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Zwei hochkarätige Fachtagungen zur Wärmebehandlung und Oberflächentechnik von Metallen am FH-Campus Wels

Erstmals wurden am FH-Campus Wels zwei materialwissenschaftliche Fachtagungen gleichzeitig abgehalten. Knapp 200 internationale Wissenschafter besuchten 58 Fachvorträge zu den Themen „Qualität in der Wärmebehandlung“ und „Wärmebehandlung und Oberflächentechnik für Werkzeuge und Formen“. Unter den Gästen befanden sich zahlreiche, namhafte Metallurgen aus den USA, Thailand, Japan, Iran und Europa. In den Tagungspausen konnten sich die Teilnehmer an den zahlreichen Firmenständen detailliert informieren. Die Fachtagung war ein gemeinsames Projekt der FH Oberösterreich und der ASMET – The Austrian Society of Metallurgy and Materials.

Die Fakultät für Technik & Umweltwissenschaften der FH Oberösterreich bietet mit dem Studiengang „EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik“ und den modern ausgestatteten Laboratorien einen Hauptschwerpunkt im Bereich Kunststofftechnik, Werkstoffprüfung,  Wärmebehandlung und Oberflächentechnik von Metallen.

Die Wärmebehandlung und die Oberflächentechnik setzt man dazu ein, um metallische Produkte und Werkzeuge fester, zäher bzw. verschleißbeständiger zu machen, ihre Lebensdauer im Einsatz zu verlängern und damit Kosten einzusparen. Die Wissenschafter nützten diese Konferenz zum Austausch von Fachwissen und Diskussion der aktuellen Trends in der Forschung.

Unter den 58 Fachvorträgen präsentierte auch der Leiter des Studienganges „EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik“ die aktuellen Forschungsergebnisse der FH in Wels in diesem Bereich.

Studenten miteingebunden
Auch die Metall- und Kunststofftechnik-Studierenden profitieren von dieser Fachtagung. „Wir haben unsere Studierenden in die Tagung mit eingebunden.“, freut sich Organisator Prof. (FH) Dr. Reinhold Schneider und fügt hinzu: „Sie erhalten einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und können erste Kontakte zu den namhaften Wissenschaftern in diesem Bereich knüpfen.“ G.F. Vander Voort, einer der weltweit führenden Metallographen aus den USA, wird sogar eine Gastvorlesung bei den Studierenden halten.

Oberösterreich ist Zentrum
„Oberösterreich ist in Österreich mit zahlreichen renommierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen das Zentrum der Werkstoff- und Oberflächentechnik. Es ist wichtig, daß wir diese Stärke auch mit diesem hochkarätigen Forscherkongress an der FH in Wels demonstrieren.“, freut sich auch DI Günter Rübig, der Technologiebeauftragte des Landes OÖ.

Kooperationsveranstaltung mit ASMET
Diese Konferenz wurde in Kooperation mit dem Verein ASMET “The Austrian Society for Metallurgy and Materials” organisiert. Diesem Verein, der mit dem früheren Namen „Eisenhütte Österreichs“ noch besser bekannt ist, gehören viele namhafte Firmen aus dem In- und Ausland an. Am FH-Campus Wels wurde 2009 auch eine Studentensektion der ASMET zur Förderung des Ingenieurnachwuchses eingerichtet.

ASMET ist der einzige österreichische Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die technische, wissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Arbeit auf allen Gebieten der Metallurgie, der Werkstofftechnik und der dazugehörigen Verfahren zu pflegen und zu fördern.

 

v.li.n.re.: Dekan Prof. (FH) Dr. Burkhard Stadlmann (FH OÖ Campus Wels) mit den Organisatoren Dir. Prof. Dr.-Ing. Hans-Werner Zoch (Präsident IFHTSE) und Prof. (FH) Dr. Reinhold Schneider (Leiter ASMET Fachausschuß Wärmebehandlung)