Campus WelsTechnik & Angewandte Naturwissenschaften

News/Aktuelles FH OÖ Campus Wels

Kooperationsprojekt ART:enreich: Welser Schul-klassen gestalten die Neustadt-Unterführung

Schülerinnen und Schüler aus 6 Welser Schulen erarbeiten im Projekt ART:enreich Vorschläge zur Neugestaltung der Neustadtunterführung. Das Projekt wird von der Förderschiene FFG-Talente Regional gefördert. Die Kinder wenden in zahlreichen Workshops an der FH OÖ Wels und in den Partnerunternehmen neueste Methoden in der Produktentwicklung (Innovationsmanagement, 3D-Virtualisierung, Produktionstechnik) an. Durch die Einbindung namhafter Künstler wird auch die Kreativität gefördert. Ziel dieses Projektes ist es, einerseits Forschung für junge SchülerInnen erlebbar zu machen und andererseits Gestaltungsvorschläge für die Neustadtunterführung zu gewinnen.

Dr. Andreas Rabl, Bürgermeister Stadt Wels
Künstlerische Gestaltung von Unterführungen durch Kinder und Jugendliche hat Tradition

„Die künstlerische Gestaltung von Unterführungen durch Kinder und Jugendliche hat in Wels Tradition. 2014 haben beispielsweise Welser Schüler die damals frisch sanierte Unterführung Vogelweide mit künstlerischer Unterstützung verschönert. Einige der damaligen Beteiligten, wie etwa das Integrative Schulzentrum (ISZ) oder Künstler Klaus Krobath, sind auch beim aktuellen Kooperationsprojekt ART:enreich wieder mit dabei.

Neben dem erwähnten ISZ nehmen diesmal auch der Kindergarten, die Volksschule und die Neue Mittelschule Neustadt sowie das Brucknergymnasium und die HAK 2 teil. Die Dienststelle Schule, Sport und Zukunft versucht noch Jugendliche aus den städtischen Jugendbüros einzubinden. Außerdem leistet sie beim Projekt bei offenen Fragen wertvolle Vermittlungsarbeit zwischen den Teilnehmern und den zuständigen Stellen der Stadt, wie etwa Bau-, Gewerbe- und Verkehrsrecht oder Städtische Dienstleistungen.

Im Namen der Stadt bedanke ich mich bei allen Beteiligten für ihr Engagement beim Projekt ART:enreich. Ich bin überzeugt, dass durch diese Vernetzung von Schulen, Kunst, Fachhochschule und Wirtschaft auch die Unterführung Neustadt in neuem Glanz erstrahlen wird. Zu hoffen ist, dass die Arbeiten der Schüler möglichst lange unversehrt zu bestaunen sind und nicht durch sinnlose Schmieraktionen verunstaltet werden.“

FH-Prof. DI Dr. Gernot Zitzenbacher,
Projektkoordinator, Vize-Dekan FH OÖ Fakultät Wels
Innovationsprozess für Kinder und Jugendliche erlebbar machen


Das Projekt Art:enreich in Wels ist so konzipiert, dass man den strukturierten Design-, Innovations- und Herstellungsprozess von der Idee bis zum fertigen Produkt für Kinder und Jugendliche erlebbar macht. Mit modernen Methoden des Design Thinkings und unter Einbindung eines virtuellen Raums wird in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden schulischen Bildungseinrichtungen eine Workshopreihe entwickelt und durchführt, die das Ziel hat, die aus den Workshops erhaltenen Designs, Ideen oder Produkte zu visualisieren und in einem virtuellen Raum entstehen zu lassen. Ausgewählte Projekte sollen später in Zusammenarbeit mit den beteiligten Unternehmen in die Realität umgesetzt werden. Eine Besonderheit liegt dabei darin, dass bildende Künstler im Projekt eingebunden sind und aus einer offenen, künstlerischen Herangehensweise in diesen Designprozess eingreifen.

Beteiligte Einrichtungen:

  • FH OÖ: Innovations- und Produktmanagement (Campus Wels), Entwicklungs-ingenieurIn Metall und Kunststofftechnik (Campus Wels), Playful Interactive Environments (Campus Hagenberg)
  • Kunststoff-Cluster Oberösterreich, Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH
  • Austria Plastics GmbH
  • ARGE Bildender Künstler
  • FMT Ferro Technik GmbH
  • Jugendreferat der Stadt Wels
  • Trotec Laser GmbH
  • ISZ Adolf Schärf Schule
  • KIGA Neustadt
  • BRG Brucknerstraße
  • VS 6 Neustadt
  • NMS Mozartschule Wels Neustadt
  • HAK 2 Wels


Renate Pyrker, Geschäftsführerin Austria Plastics GmbH
Ing. Wolfgang Bohmayr, Leitung Kunstoff Cluster OÖ
Kinder und Jugendliche auf unkonventionellen Wegen
für Technik begeistern


„Der Technikermangel ist aktuell eine große Herausforderung für Wirtschaft und Industrie. Um Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern, müssen unkonventionelle Wege eingeschlagen werden. Das Projekt ART:enreich zum Beispiel verbindet Kreativität und bildende Kunst mit modernster Technik“, so Ing. Wolfgang Bohmayr, Leiter des Kunststoff-Clusters Oberösterreich der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria.

„Die Kinder und Jugendlichen erleben den Design-, Innovations- und Herstellungsprozess von der Idee bis zum fertigen Produkt. Spielerisch wird ihre Neugier für Fertigungstechnologien geweckt. Zudem wird eine Früherkennung der Talente gefördert“, ergänzt Renate Pyrker, Geschäftsführerin der Austria Plastics GmbH.

Für die Betriebe und den Forschungsstandort in und um Wels ist das das beste Marketing, um junge Menschen für Technik zu begeistern. Es wird auch ein Prozess entwickelt, der es anderen Städten oder Regionen erlaubt, durch Kreativität und Design Kinder und Jugendliche an das Thema Technologie heranzuführen.

Werner Brandl, Geschäftsführer FMT Ferro Technik GmbH
Mit ersten Erfahrungen aus der Praxis fürs Leben lernen


„FMT Ferro Technik ist in der Metall Be- und Verarbeitung tätig und bildet auch im eigenen Betrieb Lehrlinge aus. Dem Eigentümer, Johann Christof, ist es ein besonderes Anliegen Jugendliche für handwerkliche Berufe und deren Werte zu begeistern. Die Realisierung eines Projektes, erste Erfahrungen zu sammeln und fürs Leben aus der Praxis zu lernen ist es, warum FMT dieses Projekt mit begleitet und unterstützt.“

Dr. Sybille Simon, Leitung Applikations Labor, Trotec Laser GmbH
Künstlerische Gestaltung von Unterführungen


Trotec als Teil der Trodat Trotec Group fördert und unterstützt bereits das technische Interesse von Kindern und Jugendlichen bei der Kinderuni und bei der Langen Nacht der Forschung. Daher war es für uns naheliegend, auch hier dabei zu sein.

Trotec bietet begleitete Workshops für Kleingruppen im Alter von 10 - 18 Jahren in unserem Applikationslabor im Ausmaß von jeweils 2 Tagen an.

Die Themenschwerpunkte sind:

  • Durchführung von Materialtests zur Ermittlung der optimalen Laserparameter
  • Schneiden, Gravieren und Beschriften der Projekt Ergebnisse mit unseren Lasersystemen, angeleitet von unseren Applikateuren.
  • Blick hinter die Kulissen bei einem Firmenrundgang


Klaus Krobath, freischaffender Künstler und Kulturbeirat der Stadt Wels
Kunst wird zur Wissensform


An der Schnittstelle zur Lebenswelt zielt das Projekt ART:einreich darauf Beteiligungsformen zu entwickeln, die zur Selbstbestimmung und Gestaltungsfähigkeit anregen, um den Demokratiedefiziten einer reizüberfluteten Konsumgesellschaft mit kreativer Kraft entgegen zu wirken.
Ich möchte mit diesem Projekt einen konstruktiven Beitrag leisten, wo man erkennt, dass Kunst immer mehr zu einer Wissensform wird: zu einem Medium des Erkennens, Erkundens und des Veränderns der Welt.
Intern, im transdisziplinären Dialog mit den Wissenschaften, der Wirtschaft und der Politik, verlangt die Einbeziehung der Wissensform Kunst natürlich ein Maß an Offenheit, das gerade in institutionellen Zusammenhängen gewiss nicht ohne weiteres zu erwarten ist. Sie erfordert, dass alle Beteiligten sich auf Prozesse einlassen, die ergebnisorientiert sind und zugleich ergebnisoffen, die aber auch die außerkünstlerischen Akteure und Zusammenhänge als Teile erfassen.
Mein Wunsch ist es mit diesem Projekt kurzfristige Funktionalisierungen standzuhalten, damit bei künstlerisch mitgetragenen Forschungs-, Gestaltungs- und Kommunikationsprojekten – ob mit der Industrie, mit Schulen oder mit einer Kommune – ein wechselseitiges Inspirieren stattfinden kann, das allen beteiligte Akteuren die Augen für neue Sichtweisen öffnet. Denn wo die Bezugsfelder Kunst und Nachhaltigkeit auf Grundlage gemeinsamer Fragestellungen gemeinsam experimentieren, wachsen die Chancen dafür, dass man sich in kritisch-kooperativer Reibung aneinander aus den jeweils eigenen Verengungen löst, sodass schließlich beide Seiten daraus Entwicklungsimpulse empfangen.

Mag.art Michael Heindl, freischaffender Künstler
Vielzahl an Personen, Institutionen und Betrieben in Entwicklungsprozess eingebunden


Das Projekt „Artenreich“ ist die einzigartige Möglichkeit für Wels, den öffentlichen Raum durch das bislang größte Kunstwerk der Stadt zu bereichern.
Das wesentliche Potential dieses  Kunstwerks ist es, dass es weitestgehend demokratisch entstehen soll. Dies wird durch die Vielzahl an Personen, Institutionen und Betrieben ermöglicht, die in den Entwicklungsprozess eingebunden sind.
Die endgültige Erscheinung des Werkes, wird das sichtbare Resultat einer gelungenen und notwendigen Kooperation zwischen Kunst, Wirtschaft und Stadt darstellen.

Manuela Rittenschober, Lehrerin Integratives Schulzentrum Wels
Teamgeist und Kreativität wird gefördert


In dieses Projekt sind Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen eingebunden. Ebenso arbeiten Kinder mit Sonderpädagogischen Förderbedarf begeistert mit. Der Teamgeist und die Kreativität der Kinder wird bei diesem Projekt gefördert. Den teilnehmenden Kindern werden spannende Inhalte geboten, wie zum Beispiel werden selbstentworfene Kunstfiguren mit Hilfe eines neuartigen Fertigungsprozesses mit Roboter und 3 D-Druck gestaltet. Künstler arbeiten hautnah mit den Teilnehmern. Außerdem erhalten die SchülerInnen einen Einblick in top Unternehmen von Wels. Die Kinder sind bereits sehr gespannt und freuen sich auf das Ergebnis der neugestalteten Unterführung. Ein tolles Projekt, von dem alle profitieren.

Die Projektpartner ART:enreich

Die 1b-Klasse der Neuen Mittelschule 5 bei einem Innovations-Workshop an der FH OÖ Wels.

Die 1b-Klasse der Neuen Mittelschule 5 bei einem Innovations-Workshop an der FH OÖ Wels.

Die 1b-Klasse der Neuen Mittelschule 5 bei einem Innovations-Workshop an der FH OÖ Wels.