Campus WelsTechnik & Angewandte Naturwissenschaften

Laborordnung PROD Fachbereich Produktionstechnik

Geltungsbereich: Alle Labors des FB-PROD
Organisation: Fachbereichsleiter, Technikkoordinator des FB, Techniker je Labor, Lehrlinge
Mitgeltende Vorschriften: Campusordnung; Brandschutzordnung; Richtlinie für das Verhalten in EDV-Räumen; Alleinarbeitsregelung; MW-Auftragsabwicklung; MW-Sicherheitsbestimmungen; Maschinensicherheitsblätter je Anlagenteil; Notfallplan Elektrounfälle;

Generelle Bestimmungen

  1. Das Betreten der Labors ist nur gemäß dem elektronischen Zugangssystem erlaubt. Dazu sind sämtliche Zugänge stets geschlossen zu halten. Die Nutzung der Labors erfolgt ausschließlich durch:

    • Angestellte des Fachbereiches Produktionstechnik;
    • Studierende nach Unterweisung(Unterschrift) durch Techniker und/oder Tutoren und unter deren Aufsicht;
    • Besucher benutzen das telefonische Rufsystem und sind stets von Techni- kern und/oder Tutoren zu begleiten.

  2. Die Hochschule haftet nicht für persönliche und materielle Schäden, die durch grob fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten entstanden sind. Ersatzansprüche gegen die Hochschule sind ausgeschlossen.
  3. Die Laborräume und deren Einrichtungen sind stets in Ordnung zu halten. Fluchtwege und Notausgänge sind gekennzeichnet und dürfen nicht blockiert oder zugestellt werden.
  4. Maßnahmen nach Beendigung der Arbeiten: Spannungsversorgung und Druckluftversorgung abschalten, Laborplatz aufräumen, Klein- und Messgeräte wieder in den entspr. Schränken verwahren, sämtliche Schränke versperren, Licht löschen, Fenster und Türen schließen.
  5. Die Rechner und PC`s, sind gemäß der „Richtlinie für das Verhalten in EDV-Räumen“ zu behandeln.
  6. Für die Reinigung des Arbeitsplatzes und der Geräte, die Entsorgung von Restmaterial und das ordnungsgemäße Wiederrückstellen der Geräte gilt das Verursacherprinzip!! Beschädigungen sind sofort dem zuständigen Techniker zu melden.
  7. Das Entfernen von Laboreinrichtungen bzw. Anlagenteilen, Einrichtungen, Messgeräten, etc. ist ohne Erlaubnis und ohne Erfassung im Entlehnsystem durch den zuständigen Techniker verboten

Personenschutz und -verhalten

  1. Jede Person ist angehalten, sich über den Standort von Feuerlöschgeräten, Erste-Hilfe-Kasten und weiterer Sicherheitseinrichtungen wie Fluchtwege zu informieren. Weiters hat jede Person in ihrem eigenen Interesse alle Vorkehrungen zu treffen, die die Unfallgefahr im Labor herabsetzen.
  2. lAlle der Sicherheit dienenden Anweisungen bzw. Maßnahmen der Techniker und Tutoren müssen befolgt bzw. unterstützt werden.
  3. Das Verlassen des Arbeitsplatzes bzw. der Übungsstation und der Aufenthalt an anderen als den vorgeschriebenen Anlagenteilen ist nicht gestattet
  4. In den Laborräumen ist Rauchen, sowie Verzehren von Speisen und Getränken nicht gestattet.
  5. Bei Arbeiten an Anlagen mit bewegten Teilen ist besonders auf eng anliegende Kleidung und Haare zu achten. Dem Anlagenbetrieb entsprechende persönliche Schutzausrüstungen sind zu verwenden.
  6. Nicht benötigte persönliche Gegenstände sind an die vorhandenen Garderoben zu hängen.

Anlagenbetrieb

  1. Maschinen und Versuchseinrichtungen dürfen nur mit entsprechender Ausbildung bzw. vorheriger Einweisung durch Techniker oder Tutoren anhand der jeweiligen Maschinensicherheitsblätter und nur unter Anwesenheit einer zweiten Person im Raum betrieben werden.
  2. Vor Inbetriebnahme eines Roboters bzw. einer rotierenden Maschine hat die ausführende Person die Schalthandlung eindeutig anzukündigen und darauf zu achten, dass der Aufenthalt im Gefahrenbereich ist verboten.
  3. Automatisch arbeitende Systeme wie Roboter, dürfen nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Jene Person welche die Anlage in Betrieb nimmt, trägt dafür die volle Verantwortung.
  4. Schutzeinrichtungen, wie ua. die Trennung zwischen Automatik- und Einrichtebetrieb, dürfen weder entfernt noch unwirksam gemacht werden. Jede unnötige Berührung von Leitungen sowie ungeschützter Teile von Maschinen und Geräten ist verboten. Diesbezügliche Mängel sind zu melden.
  5. Bei Gefahr für Leben und Gesundheit von Personen sowie zur Abwendung von Sachschäden ist schnellstens ein „Not-Aus“-Drucktaster zu betätigen. Missbräuchliche Betätigung der Not-Aus-Tasters verpflichtet zu Schadenersatz und führt zum Ausschluss vom Labor.
  6. Der Auf-, Um- und Abbau von Anlagenteilen und elektrischen Schaltungen darf nur unter Einhaltung der 5 Sicherheitsregeln erfolgen:

    1. Freischalten,
    2. Gegen Wiedereinschalten sichern,
    3. Spannungsfreiheit feststellen,
    4. Erden und Kurzschließen,
    5. Benachbarte unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken! Wiederinbetriebnahme erst nach Funktionsprüfung ausschließlich durch Techniker.

  7. Schalthandlungen am zentralen Steuerpult und an der Hauptverteilertafel, sowie das Quittieren von Not-Aus-Schaltungen und das Beheben von Sicherheitsmängeln dürfen nur vom aufsichtführenden Techniker oder Tutor vorgenommen werden.

Regelungen zur Auftragsabwicklung und Sicherheit in der mechanischen Werkstätte

Die „Mechanische Werkstätte (MW)“ umfasst neben der Grundausstattung wie Werkbänke, zahlreiche elektrische Handwerkzeuge, ein MIG/MAG-Schweißgerät, sonstige Einrichtungen und fünf konventionelle Werkzeugmaschinen (Universaldrehmaschine, Universalwerkzeugfräsmaschine, Säulenbohrmaschine, Flächenschleifmaschine) mit den entsprechenden Werkzeugen.

Der verantwortliche Techniker für die MW ist Hr. Humpl, als Stellvertreter fungieren die Herren DI Hiesmayr und Hager. Bei längerfristigen Abwesenheiten erfolgt die Teilefertigung durch die Jungfacharbeiter oder den Lehrling unter der Aufsicht und mit der Unterstützung von DI Hiesmayr und Herrn Hager. Die Auftragsabwicklung steuert ebenfalls Hr. Humpl (Technikkoordinator) oder sein Stellvertreter.. Sämtliche Aufträge an die MW werden wie folgt abgewickelt:

  1. Vom Auftraggeber ist eine Zeichnung (mind. eine Handskizze) mit Angabe aller erforderlichen Materialien, Maße und Toleranzen bereit zu stellen.
  2. Der Auftrag ist mit der Auftragskoordination (Hr. Humpl oder Stv.) abzuklären. Dabei wird auch die Material- und Werkzeugbeschaffung, sowie die KST- und die Kostenzuordnung geklärt.
  3. Abstimmung und Vereinbarung des gewünschten Liefertermins aus schließlich durch die Auftragskoordination (Hr. Humpl oder Stv.) aufgrund der Auslastung von Maschinen und Mitarbeiter bzw. erforderlicher Beschaffungszeiten.
  4. Sollte ein Auftrag aus technischen oder Kapazitäts-/Termin-Gründen im Hause nicht möglich sein, erfolgt die Abwicklung der Fremdfertigung in derselben Weise wie unter 1. bis 3. Die technische Abstimmung erfolgt dann direkt zwischen der Auftragskoordination und den Lieferanten.
  5. Die Auftragserteilung hat entsprechend rechtzeitig zu erfolgen, da aus Erfahrung ab Semester-Mitte a l l e FUPs zusätzlich zu den laufenden Forschungsprojekten mit Aufträgen an die MW herantreten uns es bis zum Ende des Semesters mit großer Wahrscheinlichkeit zu Kapazitätsengpässen kommt.

Allgemeine Sicherheits-Regelungen für die MW

  • Grundsätzlich werden Arbeiten nur von MW-Technikern oder MW-Lehrling ausgeführt. Werkstättenfremde Techniker, Projektmitarbeiter oder Studenten mit entsprechender beruflicher Vorbildung (Lehre und praktische Erfahrung) können nach Überprüfung ihrer Fähigkeiten durch die Techniker der MW von diesen zu selbständigen Arbeiten an einzelnen Maschinen oder Einrichtungen unter Anwesenheit des verantwortlichen Technikers zugelassen werden. Derartige Tätigkeiten können daher nur in der regulären Dienstzeit der MW (dz.: Mo-Fr: 7:00 bis 15:00) erfolgen.
  • Werkstättenfremde Personen müssen ausdrücklich auf die Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien hingewiesen und deren Kenntnisnahme mit Unterschrift bestätigt werden. Die Anzahl der, in der MW tätigen werkstättenfremden Personen, kann von MW-Technikern aus Sicherheitsgründen, jederzeit begrenzt werden. (Empfohlen: 3 zusätzliche Personen, jedoch abhängig von den zu überwachenden Tätigkeiten auch mehr oder weniger). Die Techniker sind ermächtigt überzählige Personen aus der MW auszusperren.
  • Werkstättenfremde Personen haben nach Vollendung ihrer Arbeiten den Arbeitsplatz und alle verwendeten Werkzeuge und Einrichtungen in sauberem und geordnetem Zustand an den MW-Techniker zu übergebnen. Sachschäden sind zu melden.