Campus WelsTechnik & Angewandte Naturwissenschaften

Laborordnung CB, VT Fachbereich Chemie, Biologie und Verfahrenstechnik

Allgemeines zum Labortrakt

  • Betreten der Laborräume nur für darin Beschäftigte (KEINE GÄSTE!!!)
  • Generell sind Führungen während des Laborunterrichts zu vermeiden. Ansonsten müssen die Teilnehmer mit der notwendigen Sicherheitsausrüstung (v.a. Schutzbrille, Labormantel) ausgestattet sein. Der Führende muss dafür Sorge tragen, dass im Labor Arbeitende von Führungsteilnehmern nicht gestört werden / durch die Teilnehmer keine gefährlichen Situationen in den Labors entstehen. Er muss darauf achten, dass nichts umgeworfen, angefasst, verstellt usw. wird.
  • Jeder Lehrbeauftragte hat sich und auch die Studierenden über die Sicherheitseinrichtungen (Fluchtwege, die Platzierung der Not-Aus-Schalter, Feuerlöscher, Erste Hilfe Koffer, …) zu informieren.
  • Aufbewahrung von Tabakwaren oder Konsumierung von Lebensmitteln (auch Kaugummi) bzw. Getränken ist nur im Aufenthaltsraum (Vergiftungsgefahr) erlaubt
  • Kein Auf- und Abtragen von Kosmetika in den Labors (auch keine Handcreme!).
  • Kein Tragen von abstehendem Schmuck.
  • Zusammenbinden von schulterlangen und längeren Haaren.
  • Zusammenbinden von schulterlangen und längeren Haaren.
  • Die Sicherheitsdatenblätter aller Chemikalien befinden sich im Laborantenbüro Raumnummer (O1-015), bzw. im Forschungslabor (Bauteil B, O1-019).
  • Schwangerschaften müssen dem Studiengangsleiter, im Sekretariat und dem zuständigen unterrichtenden Lehrpersonal unverzüglich gemeldet werden. Schwangeren Frauen ist der Aufenthalt und das Arbeiten im Laborbereich grundsätzlich untersagt. Ansonsten gelten die Beschäftigungsbeschränkungen und Verbote für werdende und stillende Mütter (Grundlage: Mutterschutzgesetz § 4 & 4 a, siehe Laborordnungen - Mutterschutz)
  • Gifte dürfen nur vom Lehrpersonal nach Unterweisung ausgegeben werden. Die Entnahme ist mit Verwendungszweck, Menge, Datum und Name des Verbrauchers im Giftbuch zu protokollieren.
  • Die Laborräume O1-016, O1-017 und O1-018 sind für Arbeiten der biologischen Sicherheitsstufe 1 zugelassen.
  • Wenn Laborübungen, die in die biologische Sicherheitsstufe S1 fallen, in den oben genannten Räumlichkeiten stattfinden, ist vom Laborübungsleiter zu Beginn der Laborveranstaltung eine gesonderte Einführung abzuhalten. Diese Einführung beinhaltet die Erklärung/Definition der biologischen Sicherheitsstufe S1 und zusätzliche wichtige Punkte wie z.B. die Entsorgung der anfallenden Abfälle, das eventuell nötige Tragen von zusätzlicher Schutzkleidung (Handschuhe, Mundschutz etc.) und Aufbewahrung/Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Materialien.
  • Das Arbeiten mit giftigen, ätzenden oder gesundheitsschädlichen Arbeitsstoffen darf nur unter Aufsicht erfolgen.
  • Die Alleinarbeit mit hochentzündlichen oder explosionsgefährlichen Arbeitsstoffen ist verboten, es muss eine zweite Person in Sicht- und Rufweite sein.

Was zu Beginn des Labortages zu beachten ist

  • Taschen, Kleidung, … sind in den Spinden außerhalb der Laborräume aufzubewahren (aber: keine Dauerbelegung der Spinde!!!)
  • Planvolles und überlegtes Arbeiten ist für einen sicheren und erfolgreichen Kurs die Grundvoraussetzung! Skripten sind VOR den Übungen zu lesen, Fragen sind VOR dem Arbeiten zu klären!
  • Zu Beginn einer Laborübung werden den Studierenden Laborplätze zugewiesen, die mit Ende des Labortages zurückgegeben werden müssen (Die Vollständigkeit des Platzinventars ist von den Lehrbeauftragten zu kontrollieren).
  • Es sind von Seiten der Übungsteilnehmer in eigenem Interesse alle Vorkehrungen zu treffen, die die Unfallgefahr im Labor herabsetzen

Was im Labor beachtet werden muss

  • Verpflichtende Kleidervorschriften:

    • Tragen einer Schutzbrille in allen Labors beim Umgang mit Chemikalien
    • Tragen eines nicht brennbaren Arbeitsmantels (geschlossen) aus weißer Baumwolle
    • Tragen vorne geschlossener Laborschuhe! (Keine Flip-Flops, Sandalen und dgl.)
    • Tragen mindestens knöchellanger Hosen!

  • Von jeder Person wird ein verantwortungsbewusster, rücksichtsvoller Umgang mit Chemikalien (Gifte, Umweltschädigende Chemikalien, …) und Arbeitsgeräten verlangt - auch besondere Vorsicht beim Umgang mit brennbaren Stoffen
  • Striktes Einhalten der Arbeitsanweisungen! Keine Durchführung von Versuchen nach eigenen, "ungeprüften" Vorschriften! Versuche nie unbeaufsichtigt lassen (auch nicht in Pausen)
  • Bunsenbrenner nach Gebrauch immer abschalten (nicht auf Sparflamme)
  • Bezeichnung von verwendeten Gefäßen mit Namen, Datum und Inhaltsbezeichnung (keine unverständlichen Abkürzungen)  Der Inhalt unzureichend beschrifteter Gefäße wird entsorgt
  • Kein Heraustragen von (Glas-)Geräten, Chemikalien und Proben aus den Laborräumen ohne Aufforderung des LVA-Beauftragten (farbliche Kennzeichnung und Beschriftung beachten)
  • Elektrische Kabel, Schläuche, … nur in einwandfreiem Zustand verwenden (defektes Laborinventar dem Lehrpersonal sofort melden)
  • Kolbenhubpipetten in Pipettenständer hängen (nicht auf Labortische legen)
  • Verwendung der Computer nur für Laborübungen (kein privates Surfen, E-Mail usw.)
  • Glasbruch dem Lehrbeauftragten melden und ins Bruchheft eintragen

Abschluss des Praktikumstages

  • Reinigen aller benutzten (Glas-)Geräte- Abtrocknen mit mitgebrachter Küchenrolle (Geschirrspüler nur auf Veranlassung des jeweiligen Laborleiters benützen)
  • Weisungsgemäßes Entsorgen von Abfällen (Sammelbehälter für org. Abfälle, Schwermetallabfälle)
  • Zurückstellen sämtlicher verwendeter Geräte und Chemikalien an ihren ursprünglichen Platz
  • Zum Aufbewahren und weiterverwenden hergestellter Lösungen sind geeignete mit Schraubverschluss verschließbare Gefäße zu benutzen und ordnungsgemäß zu beschriften Der Inhalt unzureichend beschrifteter Gefäße wird entsorgt.
  • Abdrehen von Gas- und Wasserzufuhr, sowie von strombetriebenen Geräten bei Verlassen des Labors.
  • Rückgabe des Laborplatzes im einwandfrei gereinigten Zustand und mit vollständigem Inventar (keine Glasgeräte, … befinden sich außerhalb des Laborplatzes)
  • Absperren des Laborplatzes nach Kontrolle durch den Lehrbeauftragten
  • Zusammenräumen und säubern des Wägeraumes.
  • Am Ende jedes Labortages sind bei den Laborübungen Mikrobiologie und Biotechnologie zur Vermeidung der Exposition die Entsorgungsbeutel zu sammeln und zu autoklavieren.

Was passiert bei Unfällen? Wie können Unfälle vermieden werden?

Maßnahmen bei Unfällen

  • Für Schäden aller Art, die durch Fahrlässigkeit seitens der an den Übungen teilnehmenden Studierenden auftreten, wird keinerlei Haftung übernommen
  • Bei Unfällen oder beim Verschütten von Chemikalien ist sofort das Lehrpersonal zu informieren
  • Bei Verletzungen ist im Zweifelsfall immer die Rettungzu informieren (144: Wer, Was, Wo?)
  • Bei unkontrolliertem Feuerausbruch: "Es brennt bei ..."
  • sofortige Verständigung des Lehrpersonals
  • Verlassen des Labors (wenn keine gegenteiligen Anweisungen erfolgen) über den Fluchtweg
  • Brennende Personen mit Löschbrause oder Löschdecke sofort löschen; weitergehende Bekämpfungsmaßnahmen werden durch die Aufsicht eingeteilt/veranlasst

Unfallvermeidung

  • Kein Laufen, Stoßen, …. im Laborbereich
  • Kein Missbrauch von Laborgeräten (z.B. Spritzflaschen)
  • Keine Sessel zwischen den Arbeitstischen (Fluchtwege, Stolpergefahr)
  • Verantwortungsbewusster und rücksichtsvoller Umgang mit Chemikalien und Arbeitsgeräten

Alleinarbeit

  • Alleinarbeiten sind im Labor ist nur unter folgenden Voraussetzungen erlaubt:
    1. Vorankündigung beim Technikerteam über Tag und Zeitraum (zB. FUP-Arbeiten im Labor)
    2. Ein betriebsbereites Mobiltelefon im Empfangsbereich des Anbieters
    3. Notrufnummern auf Schnellwahl programmiert, keine Lautlosschaltung
  • Die Kenntnis dieser Vorschrift ist Voraussetzung für die Abhaltung bzw. Teilnahme an den jeweiligen Laborübungen und das Aufhalten im Labortrakt.