Campus WelsTechnik & Angewandte Naturwissenschaften

Berufspraktikum

Das FH-Studium "EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik" zeichnet sich durch die praktische Anwendung der Lehrinhalte im künftigen Berufsumfeld aus. Wichtiger Teil ist das Berufspraktikum, das im Bachelor-Studium verpflichtend vorgesehen ist. Während des mind. 10-wöchigen Praktikums wird der/die Studierende durch je eine/n Vertreter/in des Lehrkörpers und der Firma bzw. der Organisation, in der das Praktikum absolviert wird, betreut. Das Praktikum ist am Ende des 6. Semesters zu absolvieren und auch im Ausland möglich. Im Anschluss ist die abschließende Bachelor-Arbeit zu schreiben und die Bachelor-Prüfung abzulegen.

Johannes Eder

Gestaltung eines Hochleistungs-Spritzgießprozesses für Kunststoffe

Student: Ing. Johannes Eder
Unternehmen: STIWA Fertigungstechnik Sticht GmbH
Neben kontinuierlichen Verbesserungsmaßnahmen sollte die seitens der stiwa group entwickelte CI-Technik als Werkzeug für einen Hochleistungsspritzgießprozess eingesetzt werden, um die Leistungsfähigkeit und Qualität zu steigern. Am Standort in Schlangenbad wurde der Spritzgießprozess von der Granulatanlieferung bis zum fertig gelieferten Produkt grafisch dargestellt und systematisch analysiert. Zuerst wurden offensichtliche Probleme und Schwachstellen in der laufenden Produktion aufgezeigt und Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet. In weiterer Folge wurde ein Konzept erstellt, welches Lösungsmöglichkeiten durch die Anwendung der CI-Technik darstellt.

Andreas Heindl

Festlegung der optimalen Materialkombination für ein 2-K Dichtelement

Student: Andreas Heindl
Unternehmen: Poloplast GmbH & Co KG
Ziel dieses Berufspraktikums war es, für eine, von der Firma Poloplast entwickelte und patentierte Rohrverbindung eine optimale Materialkombination zu finden. Der gesuchte Werkstoff sollte für das Einsatzgebiet möglichst gut geeignet sein und im 2-Komponenten Spritzgießverfahren mit dem firmeneigenen Rohrverbindungswerkstoff einen möglichst starken Verbund eingehen. Die Werkstoffsuche, die Überprüfung der Eigenschaften und die Bewertung auf die Gebrauchstauglichkeit der Werkstoffe führten zur Auswahl zweier Werkstoffe, die das Anforderungsprofil am besten abdecken können.

Alexander Lepschi

Einfluss von Strahlung auf Compound

Student: Alexander Lepschi
Unternehmen: Borealis Polyolefine GmbH
Borealis ist eine weltweit agierende Firma, welche auf dem Gebiet der Herstellung von Polyolefinen tätig ist. Ziel des Berufspraktikums war es, den Einfluss von Strahlung mit unterschiedlichen Wellenlängen auf Compound zu testen. Das Bestrahlen während des Extrusionsprozesses bietet nur ein kurzes Prozessfenster für die Bestrahlung. Die effektive Bestrahlungsdauer für das Compound kann nur für einige Sekunden bewerkstelligt werden. Daher ist es eine schwierige Aufgabe, in so kurzer Zeit maßgebliche Veränderungen zu erreichen. Weiters wurde der Einfluss des Aggregatzustandes eines Slurrys mittels Nanopartikel auf die mechanischen Festigkeiten und rheologischen Eigenschaften eines Polypropylens geprüft.

Bernhard Plank

Hochauflösende CT-Untersuchungen an Metallen und Metall-Verbundteilen

Student: Bernhard Plank
Unternehmen: FH OÖ Forschungs- und Entwicklungs GmbH
Die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung mittels 3D-Computertomographie bekommt in Zeiten mit steigenden Produktanforderungen und verbesserten Gebrauchsanforderungen immer mehr Bedeutung. An der FH OÖ Campus Wels stehen zwei Computertomographen zur Verfügung. Innerhalb des Praktikums wurden unterschiedliche Auswertungen an verschiedenen Werkstoffen durchgeführt. Unter anderem eine Lunkerdetektion an GFK-Bauteilen, eine Probemessung an einer Sinterstrahlprobe und die 3D-Darstellung so genannter "Graphitzellen" in einer GJS-500 Bruch Probe. Umfangreiche Auswertungen erfolgten weiters bei der Charakterisierung eines HIC-Risses in Stahl und bei der Untersuchung von Oszillationsmarken sowie Porenkanälen in Stahlbrammen