Campus WelsTechnik & Angewandte Naturwissenschaften

Forschung

Forschungsprojekte mit Fokus auf Nachhaltigkeit - Auszug

Mit etwa 250 wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und einem sehr hohen F&E-Drittmittelanteil in sechs Forschungsbereichen zählt die FH OÖ Fakultät für Technik und Angewandte Naturwissenschaften zu den forschungsstärksten technische Hochschulen im deutschsprachigen Raum.

In der Forschung & Entwicklung legt die FH Oberösterreich – ebenso wie in der Lehre – großen Wert auf Praxisbezug. Es werden vorrangig Projekte durchgeführt, welche kurz- und mittelfristig eine konkrete Anwendbarkeit in der betrieblichen Praxis versprechen. Die wissenschaftliche Qualität dieser Forschungsprojekte ist dabei hoch und entspricht internationalen Standards. Derzeit werden zahlreiche verschiedene Klein- und Großprojekte in den sechs verschiedenen Forschungsschwerpunkten Automatisierung und Simulation, Mess- und Prüftechnik, Werkstoff und Produktionstechnik, Lebensmittel- und Biotechnologie, Energie und Umwelt und Innovations- und Technologiemanagement durchgeführt. Namhafte Industrieunternehmen, wie etwa voestalpine AG, Pöttinger Landtechnik GmbH, FACC AG, Eurocopter oder KTM AG vertrauen genauso auf die Qualität der Welser Forscher*innen, wie zahlreiche Klein- und Mittelbetriebe.

Derzeit laufen ca. 230 Forschungsprojekte am FH OÖ Campus Wels. Wir präsentieren Ihnen hier einige ausgewählte Forschungsprojekte mit Fokus auf Nachhaltigkeit:

Emissionsoptimierung in der Stahlproduktion

Das K-Zentrum K1MET mit Sitz in Linz und Leoben beschäftig sich damit, metallurgische Prozesse hinsichtlich ihrer Energie- und Ressourceneffizient zu optimieren und neue metallurgische Prozesse zu entwickeln. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Verbesserung der Produktqualität insbesondere von hochfesten Stählen. Partner diese Zentrums sind unter anderem voestalpine, Primetals und Böhler sowie als Wissenschaftspartner die Montanuniversität Leoben, die JKU und die FH OÖ in Wels.

Unter der Leitung von FH-Prof. DI DDr. Christof Lanzerstorfer wird im Rahmen von K1-MET an den Emissionen im Sinterprozess geforscht. Ziel ist die Entwicklung eines besseren Verständnisses der Entstehung der Emissionen und Wärmerückgewinnung aus dem Sinterprozess. Außerdem wird an der Aufbereitung von Stäuben und Schlämmen in Hüttenwerken gearbeitet. Ein weiteres Projekt behandelt die Abgasreinigung und Kühlung von Abgasen in Hüttenwerken.

Solar Cooling 2.0

Die Umsetzung von Anlagen zur solaren Kühlung erfordert die richtigen klimatischen Voraussetzungen, Know-How, Marktkenntnis und Zugang zu den richtigen Komponenten. Das Forschungskonsortium entwickelte in diesem Projekt den aktuellen Umsetzungs-Standard von Flachkollektoren und einstufigen Absorptionskältemaschinen auf konzentrierende Kollektoren und mehrstufige Absorptionskältemaschine weiter. Die Forscher schafften damit einen Technologiesprung, wodurch die Voraussetzungen zur Umsetzung deutlich verbessert werden. Die Zielgruppe sind Großanlagen (> 500 kW Kälteleistung) in Klimazonen mit hoher Sonneneinstrahlung und Kühlbedarf (Südeuropa, naher Osten, Südostasien und südliche USA).

Grenzübergreifendes Forschungsprojekt zum Thema Wald und Gesundheit

Das Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein der Gesellschaft nimmt eine zunehmend wichtige Rolle ein. Passend zu dieser Entwicklung hat sich ein Konsortium mit insgesamt 14 Projektpartnern aus Bayern und Österreich in einem INTERREG-Forschungsprojekt unter dem Titel „Netzwerk Gesundheitstourismus Wald“ zusammengeschlossen. Ziel ist es, an nachhaltigen Ansätzen zu arbeiten, wie lokale Wald- und Naturräume gesundheitstouristisch genutzt werden können. Die FH Oberösterreich bringt mit den Studiengängen Agrartechnologie & -management (Wels) und Embedded Systems Design (Hagenberg) ihr Know-how ein. Das Forschungsteam beschäftigt sich mit der Erfassung, Dokumentation und Analyse der spezifischen wald- und naturräumlichen Gegebenheiten (insbesondere Wald und Wasser) in den Pilotregionen inklusive der Kartierung der Waldregionen mittels Drohnentechnologie. In weiterer Folge wird aus den ermittelten Daten und Schlüsselfaktoren ein ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltiges Geschäftsmodell abgeleitet und auf die spezifischen Situationen in den Pilotregionen angepasst.