Campus WelsTechnik & Angewandte Naturwissenschaften

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Forschungsaufenthalt in der Arktis

Im Rahmen seines Forschungsprojektes über die Nutzung von Algen die in Eis und Schnee leben war Dr. Daniel Remias im Juli für 12 Tage auf Spitzbergen. Dort in der Arktis findet man spezielle Mikroorganismen, die biotechnologisch interessante Inhaltsstoffe produzieren. Aufgrund des extremen Lebensraumes enthalten diese Lebewesen zum Beispiel viele Vitamine, Schutzpigmente und essentielle Fettsäuren. An der FH OÖ Fakultät Wels werden diese Komponenten analysiert und die Zellen für eine Nutzung in Bioreaktoren kultiviert. Da auf Spitzbergen Eisbären leben, muss bei den Beprobungen stets eine Schusswaffe zur Selbstverteidigung mitgeführt werden. Die rote Färbung der Schneeoberfläche stammt jedoch nicht etwa von Tierblut, sondern von Carotinoiden, die von den Schneealgen produziert werden.

„Wir wollen das enorme biotechnologische Potential, welches in Schneefeldern und auf Gletschern der Alpen und der Arktis schlummert, erforschen. Bislang exotische Mikroorganismen werden dann in Wels kultiviert und analysiert. Mit unseren Methoden wollen wir grundlegende zelluläre Strategien der Kälteanpassung aufklären“, erklärt Daniel Remias. Mit dem Wissen über Gefrierschutzsubstanzen könnte später die gekühlte Lagerung von Lebensmitteln oder medizintechnischen Produkten, wie zum Beispiel von Medikamenten oder Transplantaten, optimiert werden.