Campus WelsTechnik & Angewandte Naturwissenschaften

Laborordnung ENG Fachbereich Energietechnik

Einleitung

  1. Die Laboratorien des Studienganges OET/Fachbereich Energietechnik dürfen nur nach eingehender Sicherheitsbelehrung und Unterzeichnung der folgenden Bestätigung, dass diese durchgeführt und verstanden wurde, betreten werden.
  2. Die Mitarbeiter und/oder Studierende müssen sich dabei über den Platz und die Funktion der jeweiligen Sicherheitseinrichtungen (Notdusche,Löschdecke, Feuerlöscher, Rauchmelder, Gassensoren, Not-Aus-Taster …) informieren.
  3. Essen, Trinken oder Rauchen im Labor ist nicht gestattet!
  4. Arbeiten im Labor unter Einfluss von Medikamenten und Alkohol ist verboten!
  5. Kleidung ist während der Übung in den Spinden außerhalb der Laborräume aufzubewahren.
  6. Das Arbeiten in den Labors des FB-Energietechnik ist grundsätzlich nur von MO-DO zwischen 8 und 17 Uhr und am FR von 8 bis 14 Uhr gestattet. Darüber hinausgehende Arbeitszeiten siehe Punkt 2.5.
  7. Die Computer dürfen nur im Rahmen der Laborübung verwendet werden (kein Surfen, kein Installieren von zusätzlichen Programmen).
  8. Laborbesichtigungen von Kunden, Partnern,.... dürfen nur in Anwesenheit eines OET-Mitarbeiters (oder einer Person, welcher durch den FBL eine schriftliche Genehmigung erteilt wurde) durchgeführt werden, wobei dieser Mitarbeiter dafür Sorge zu tragen hat, dass es zu keiner Verletzung der Laborordnung kommt.
  9. Die Lehrveranstaltungsleiter von Labor- und Projektveranstaltungen verpflichten sich, die Studierenden zu Beginn der Lehrveranstaltung über die Richtlinien für einen geordneten Betrieb und sicherheitsrelevante Vorschriften zu unterweisen.
  10. Die Laborordnung ist von den Benutzern zur Kenntnis zu nehmen und zu befolgen. Bei Verstoß gegen die Pflichten gemäß den vorliegenden Bestimmungen wird dem Benutzer die Arbeitserlaubnis entzogen.
  11. Den Anweisungen der jeweiligen BetreuerInnen/Vorgesetzten/Fachbereichsleiter ist unbedingt Folge zu leisten. Die Laborordnung ist von den Benutzern zur Kenntnis zu nehmen und zu befolgen!

Allgemeine Richtlinien für die Laborbenutzung

  1. Die Kenntnis dieser Vorschrift ist Voraussetzung für die Teilnahme an den jeweiligen Laborübungen.
  2. Je nach Laborbereich sind die besonderen Gefahrenquellen zum Beispiel giftige Chemikalien, Wasserstoff, Kohlenwasserstoffe, Schwefelwasserstoff, Kohlenmonoxid, potentielle explosive Atmosphären, UV- und Laserstrahlung, elektrische Ströme und Spannungen (bis 400V) oder sehr hohe Temperaturen und offene Flammen.
  3. Sämtliche Geräte und Chemikalien dürfen nur mit ausdrücklicher Erlaubnis und erst nach Einschulung durch die jeweiligen zuständigen Techniker, FBL oder eines fachlich unterwiesenen HBL, NBL sowie wissenschaftliche MitarbeiterInnen des Studiengangs OET verwendet werden.
  4. Ein Arbeiten der Studierenden in den Laboratorien darf nur im Beisein einer besonders eingeschulten Person, in der Regel der MitarbeiterInnen des Studienganges OET bzw. des Fachbereichs Energietechnik, erfolgen.
  5. Im Zuge von Projektarbeiten ist vorübergehend das Benutzen der Labors ohne Aufsichtsperson unter Berücksichtigung folgender Verhaltensregeln erlaubt:
    • Der Studierende muss sich vorher beim Fachbereichsleiter Energietechnik die Erlaubnis in schriftlicher Form einholen.
    • Sämtliche Geräte in den Labors dürfen nur nach erfolgter Einschulung durch den zuständigen Techniker bzw. Gerätebetreuer in Betrieb genommen werden.
    • Es sind die in den bei den Geräten aufliegenden Bedienungsanleitungen an geführten Handhabungen und Gefahrenhinweise zu beachten.
    • Sicherheitsrichtlinien sind zu befolgen (Laborordnung, Campusordnung, Brandschutzordnung, Notfallpläne)

  6. Am Ende einer jeden Tätigkeit sind sämtliche verwendeten Geräte an ihren ursprünglichen Platz zu stellen.
  7. Es ist darauf zu achten, dass sämtliche Messgeräte abgeschaltet sind. Die Gas-, Luft- und Wasserzufuhr ist abzudrehen.
  8. Die jeweilige Person muss ständig ein betriebsbereites Handy am Körper tra gen! Der Empfang muss vorher getestet werden. Die Notrufnummern sind auf Kurzwahl zu speichern.
  9. Diverse sich in den Labors befindlichen Versuchs- Projekt- und Übungsaufbauten dürfen keinesfalls geändert oder manipuliert werden.
  10. Es existieren Versuchseinrichtungen, die aus Gründen der Zugängigkeit für Messzwecke in nur begrenztem Umfang abgesichert werden können. Darauf ist vom Übungsleiter ausdrücklich hinzuweisen und diesen Anweisungen ist ausnahmslos Folge zu leisten.
  11. Bei Alarm, Feuer und Verletzungen sind auf der Stelle der Betreuer und gefährdete Personen zu informieren. Bei Personengefahr oder Ertönen der Alarmsirenen ist das Labor/Gebäude sofort ruhig und geordnet zu verlassen und bei der Sammelstelle auf weitere Anweisungen durch das Lehrpersonal der FH zu warten. Wenn ohne eigene Gefährdung möglich, ist der NOT-AUS-Schalter zu betätigen. Wenn es notwendig ist, umgehend qualifizierte Hilfe (Notarzt, Feuerwehr, Polizei) zu rufen.
  12. Die Gasversorgungsschränke dürfen nur durch Techniker und fachlich unterwiesene HBL geöffnet werden. Fluchtwege sind stets freizuhalten.

Umgang mit Chemikalien und Gasen

  1. Grundsätzlich darf mit Chemikalien und Gasen nur dort hantiert werden, wo entsprechende Sicherheitseinrichtungen wie Absaugungen und Gaswarnanlagen vorhanden sind! Weiters dürfen nur jene Gase und Flüssigkeiten verwendet werden, die durch die Gaswarnanlage detektierbar sind. Um das Entstehen von explosionsfähigen Atmosphären zu vermeiden ist die max. erlaubte Entnahmemenge von Gasen begrenzt (siehe spezielle Richtlinien zum jeweiligen Labor)
  2. Dazu ist IMMER die Absaugung einzuschalten, bevor die Laborübung mit Gasen bzw. Chemikalien beginnt.
  3. Beim Umgang mit Chemikalien sowie in der Nähe von Personen, die mit Chemikalien umgehen, ist eine geeignete Schutzkleidung (Arbeitsmantel, Schutzbrille, Handschuhe, …) zu tragen.
  4. Die allgemeinen und besonderen Richtlinien im Umgang mit Gefahrenstoffen sind zu beachten. Vor Verwendung von Chemikalien ist generell deren Gefahrenpotential durch Literaturstudie festzustellen (Sicherheitsdatenblätter, R&S-Sätze, Entsorgungsvorschriften). Mit Stoffen, deren Ungefährlichkeit nicht zweifelsfrei feststeht, ist so umzugehen wie mit Gefahrenstoffen.
  5. Die Sicherheitsdatenblätter befinden sich im jeweiligen Labor im Eingangsbereich sichtbar angebracht.
  6. Die Kennzeichnungspflicht gilt für die Aufbewahrung von Chemikalien in geeigneten Behältnissen während der Dauer des Experiments. Es muss ersichtlich sein, um welchen Stoff es sich handelt und wer den Stoff in Verwendung hat (Name, Ansetzdatum, …).
  7. Sämtliche verwendete Geräte sind nach dem Gebrauch nach Anweisung des Betreuers zu reinigen. Chemikalienreste sind nach Anweisung des Betreuers zu entsorgen. Nach Gebrauch sind die Chemikalien wieder an den vorgesehenen Platz zu räumen. Die Verwendung von giftscheinpflichtigen Chemikalien (alle Chemikalien die mit einem Totenkopf versehen sind, wie z.B. Hydrazinhydrat, Kaliumchromat, Phenol, Fluss-Säure etc.) ist grundsätzlich nicht erlaubt.
  8. Die Rückbrandsicherungen bei den Entnahmestellen für Wasserstoff dürfen auf keinen Fall entfernt werden.

Umgang mit elektrischem Strom

  1. Bei Arbeiten in und an elektrischen Anlagen gelten zur Vermeidung von Stromunfällen die fünf Sicherheitsregeln. Diese fünf Sicherheitsregeln werden vor den Arbeiten an elektrischen Anlagen in der genannten Reihenfolge angewandt. nach den Arbeiten werden sie in der umgekehrten Reihenfolge wieder aufgehoben.

    • Freischalten
    • Gegen Wiedereinschalten sichern
    • Spannungsfreiheit allpolig feststellen
    • Erden und kurzschließen
    • Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken.

  2. Schaltungsaufbauten müssen stets im spannungsfreien Zustand durchgeführt werden. Blanke, spannungsführende Teile sind so aufzubauen, dass ein zufälliges Berühren ausgeschlossen werden kann.
  3. Elektrische Schaltungen dürfen nicht auf Holzplatten aufgebaut werden.
  4. Elektrische Aufbauten mit Spannungen > 50V DC und 25V AC dürfen ausschließlich im direkten Beisein einer Betreuungsperson in Betrieb genommen werden.
  5. Akkumulatoren dürfen nur während der regulären Laborbetriebszeiten (MO-DO zwischen 8 und 18 Uhr und FR zwischen 8 und 14 Uhr) geladen werden. Laden nur auf nichtbrennbaren Untergründen; alle brennbaren Substanzen etc. müssen aus einem ausreichenden Umkreis entfernt werden. "High-pow-er" Akkus (Ni-Cd, Ni-MH, Li-Ion, Li-Fe, usw.) dürfen nur in enier brandsicheren Metalleinhausung (F90) geladen werden. Auf die Wahl des richtigen Ladegerätes ist zu achten! Eine persönliche Kontrolle des Ladevorgangs ca. alle 1-2 Stunden ist erforderlich!
  6. Falls eine Person in den Stromkreis gelangt bwz. bei Gefahr,dass dies eintreten könnte, ist sofort der nächstgelegen NOT-AUS-Schalter (rote Pilztaste) zu drücken. Wenn notwendig, ist schnellstmöglich qualifizierte Hilfe (Notarzt, Feuerwehr,...) zu rufen.

Unfallvermeidung und Verhalten bei Unfällen

  1. Das Manipulieren von Sicherheitseinrichtungen (z.B. Ausschalten der Alarmmelder) ist streng untersagt.
  2. Gefahrenquellen, Beschädigung von Geräten (z.B. Glasbruch), Verschütten von Chemikalien usw. sind auf der Stelle dem Betreuer zu melden.
  3. Nach Verwendung von Chemikalien, insbesondere von toxischen, sind die Hände zu waschen. Pipettieren mit dem Mund ist strengstens untersagt. Es wird empfohlen, die Hände vor dem Arbeiten mit Chemikalien mit einer Hautschutz-Creme einzureiben und Handschuhe zu tragen.
  4. Gasflaschen, unabhängig ob leer oder gefüllt, sind gegen Umfallen zu sichern.
  5. Das Transportieren von Gasdruckflaschen ist nur mit den dafür vorgesehenen Gasflaschenwagen erlaubt. Weiters ist darauf zu achten, dass die Flaschenverschlusskappe angeschraubt ist.
  6. Verletzungen (auch kleine Schnittwunden, Verbrennungen) sind auf der Stelle dem Betreuer zu melden, dieser bestimmt dann die weitere Vorgehensweise.
  7. Bei Unfällen muss Erste Hilfe geleistet werden.

    • Laut nach Hilfe rufen, Ersthelfer verständigen
    • Notruf 0144 oder 0112 oder 001-4064343 (Vergiftungszentrale)
      Wo, Was, Wie, Wer
    • Unfallort sichern, Verletzte bergen
    • Lebensrettende Sofortmaßnahmen
    • Weitere Erste Hilfe

  8. Bei Kontakt mit Chemikalien ist die betroffene Stelle sofort mit viel fließendem Wasser so zu spülen, dass ein möglichst geringer Weg am Körper von dem abfließendem Wasser zurückgelegt wird (z.B. betroffenes Auge nach unten halten,…). Bei Feuer bzw. großflächigem Kontakt mit Chemikalien ist die Notdusche zu verwenden und kontaminierte Kleidung auszuziehen.
  9. Bei Arbeiten mit oder im Bereich von hochentzündlichen bzw. explosionsgefährlichen Stoffen sind alle Zündquellen zu beseitigen. Dies sind z.B. (Feuerzeuge, Bunsenbrenner, funkenziehende Werkzeuge – Stahlwerkzeuge, Winkelschleifer usw. – Radios, Mobiltelefone, Wärmeplatten, Heizlüfter, Lötkolben). Statische Aufladung auch über die Bekleidung ist zu vermeiden.
  10. Eingeschaltete Geräte dürfen nicht ohne Anwesenheit einer Person betrieben werden. (ausgenommen sind besonders gesicherte und gekennzeichnete Dauerversuche)
  11. In der Nähe von rotierenden Maschinenteilen ist erhöhte Vorsicht geboten. Lange Haare, Krawatten, etc., sind zu schützen.
  12. Das Tragen von abstehendem Schmuck ist nicht gestattet.
  13. Es sind von Seiten der Übungsteilnehmer in ihrem eigenen Interesse alle Vorkehrungen zu treffen, die die Unfallgefahr im Labor herabsetzen.
  14. Werdende und stillende Müttern müssen dies dem jeweiligen Praktikumsbetreuer bekannt geben (Beschäftigungseinschränkung!).Grundsätzlich gilt für werdende und stillende Mütter ein generelles Laborverbot! Punktuelle Ausnahmen für einzelne Übungen sind in Absprache mit dem Fachbereichsleiter und dem Lehrveranstaltungsleiter unter Einhaltung des Mutterschutzgesetzes möglich.