Digitalisierung

Experimentelle Methoden

Digitalisierung und experimentelle Methoden

Digitalisiertes Planen und Bauen ist ein zentrales Ausbildungsmerkmal der Studiengänge Bauingenieurwesen im Hochbau. Die Wissensvermittlung erfolgt insbesondere anhand der Lehrveranstaltungsreihe „Building Information Modeling“, welche sich über alle sechs Semester des Bachelorstudiengangs erstreckt.

In weiteren Lehrveranstaltungen des Bachelor- wie auch des Masterstudiums werden branchenspezifische Ausbildungsschwerpunkte von ausgewählten Spezialist*innen unterrichtet, die aktuelles Knowhow im Hörsaal vermitteln. Die behandelten Themen umfassen unter anderem EDV-gestützte Tragwerksplanung, Gebäudetechnik & Smart Buildings, Gebäudeautomation & -simulation, Parametrisches Design, Smart Contracts, Industrialisiertes Bauen sowie Fertigungs- & Prozessautomation. Neben der Verwendung modernster Software erlernen die Studierenden auch den Einsatz spezieller Hardware wie 3D-Laserscanner zur digitalen Bestandsaufnahme oder Augmented-Reality-Systemen für die immersive Visualisierung künftiger Bauvorhaben.

Ausgezeichnete Masterarbeit

Nach meiner Matura an der HTL Ried im Bereich Maschinenbau studierte ich Bauingenieurwesen an der FH OÖ und konnte meine Diplomarbeit im Rahmen des experimentellen Forschungsprojekts „Holz-Glas-Hybridbau: Berechnungs- und Bemessungskonzepte für geklebte, schubsteife Decken- und Dachkonstruktionen“ verfassen. Meine Arbeit wurde mit dem Würdigungspreis des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet.“

BI-Absolvent DI Andreas Mairhuber

Baulabor

Das Baulabor mit seinen experimentellen Methoden ist integraler Bestandteil der baupraktischen und anwendungsorientierten Ausbildung von Bauingenieur*innen am Campus Wels.

Für mechanische Belastungen stehen hydraulische und pneumatische Prüfpressen für verschiedene Lastbereiche zur Verfügung. In Kürze wird darüber hinaus eine große Bauteilprüfanlage installiert, auf der bis zu 12m lange Bauteile mit maximal 2 MN belastet und in verschiedenen Versuchsanordnungen geprüft werden können.

Für die Messung von Verformungen können nicht nur klassische Wegaufnehmer verwendet werden, sondern auch zur 3D-Erfassung von Verschiebungen und Dehnungen.

Für bauphysikalische Untersuchungen stehen neben einer Vielzahl von Sensoren für Feuchte, Temperatur und andere Messgrößen unter anderem auch eine Wärmebildkamera und ein Blower-Door-Test für die Prüfung der Luftdichtheit von Gebäuden zur Verfügung.

Mit einem Hallraum und einem schalltoten Raum gehören auch spezielle Laborräume für akustische Untersuchungen zur Ausstattung. Je nach Raum kann die Schallabsorbtion von Einrichtungsgegenständen und Akustikelementen oder die Schallleistung von Geräten gemessen werden. Die Studierenden des Studiengangs Bauingenieurwesen im Hochbau wenden hierfür modernste Geräte, wie zum Beispiel akustische Kameras, Schalldruckpegelmessgeräte oder bauakustische Lautsprecher an.

In Versuchen zur Bodenklassifikation und zur Interaktion von Boden und Wasser werden die Fachgebiete Tiefbau und Infrastrukturbau sowie Wasserbau greifbar und verständlich gemacht.