Rexroth). Meine Aufgabe umfasste die Auslegung von pneumatischen Systemen und automatisierten Komplettlösungen. Begleitend zu meiner Innendienstaufgabe ergab sich die Möglichkeit im Außendienst Erfahrungen zu sammeln. 2003 ergriff ich die Chance ein berufsbegleitendes Studium an der FH Wels mit Fachrichtung Mechatronik/Wirtschaft zu starten. Nach erfolgreichem Abschluss 2006 wurde mir meine erste Führungsaufgabe als Gruppenleiter übertragen. Diese Führungsaufgabe ergänzte meine fachliche Berufslaufbahn und ich entschied diese Kompetenz auszubauen und wechselte 2012 als Abteilungsleiter in einen kaufmännisch basierten Bereich, in die Logistik. Im Zuge meiner Abteilungsleiterfunktion wurde mir der strategische Einkauf interimistisch anvertraut. Um weitere Fähigkeiten zu erlangen, entschied ich mich 2014 für das Masterstudium an der FH Wels, Fachrichtung MEWI mit Schwerpunkt Produktionswirtschaft. Nach Fertigstellung  2016 ergab sich die Möglichkeit, meine Logistikabteilungsleitungsfunktion mit der Funktion der Produktionsleitung des Aggregatebaus sowie des elektrischen Schaltschrankbaus zu erweitern. 
In dieser Tätigkeit kann ich heute meine ursprüngliche technische und die zusätzlich erworbene kaufmännische sowie meine Führungskompetenz kombiniert einsetzen.

Warum haben Sie ein Studium in Wels absolviert?
Ich habe mich schon immer für ein Studium interessiert, jedoch in frühen Jahren nicht das für mich passende Studium gefunden. Die Möglichkeit eine sinnvolle akademische Ausbildung berufsbegleitend neben Familie mit erheblichen Praxisbezug zu absolvieren, erschien mir an der FH Wels am besten geeignet. Das Wirtschaftliche mit der technischen Kompetenz des Maschinenbaus und der Elektrotechnik zu kombinieren, war für mich die bestmöglichste Ergänzung. Extrem inspirierend empfand ich den praxisbezogenen Unterricht und die Möglichkeit, das Gelernte sofort im täglichen Umfeld anzuwenden. Dies war auch die Basis für die Entscheidung zum Masterstudium, die ebenfalls durch die fachliche Ausrichtung sofort in die Praxis umsetzbar war. 

Was hat Ihnen das MEWI-Studium gebracht? Was hat Ihnen die Kombi Job + Studium gebracht?
Die für mich wohl wichtigste Erkenntnis in meinen Studienjahren war, meine eigenen Grenzen kennen und einschätzen zu lernen. Neben einem Fulltimejob und Familie ist es vielmals eine Gradwanderung, die sich nicht zuletzt für einen selbst auszahlt und in der Wirtschaft sehr anerkennend angesehen wird. Jeder Studienabschluss hat mir in meiner beruflichen Laufbahn einen Karriereaufstieg ermöglicht. Neben den Social Skills kann ich die erlernten Fähigkeiten in Technik, Wirtschaft und Führung effizient anwenden.

Highlight während der Studienzeit?
Highlights im Studium waren sicherlich die gemeinsamen Erfolge in den Lernteams, die zur Bewältigung der Lernaufgaben gegründet wurden. Daraus sind Freundschaften und zu guter Letzt Netzwerke über die gesamte Wirtschaft in fast ganz Österreich entstanden. Sehr prägend waren auch die Arbeitszeiten für die Erstellung der Diplomarbeiten. Beide Diplomarbeiten wurden im Zuge meiner beruflichen Tätigkeiten in die Praxis umgesetzt und haben damit den Aufwand entlohnt. 

Meine 3 Worte zu Wels / zur FH OÖ Wels?
Netzwerke / Selbstorganisation / Karrieremöglichkeiten

Ing. Dipl.-Ing (FH) Ronald Holzleitner MSc

Beschreibung Ihrer Berufslaufbahn inkl. derzeitiger Funktion?
Nach der Elektrotechnik HTL war ich 5 Jahre als Service und Product Engineer in der Halbleiterindustrie etwa 70% meiner Arbeitszeit im Ausland unterwegs. 2010 wechselte ich dann in das Product Management und verantwortete von diesem Zeitpunkt an Anlagen von der Entwicklung bis hin zum Produktmarketing. In dieser Position begann ich auch mein MeWi Studium. Gegen Ende des 3. Semesters wechselte ich zu Fronius International in die Business Unit Perfect Welding. Als  Area Sales Manager betreute ich 4 Jahre lang Länder wie Irland, UK, Portugal, Spanien und Israel. Seit April 2016 leite ich Marketing und Vertrieb eines neu gegründeten New Business Teams mit dem Schwerpunkt der Oberflächenbehandlung.

Warum haben Sie ein Studium in Wels absolviert?
Ich wollte mein technisches Wissen weiter vertiefen, dazu aber auch wirtschaftliche Themen kennen lernen.
Nachdem für mich klar war, dass nur ein berufsbegleitendes Studium in Frage kommt, und mir die möglichen Schwerpunkte und Wahlmöglichkeiten bei MEWI zugesagt haben, war die Entscheidung für mich klar.

Das hat Ihnen das MEWI-Studium gebracht? Was hat Ihnen die Kombi Job + Studium gebracht?
Das MeWi Studium hat mir einen sehr breiten Einblick in die Themen Technik und Wirtschaft verschafft, und davon profitiere ich in meinem Beruf praktisch täglich. Gleichzeitig konnte ich mich durch Projektarbeiten und durch meine Diplom- und Masterarbeit in weitere Themen vertiefen und so meine Leidenschaft rund um das Thema Marketing & Innovation entdecken.
Die Kombination aus Studium und Job ist durchaus herausfordernd, bietet dafür aber eine einzigartige Möglichkeit, erlerntes Wissen direkt in die Praxis umzusetzen. Die MEWI Ausbildung war für mich auch ein Sprungbrett für 2 berufliche Veränderungen noch während meiner Studienzeit.

Highlight während der Studienzeit?
Highlights gab es mehrere während meiner 5 Studienjahre in Wels. Dazu gehören unvergessliche Feiern, gemeinsame Ausflüge und Aktivitäten mit den Studienkollegen genauso wie Erfolge im Studium. Als mein größtes Highlight würde ich wohl den Erfolg und die Anerkennung für meine Abschlussarbeiten nennen. Mit meiner Masterarbeit konnte ich 3 renommierte Preise und Stipendien gewinnen. Ich habe mich unheimlich über diese Erfolge gefreut - das war für mich die größte Wertschätzung für meine Studienleistungen.

Meine 3 Worte zu Wels / zur FH OÖ Wels?
prägend / Sprungbrett / professionell
 

Prof. Ing. DI (FH) Dr. Andreas Probst, M.Sc. Ing.Paed.IGIP

Beschreibung Ihrer Berufslaufbahn inkl. derzeitiger Funktion:
Nach einer Lehre als technischer Zeichner, war ich in verschiedenen Unternehmen im Bereich Sondermaschinenbau und Ziviltechnik beschäftigt, parallel dazu absolvierte ich berufsbegleitend die Werksmeisterschule für Maschinenbau und die Abend-HTL für Wirtschaftsingenieurwesen. Anschließend folgte ab 1999 eine Tätigkeit als Projektleiter im Bereich Dieselentwicklung. 2006 erfolgte der Umstieg als Lehrer an die HTL Linz LITEC und zeitgleich dazu der Start meines MeWi-Studiums. 2010 ergab sich die Möglichkeit an der FH Wels berufsbegleitend in das Masterstudium Anlagenbau einzusteigen. Seit 2012 leite ich neben meiner Lehrtätigkeit eine Bundesarbeitsgruppe des Bildungsministeriums im Bereich CAx und bin an der FH Wels als nebenberuflicher Lektor tätig, natürlich auch im Studiengang MeWi, was für mich extrem spannend ist. 2015 kam dann das Doktorratsstudium an der TU Wien, dass ich 2019 erfolgreich abschließen konnte.
 
Warum haben Sie ein Studium in Wels absolviert?
Auf der Suche nach einem berufsbegleitenden Studium war zum Zeitpunkt 2006 das Angebot übersichtlich, MeWi bot und bietet meines Erachtens eine exzellente Ausbildung in den Bereichen Technik und Wirtschaft. Nach dem ersten Gespräch mit dem damaligen Studiengangsleiter DDr. Girkinger war für mich klar, dass MeWi das richtige für mich ist.
 
Was hat Ihnen das MEWI-Studium gebracht? Was hat Ihnen die Kombi Job + Studium gebracht?
Auf der technischen Seite brachte das Studium Vertiefungen in Bereichen wie Elektrotechnik und Antriebstechnik, welche für mich als Maschinenbauer besonders interessant sind. Auch die Mathematik und die Maschinenbau-Fächer waren herausfordernd und extrem spannend. Auf der wirtschaftlichen Seite brachte das Studium eine sehr breite Ausbildung und praxistaugliche Anwendbarkeit in Projekten.
Die Kombination von Studium, Beruf und Familie stellte eine Herausforderung hinsichtlich Selbstorganisation und Eigenmotivation dar, wobei ein wichtiger Aspekt die Gruppenbildung war und ist. Die gegenseitige Unterstützung der Studienkollegen war meines Erachtens der Keyfaktor für den erfolgreichen Studienabschluss.
 
Highlight während der Studienzeit?
Die Kollegialität der Studierenden, die einen auch in schwierigen Situationen trägt und motiviert. Die Studiengangsleitung und die Studiengangs-Assistentinnen, welche einen großartigen Job machten und machen.

Meine 3 Worte zu Wels / zur FH OÖ Wels?
Leistung / Kollegialität / Chancen

Was hat Sie bewogen, eine Dissertation zu machen?
Irgendwie war der Gedanke immer im Raum, sozusagen vom Lehrling zum Dr. der Technik, wenngleich es lange Zeit unmöglich schien. Im Zuge meiner Lehrtätigkeit hatte ich die Möglichkeit an verschiedenen Forschungsprojekten gemeinsam mit der TU Wien zu arbeiten, Projektleiter dabei war damals Dr. Detlef Gerhard, der Dekan der Fakultät Maschinenbau. Durch den intensiven Kontakt und viele Gespräche ergab sich dann die Möglichkeit zur Dissertation.

In welchem Themenbereich haben Sie Ihre Dissertation verfasst? Kurzbeschreibung?
Es geht dabei um Produkt-Lifecycle-Systeme (PLM) welche in der Industrie in verschiedenen Ausprägungen eingesetzt werden, in der Ingenieurausbildung jedoch nicht oder nur sporadisch. Bei den Themen Industrie 4.0 und Internet of Things (IoT) stellt ein PLM System quasi den technischen Backbone, die Verfügbarkeit von allen zum Produkt zugehörigen Daten dar, und ist deshalb von größter Wichtigkeit für Firmen und meines Erachtens auch in der Ingenieurausbildung. Ich habe im Zuge meiner Dissertation untersucht ob der PLM-Einsatz in der Lehre speziell in den HTLs sinnvoll ist und zusätzlich untersucht, ob die dabei stattfindende Kollaboration der Studierenden Vorteile bringt und auch messbar ist.

Ing. Patrick Willner BSc MSc

Berufslaufbahn
2009 als Automatisierungstechniker bei INOCON Technologie GmbH
 begonnen. Seit 2017 Geschäftsführer dort.

Warum ein Studium in Wels
Während meiner Tätigkeit als Automatisierungstechniker hat mich die wirtschaftliche Seite des Unternehmens zunehmend interessiert, daher suchte ich nach einem Studium das meine technische Ausbildung (HTL Wels Elektrotechnik) um die Bereiche Mechanik und Wirtschaft ergänzt. Die Möglichkeit das Studium berufsbegleitend zu machen war ein zusätzlicher Vorteil.

Das hat mir die Kombi Studium/Beruf gebracht
Kombiniert zu studieren bringt den Vorteil, dass man Gelerntes sofort anwenden kann. Nach dem Abschluss des berufsbegleitenden Studiums hatte ich knapp 8 Jahre fundierte Berufserfahrung, welche mir sicher einen schnelleren Einstieg in die Geschäftsführung ermöglichte.

Highlight während der Studienzeit
Man trifft Gleichgesinnte, weil nicht jeder bereit ist neben einem 40-Stundenjob noch ein Studium zu absolvieren. Viele meiner Studienkollegen hatten eine ähnliche Situation, wodurch wir uns gegenseitig gut motivieren und unterstützen konnten. Wir treffen uns auch jetzt noch.

Meine 3 Worte zu Wels
Innovativ, Gesellig, Technik

Ing. Boban Blazevski BSc MSc

Beschreibung Ihrer Berufslaufbahn inkl. derzeitiger Funktion?
Nach Abschluss der HTL für Elektrotechnik war ich im technischen Service der Rotax GmbH & Co KG tätig, dort entschied ich mich für ein berufsbegleitendes Studium. Während dem Studium wechselte ich die Position zu der Abteilung Shopfloor-IT, welche für die Automatisierungs- und SCADA-Ebene im Unternehmen zuständig ist. Zu meinem Aufgabengebiet gehört unter anderem neben dem Projektmanagement, die Programmierung, Software-Architektur und Datenbankanbindung.

Warum haben Sie ein Studium in Wels absolviert?
Ich habe verschiedene technische Studiengänge auf Universitäten und Fachhochschule besichtigt, jedoch bot die Studienrichtung Mechatronik/Wirtschaft genau die richtige technische und betriebswirtschaftliche Mischung für mich, da in technischen Berufen die wirtschaftliche Komponente immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Das hat Ihnen das MEWI-Studium gebracht? Was hat Ihnen die Kombi Job + Studium gebracht?
Erhalten habe ich eine wissenschaftlich fundierte Qualifikation einer renommierten Fachhochschule für meinen beruflichen Werdegang, welche international anerkannt ist. Im Zusammenhang mit dem guten Ruf der FH Oberösterreich ist die Basis für Job- und Aufstiegschancen somit sehr hoch.
Durch das berufsbegleitende Studium konnte ich aus den praxisnahen Vorlesungen vieles vom Erlernten im Unternehmen anwenden. Die große Herausforderung, um Beruf und Studium meistern zu können, war das Zeitmanagement, von welchem ich seither beruflich sowie privat profitiere.

Highlight während der Studienzeit?
Highlights waren auf jeden Fall die Ausflüge zu Semesterbeginn, wo unter anderem durch Teambuilding-Aufgaben der Zusammenhalt unter den Kommilitonen gestärkt wurde, was wichtig war, da im Gegensatz zu einem Vollzeitstudium dafür sonst wenig Zeit war.

Meine 3 Worte zu Wels / zur FH OÖ Wels?
Organisiert, Modern, Strukturierter Studienplan

Ing. Bernhard Doppelbauer BSc MSc

Beschreibung Ihrer Berufslaufbahn inkl. derzeitiger Funktion?
Vor mittlerweile 18 Jahren habe ich bei der Firma Fronius International GmbH meine Berufslaufbahn begonnen. Kurz nach der Elektroniker-Lehre habe ich die Berufsreifeprüfung und die Abend-HTL für Elektrotechnik an der Paul-Hahn (LiTec) in Linz abgeschlossen. Trotz dieser fundierten Ausbildung, welche auch der Schlüssel für meine aktuelle Stelle als Projektleiter in der Entwicklung für Solarwechselrichter bei Fronius war, wollte ich mein Wissen (welches bis dahin hauptsächlich den Fokus Elektrotechnik hatte) erweitern.  Als Projektleiter eines interdisziplinären Teams war es für mich naheliegend das Angebot der FH Wels mit Mechatronik/Wirtschaft in Anspruch zu nehmen. Dieser Studiengang ermöglichte es mein Wissen in Elektrotechnik zu vertiefen und mir auch das sehr breite Feld der Mechanik anzueignen. Weiters kam auch der wirtschaftliche Aspekt der Lehre und das Aneignen von Social Skills nicht zu kurz. Alle diese Aspekte waren und sind für mich notwendige Bausteine für die qualitative Ausübung meines Berufs.

Warum haben Sie ein Studium in Wels absolviert?
Neben den oben angeführten Inhalten des Curriculums war es für mich vor allem der Aufbau und Ablauf des Studiums. Damit ist der sehr gut aufeinander abgestimmte Inhalt aber auch die Organisation gemeint. Der Zusammenhalt des Studiengangs und der Kontakt mit vorwiegend berufsbegleitenden Kommilitonen war ein weiteres Kriterium für ein Studium an der Fachhochschule. Es findet dadurch ein reger Austausch mit den Kommilitonen über verschiedenen Branchen statt, man nimmt sich dadurch auch sehr viel außerhalb des Lehrplans für seine Arbeit mit und nicht zuletzt hat man ein großes Netzwerk welches von den Absolventen auch Jahre nach dem Studium noch genutzt werden kann und genutzt wird. Dazu trägt natürlich auch der Alumni Club mit seinem vielfältigen Angebot bei.

Das hat Ihnen das MEWI-Studium gebracht? Was hat Ihnen die Kombi Job + Studium gebracht?
Der Studiengang hat mir Einblick in bis dahin weitestgehend unbekannte Disziplinen gewährt. Dieses Wissen konnte ich aufgrund der praxisnähe unmittelbar anwenden und half mir gemeinsam mit dem Projektteam die Entwicklung der Produkte effizienter und hochwertiger zu gestalten. Gerade weil auch zukünftig die Komplexität von Produkten steigt, ist dieses interdisziplinäre Wissen unabdingbar. Es gibt fast keine Lehrveranstaltung welche in meinem beruflichen Umfeld bei der Produktentwicklung keine Relevanz hätte. Dies gilt sowohl für den Bachelor als auch für den Masterstudiengang und ist keineswegs eine übertriebene Darstellung. Alle beteiligten von der Leistungselektronik, Microelektronik samt Software, Fertigungstechnik, Konstruktion, Patentrecht, Qualitätsmanagement, Controlling ... über den Einkauf und der Fertigung bis hin zum Vertrieb und Marketing müssen übergeordnet mitwirken um einen erfolgreiches Produkt in den Markt zu bringen. Die Methoden der sozialen Kompetenz, das Sprachenangebot gehören darüber hinaus ebenso dazu wie die Lehre des Projektmanagements samt möglicher IPMA Zertifizierung nach Level D.

Das berufsbegleitende Studium ist durchaus eine Belastungssituation mit der es umzugehen gilt. Dabei wächst man aber mit der Herausforderung und es ist eine Notwendigkeit, sich zu fokussieren und zu priorisieren. Selbstorganisation in all seinen Belangen ist unumgänglich und im weiteren natürlich auch im beruflichen Umfeld anwendbar. Die Einteilung der Arbeitslast im Studium und Beruf ist aber durchaus beherrschbar. Nicht zuletzt wegen dem Zusammenhalt der Studierenden und der Lerngruppen ist es schaffbar. Man unterstützt sich gegenseitig und kann dabei sehr viel kompensieren und gegenseitig voneinander lernen. Die Fachhochschule unterstützt die Teamarbeit durch Projekte aber auch durch extern abgehaltene Kurse bezüglich soziale Kompetenz samt Übernachtung. Nach zwei Nächten (beispielsweise in Kirchschlag) weiß man bereits, mit wem man gut arbeiten kann und es bildeten sich dabei Lerngruppen welche bis zum Ende des Studiums – und danach als Freundschaft – anhielten.

Beruflich hat mir das Studium ermöglicht, im Oktober diesen Jahres meine Stelle als Projekt Portfolio Manager anzutreten zu können.

Highlight während der Studienzeit?
Diese Zeit war sehr intensiv und dementsprechend viele Highlights gab es. Für mich war das ganze Studium bezüglich Inhalten ein sehr rundes Paket. Keinesfalls möchte ich aber auch den Zusammenhalt, das Netzwerk und die erwähnten Freundschaften missen. An dieser Stelle möchte ich auch besonders positiv die Unterstützung seitens der Studiengangsleitung und der Assistenz hervorheben. Diese war keinesfalls selbstverständlich und war sowohl sozial als auch auf das Studium bezogen sehr hilfreich. Nicht zuletzt wurde dies durch die für jeden (!) Studenten persönlich gestaltete Ansprache bei der Sponsionsfeier deutlich. Ein krönender Abschluss und ein ausgezeichnetes Zeugnis für die Fachhochschule. Nicht nur wir Studenten sondern auch unsere Eltern und Freunde waren beeindruckt und gerührt!

Meine 3 Worte zu Wels / zur FH OÖ Wels?
sozial (im Sinne des Gemeinschaftsgefühls aber auch seitens der Studienleitung und Assistenz), effizient (auch durch die perfekt abgestimmten Inhalte und Organisation des Studiums, man verliert wenig Zeit mit der Aufbereitung des Organisatorischem), praxisnahe

Sonstiges
Durch ein großes Entgegenkommen meiner Firma konnte ich im letzten Jahr des Studiums die Bildungskarenz genießen. In dieser Zeit habe ich das Recht und Wirtschaftsstudium an der Johannes Keppler Universität begonnen und konnte hier wesentliche Fortschritte erzielen (Gesamt 126 ECTS in 2 Semester). Dabei möchte ich anmerken, dass auch hier der Schlüssel ein gemeinsames Team war. Bei diesem waren zwei weitere MeWi Studenten und ein Kommilitone von der JKU beteiligt. Auch hier funktionierte das erlernte und auf der Fachhochschule perfektionierte Rezept der Zusammenarbeit ausgezeichnet und man trifft sich auch heute noch regelmäßig.

Holger Plasser BSc MSc

Beschreibung Ihrer Berufslaufbahn inkl. Beschreibung der derzeitigen Funktion
Ursprünglich aus dem dualen Ausbildungssystem (Lehre als Betriebselektriker & Prozessleittechniker in der voestalpine Stahl GmbH), im Anschluss Facharbeiter, längere Zeit als Schichtarbeiter im Instandhaltungsbereich – nebenbei Studienbefähigungslehrgang, nach MeWi Bachelor-Studium Prozessingenieur für elektrotechnische Anlagen (voestalpine
Stahl GmbH), Prämierung der Bachelorarbeit („Erkennung dominanter harmonischer Schwingungen an Stranggießanlagen“) durch die Mechatronik Plattform – 1. Platz – beste Bachelorarbeit 2015, nach MeWi-Masterstudium (seit 2017) Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der FH OÖ Forschung & Entwicklung GmbH, zuerst bei der Forschungsgruppe ASIC (Masterthesis – „Entwicklung kapazitiver Sensormeßprinzipien zur Enthalpiebestimmung in Sorptionsspeichern“), seit 2018 als Dissertant beim Josef Ressel Zentrum für thermografische zerstörungsfreie Prüfung von Verbundwerkstoffen

Warum haben Sie ein Studium in Wels absolviert?
Ideale berufsbegleitende Möglichkeit, ein technisch‐wirtschaftliches Studium zu absolvieren.

Was hat Ihnen das Studium gebracht?
Weiterentwicklung vom Arbeiter zum technischen Angestellten, viele hochdotierte Jobangebote, vor allem die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium der technischen Wissenschaften zu absolvieren und im Bereich der Forschung und Entwicklung tätig zu sein.

Welche Inhalte können Sie nun gut nutzen?
Im Rahmen des Studiums war es notwendig, das Zeitmanagement zu optimieren, was mir selbstverständlich auch jetzt zugutekommt. Viele technische, mathematischen Inhalte meines Studiums sind alltäglicher Bestandteil meiner Arbeit. Der betriebswirtschaftliche Teil meines Studiums kombiniert mit meiner Berufserfahrung als Projektleiter geben mir den notwendigen wirtschaftlichen Background.

Was bringt die Kombination Studium und Job?
Eine immense Belastung, aber viele Chancen.

Highlight während der Studienzeit?
Studienreise zum CERN in Genf, Underground Visit des ATLAS‐ und des LHCb‐Experiments am Large Hadron Collider,  kombiniert mit einem kulturellen Rahmenprogramm in Mailand und am Gardasee… Das größte Highlight stellt selbstverständlich die akademische Feier am Ende eines Studiums dar… ;‐)

Meine 3 Worte zum Studium in Wels
Belastung, Fortschritt, Perspektive

Christian Ecker BSc MSc

Beschreibung Ihrer Berufslaufbahn inkl. derzeitiger Funktion?
Meine Berufslaufbahn startete mit einer gewerblichen Lehre und der Berufsreifeprüfung in der Holzindustrie. Nach der Absolvierung des IPM- & berufsbegleitenden MEWI-Studiums startete ich meine Laufbahn bei der TGW Systems Integration GmbH, wo ich mittlerweile als Project Manager für die Realisierung von GU-Projekten verantwortlich bin.

Warum haben Sie ein Studium in Wels absolviert?
Nach meinem IPM-Studium wollte ich mich beruflich neu in Richtung Technik orientieren, mein besonderes Interesse galt dabei dem Maschinen- & Anlagenbau. Für dieses Vorhaben war MEWI als berufsbegleitendes Studium mit dem Automatisierungszweig für mich die ideale Gelegenheit zur technischen Weiterbildung.

Das hat Ihnen das MEWI-Studium gebracht? Was hat Ihnen die Kombi Job + Studium gebracht?
Das MEWI-Studium war für mich der Türöffner in die Mechatronik-Branche. Der Automatisierungszweig war für mich besonders bereichernd, da mich Themen wie Funktionale Sicherheit, Prozessleittechnik, Robotik oder Antriebstechnik bei der Realisierung von Intralogistikanlagen im Projektmanagement tagtäglich begleiten.
Das Studium parallel zu einem Full-Time-Job zu absolvieren war sehr fordernd aber auch sehr wertvoll, da man die auf der FH vermittelten Inhalte direkt mit dem Arbeitsalltag verbinden oder anwenden konnte.

Highlight während der Studienzeit?
Ein Highlight waren die Blockwochen, da man hier mal die Zeit hatte, sich abseits vom Job- & FH-Stress mit den anderen Kommilitonen in einer lockeren Atmosphäre auszutauschen.

Meine 3 Worte zu Wels / zur FH OÖ Wels?
organisiert / professionell / praxisnahe