Campus WelsTechnik & Angewandte Naturwissenschaften

NewsVerfahrenstechnische Produktion

Gemeinsame Entwicklung von FH und Rübig gewinnt Innovationspreis

Kürzlich wurde die mehrjährige gemeinsame Forschungsarbeit des Welser FH-Studiengangs Metall und Kunststofftechnik und der Rübig Gruppe mit dem Innovationspreis des Landes Oberösterreich 2009 belohnt. Wirtschaftslandesrat KommR Viktor Sigl stellt sich als erster Gratulant ein. Entwickelt wurde in diesem Forschungsprojekt ein neuartiges Beschichtungsverfahren von Stahl, das neben der diamantähnlichen Härte noch zusätzlich geringere Reibung und optimale Korrosionsbeständigkeit (Rost) bewirkt. Dieses spezielle Oberflächenbeschichtungsverfahren kann vielfach im Maschinen- und Motorenbau eingesetzt werden.

Oberösterreich ist das führende Industrie-, Export- und Technologiebundesland Österreichs. Der Innovationspreis des Landes OÖ soll die Innovationskraft und die technologische Leistungsfähigkeit  der oberösterreichischen Unternehmen aufzeigen und würdigen.
„Plasox Extend“ ist ein neuartiges Beschichtungsverfahren bei dem die bereits erfolgreiche Plasmatechnologie des High-Techunternehmens Rübig mit einem neuartigen Verfahren zur Aufbringung von diamantähnlichen Kohlenstoffschichten kombiniert wurde. Das damit geschaffene neuartige Schichtsystem vereint hohe Oberflächenhärte, geringe Reibungen und optimale Korrosionsbeständigkeit auf Stahloberflächen.

„Der komplette Prozess kann in einer Anlage in einem Durchlauf ausgeführt werden und ist damit in die Rübig Plasmaanlagentechnik optimal integrierbar.“,  erklärt FH-Studiengangsleiter Dr. Daniel Heim.

Die erzeugten Härteschichten sind 10 mal dünner als ein menschliches Haar, sind aber fast so hart wie Diamant und schützen die Stahloberfläche sehr effektiv gegen Verschleiß und Korrosion (Rost).  Sie sind stark Wasser abweisend und unterliegen auf Grund ihrer Härte fast keinem Verschleiß. Eine wesentliche Eigenschaft der neuen Oberfläche sind die niedrigen Reibwerte - das spart viel Kraft und Energie, ohne dass Schmierstoffe benötigt werden. Die Einsatzmöglichkeiten dieser Schichten sind sehr vielfältig und lassen etwa im Maschinen- oder Motorenbau sehr interessante Entwicklungen erwarten.

Nähere Informationen zum Studiengang „Entwicklungsingenieur Metall und Kunststofftechnik“ erhalten Sie unter Tel. 07242/72811-3060, sekretariat.mkt@fh-wels.at oder www.fh-ooe.at/mkt