Bauen im Klimawandel

Optimierung im Bestand

Bauen im Klimawandel - Optimierung im Bestand

Bauen im Klimawandel

Der Klimawandel wird alle Lebensbereiche und insbesondere auch das Bauwesen in vielfacher Hinsicht beeinflussen, auch deshalb, als dass das Bauwesen eines der größten Emittenten von Treibhausgasen ist und ihr damit eine maßgebliche Rolle zur Bewältigung des Klimawandels zukommt.

Zum einen sind Themen wie Ressourcenverbrauch, nachhaltige Baustoffe, Lebenszyklusbetrachtung für die Ausbildung zukünftiger Bauingenieur*innen von besonderer Bedeutung, zum anderen wird die Frage einer notwendigen Klimaresilienz in unserer gebauten Umwelt in den nächsten Jahren schlagend: Wie muss geplant, bemessen und ausgeführt werden, damit Hochwasserereignissen, Hitzeperioden und Unwetterereignissen in Zukunft besser standgehalten werden kann? Welche technischen Lösungen müssen heute entwickelt werden, damit wir auf die bereits jetzt stattfindenden und zukünftig verstärkt auftretenden Klimaveränderungen in unserer Umwelt reagieren können?

Im Zuge einer Vielzahl von Lehrveranstaltungen beschäftigen sich die Studierenden des Bachelor- und Masterstudiengangs mit den Themen Klimawandel und Ressourcenschonendes Bauen, Bauphysik und Bauökologie, Gebäudetechnik und Gebäudeautomation, um sich sowohl Grundlagen als auch vertiefte Spezialkenntnisse für das Bauen der Zukunft anzueignen.

Optimierung im Bestand

Hinsichtlich einer aufgrund der Klimaziele geforderten Limitierung des Energieverbrauchs von Neubauten liegen praktikable technische Lösungen vor. Die weitaus wichtigere Aufgabe wird sein, wie der umfangreiche Altbaubestand ertüchtigt werden kann, damit auch in diesem großen Gebäudesegment die Erfüllung der Klimaziele gelingen wird. Auch die Forderung des Zurückfahrens des exorbitanten Flächenverbrauches kann nur durch die intensivere Beschäftigung mit innovativen Umnutzungskonzepten für den oftmals leerstehenden Altbaubestandes erfolgen. Auch hier sind zukünftige Bauingenieur*innen gefordert, ökologische, technische und auch wirtschaftliche Lösungen zur Adaptierung des Gebäudebestandes für den Klimawandel zu entwickeln.

Expert*innen aus der Bauwirtschaft vermitteln die erforderlichen Grundkenntnisse zum Bauen im Bestand und erarbeiten mit den Studierenden anhand konkreter Projekte und im Rahmen von Exkursionen Spezialwissen für den praktischen Einsatz. Im Bachelorstudiengang ist der Optimierung im Bestand sogar eine eigene Wahlfachgruppe gewidmet.

„In meiner Bachelor- und Diplomarbeit habe ich mich mit der Radonbelastung im Neu- und Bestandsbau beschäftigt. Radon ist die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Dieses Edelgas kommt in der Natur im Untergrundgestein und in der Erde vor. Es kann selbst durch kleinste Öffnungen und Risse in Gebäudeteile eindringen und sich im Gebäude unbemerkt anreichern. Der in meiner Arbeit aufgezeigte Maßnahmenkatalog ("Bauliche und lüftungstechnische Maßnahmen zur Senkung der Radonkonzentration in der Innenraumluft") löste auch medial ein großes Echo aus.“

BI-Absolvent DI Mathias Klose