Campus WelsTechnik & Angewandte Naturwissenschaften

Studierende

Laura-Marie Bayer, Studium Leichtbau und Composite-Werkstoffe, Bachelor

Laura-Marie Bayer kommt aus Diersbach bei Schärding, ist 20 Jahre alt und studiert am FH OÖ Campus Wels „Leichtbau und Composite-Werkstoffe“ im 2. Semester. Schon in der 4. Klasse der HTL Andorf ist sie bei ihrer Recherche auf das neue LCW-Studium gestoßen. Damals war dieser Studiengang noch nicht von der Qualitätssicherungsagentur AQ Austria genehmigt, sodass sie sich anschließend in regelmäßigen Abständen auf der FH OÖ-Homepage informiert hat, ob dieser Studiengang nun akkreditiert sei. „Dieses Leichtbau-Studium ist genau das Studienfach, das ich gesucht habe. Es ist sehr interessant“, berichtet Bayer. Ihr Interesse für Leichtbau ist in der Schule gewachsen. „Schon in der HTL
Andorf konnte ich mich in die Verarbeitung von Leichtbau-Werkstoffen vertiefen. Anschließend habe ich auch meine Diplomarbeit bei FACC über eine Prüfmethode für Leichtbauteile verfasst.“

Lisa Tranninger, Studium Leichtbau und Composite-Werkstoffe, Bachelor

Lisa Tranninger ist 19 Jahre und wohnt in Enns. Sie studiert an der FH OÖ-Fakultät Wels Leichtbau und Composite-Werkstoffe im 2. Semester Bachelor. Davor hat sie das Europagymnasium Auhof im englischen Zweig absolviert. Durch technische Praktika bei Borealis im Metallurgiebereich ist sie zu den Naturwissenschaften gekommen. Bei der Studienwahl hat sie sich dann auch an der FH OÖ Wels informiert, wo ihr der neue Studiengang Leichtbau und Composite-Werkstoffe sofort zugesagt hat. „Man kann Leichtbau und Composite-Werkstoffe auch mit einer AHS-Matura studieren. Wir sind im Studiengang bunt zusammengewürfelt — von der HTL über die AHS bis zum Studienbefähigungslehrgang. Unsere Gemeinschaft im Studiengang ist sehr gut. Wir sind eng befreundet, jeder unterstützt jeden. Das gefällt mir an diesem Studium“, sagt Tranninger, die auch Studiengangssprecherin ist.

DI Michael Thor MSc, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Dissertant

Der große Vorteil von Faserverbundwerkstoffen ist, dass die Fasern, die dem Material die hohe Steifigkeit und Festigkeit geben, entsprechend den Belastungen im Bauteil platziert werden können. Trotz fortgeschrittener Herstellungsverfahren kann es jedoch zu Abweichungen der Faserorientierung in Form von Welligkeiten kommen. Im Forschungsprojekt „FiberWave“ untersucht das Projektteam rund um Dr. Hinterhölzl gemeinsam mit Luftfahrtzulieferer FACC die Auswirkungen von diesen Faserwelligkeiten auf die Materialeigenschaften. Das Ziel ist es, diese Auswirkungen bewertbar zu machen und somit kostspielige Nacharbeiten zu vermeiden. Dazu werden computerunterstützte Berechnungsmethoden verwendet und diese Ergebnisse mit Versuchen an Materialproben verglichen. Ein Mitglied des Projektteams ist Michael Thor. Er ist Absolvent der FH OÖ-Fakultät in Wels und ist jetzt als wissenschaftlicher Mitarbeiter in diesem Projekt tätig und arbeitet dabei an seiner Dissertation. „Die Tätigkeit an der FH zeichnet sich durch ein hervorragendes Umfeld für Forscher und Studenten und ein angenehmes Betriebsklima aus“, sagt der Wahl-Welser.

Ing. Lisa Eder BSc, Absolventin Lehrgang Faserverbundwerkstoffe, Studentin EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik, Master

Die Riederin Lisa Eder hat die HTL Braunau mit Schwerpunkt Programmierung absolviert und begann anschließend ihre berufliche Laufbahn in der FACC AG. Dort ist ihr Interesse für Leichtbau entstanden. Um sich für die weitere Karriere fit zu machen, hat sie das geförderte Weiterbildungsangebot des akademischen Lehrgangs Faserverbundwerkstoffe angenommen und auch erfolgreich absolviert. Viele der Lehrveranstaltungen wurden ihr an der FH OÖ Wels angerechnet, sodass sie in ein höheres Semester im Bachelor-Studium Metall und Kunststofftechnik einsteigen konnte. „Einige Lehrveranstaltungen früherer Semester mussten wir nachholen. Dabei halfen uns unsere neuen Studienkollegen. Die gegenseitige Unterstützung wird aufgrund der kleinen Gruppengrößen generell an der FH OÖ in Wels sehr stark gelebt. Das finde ich toll“, sagt Eder. „In meiner Bachelorarbeit habe ich für die FACC-Bauteil-Designabteilung einen Leitfaden entwickelt, auf welche Planungsdetails die Ingenieure achten müssen, um das Endprodukt kostengünstig und hochqualitativ herstellen zu können“, berichtet die 22-Jährige. Mittlerweile ist sie Studentin des Masterstudiengangs Metall und Kunststofftechnik. „Montag bis Mittwoch wird von Lehrveranstaltungen frei gehalten, sodass wir im Unternehmen weiter tätig sein können. Donnerstag bis Samstag müssen wir dann die FH-Bank drücken“, schmunzelt Eder. „Am meisten habe ich bisher von dem vertiefenden Know-how und den Praxisarbeiten im Bereich Leichtbau profitiert. Jetzt kommen im Master zusätzliche Leichtbau-Lehrveranstaltungen hinzu. Mit dem Master werde ich hoffentlich weitere Karriereschritte machen können. Ich würd‘s wieder so machen!“

Ing. Lukas Sumereder, Absolvent Lehrgang Faserverbundwerkstoffe, Student EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik, Bachelor

Der Tumeltshamer Lukas Sumereder ist bei Fill als Vertriebsmitarbeiter be-schäftigt und hat im Zuge dieser Tätigkeit mit Kunden aus der Composite-Branche zu tun. „Um mein praktisches Wissen durch theoretisches und werk-stofftechnisches Know-how zu vertiefen, habe ich das Angebot des Akademi-schen Lehrgangs Faserverbundwerkstoffe angenommen. Die Firma Fill hat diese Weiterbildung finanziell unterstützt“, berichtet der 29-jährige Techni-ker. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Lehrgangs konnte Sumereder in ein höheres Semester des Bachelors Metall und Kunststofftechnik (MKT) einsteigen. Seine Bachelorarbeit hat er schließlich für Airbus in Norddeutschland ausgearbeitet. „In meiner Bachelorarbeit ging es um das Warmumformen von Prepreg-Material. Das Kohlenstofffaser-Gelege wird beim Warmumformen in die richtige Form gebracht, wie z.B. bei der Landeklappe des A320. Ich habe dabei die Prozessparameter — Temperatur, Vakuum, Umformgeschwindigkeit, Werkzeugeigenschaften — und ihren Einfluss auf die Qualität der Endprodukte analysiert. Somit wissen die Prozesstechniker, auf welche Parameter sie genau achten müssen, um eine möglichst hohe Qualität sicherstellen zu können.“ Nach dem Bachelor-Abschluss wird Sumereder seine berufliche Karriere bei Fill weiter forcieren. „Wenn in zwei Jahren der LCW-Masterstudiengang angeboten wird, möchte ich eventuell wieder ins Studium einsteigen“, so Sumereder.