Campus WelsTechnik & Angewandte Naturwissenschaften

NewsVerfahrenstechnische Produktion

Forschungsprojekt der FH beweist: Alte Apfelsorten haben großes Potenzial für die Gesundheit

In einem Studentenprojekt für den Obst- und Hügellandverein Scharten haben sieben Studierende des Welser FH-Studienganges Bio- und Umwelttechnik den Stammbaum für die gängigsten 140 Apfelsorten erforscht. Ziel war es, diejenige Apfelsorte herauszufinden, die den höchsten Anteil an Antioxidantien hat. Diese natürlichen Inhaltsstoffe schützen den Körper und verlangsamen den menschlichen Alterungsprozess. Die Äpfel, die dem Urapfel im Stammbaum am nächsten sind, weisen den höchsten Anteil an Antioxidantien auf. Mit dem Wissen über die qualitativ hochwertigen Apfelsorten wollen die Forscher nun gemeinsam mit interessierten Firmen Produkte entwickeln, die eine höhere Wertschöpfung erreichen und gleichzeitig hochwertige Inhaltsstoffe aufweisen.

Äpfel sind gesund – Uräpfel sind noch gesünder. Birgit Redl, Franziska Breidt, Tanja Weber, Peter Lanzersdorfer, Barbara Girlinger, Christine Engelberger und Thomas Kampitsch haben gemeinsam mit dem Welser Forschungsleiter Dr. Otmar Höglinger 140 Apfelsorten intensiv untersucht und können nun bestätigen, dass ursprüngliche Apfelsorten den menschlichen Körper noch fitter und gesünder halten: „Ursprüngliche Apfelsorten verfügen über einen höheren Anteil an Antioxidantien. Diese schützen den Körper vor Radikalen, die die DNA, RNA oder Proteine schädigen könnten. Außerdem haben sie einen positiven Einfluss auf den Alterungsprozess des Körpers“, erklärt Höglinger.

Dass der Verzehr eines Apfels nicht nur ein natürliches Anti-Aging-Mittel ist, sondern auch die Figur schlank hält, haben die Jungforscher bei Sättigungsexperimenten herausgefunden. Je nach Apfelsorte sind mehr oder weniger sogenannte Polyphenole enthalten. Diese Inhaltsstoffe verzögern den Glucoseübergang vom Blut in die Zelle. „Wenn man mehr Glucose im Blut hat, ist man länger satt“, erklärt Höglinger und fügt hinzu: „Polyphenole vermindern nebenbei auch das Risiko, an Diabetes und Bluthochdruck zu erkranken. Unser Ziel ist es nun, eine Apfelsorte mit hohem Polyphenolgehalt zu finden.“

Die Schartner Obstbauern können in Zukunft auf die Ergebnisse dieser Studie aufbauen und hochqualitative Nischenprodukte aus alten Apfelsorten produzieren.