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Mit HighTech gegen Rost

Verzinkte Autokarosserieteile schützen heute standardmäßig vor ungewünschtem Rost. Damit die Zinkschicht das gewünschte Aussehen, Dicke und die Stahlteile den perfekten Korrosionsschutz erhalten, muss der Prozess des Verzinkens, die Vorbehandlung der Teile und der Einfluss auf die Stahlqualität genau untersucht werden. Kürzlich untersuchten Welser Material- und Verarbeitungstechnik-Studenten in einem Projekt für die OTN GmbH die Einflüsse auf den Verzinkungsprozess mit modernsten Untersuchungsmethoden und gewannen damit für das Unternehmen neue, wichtige Erkenntnisse.

Die durch Korrosion verursachten Kosten betragen mehrere Prozente des Bruttosozialprodukts eines Staates. Eine gängige Art, nicht nur Karosserieteile, sondern auch große Industrieanlagenbauteile vor Korrosion zu schützen, ist das Feuerverzinken. Dabei werden die Stahlteile in ein großes Becken mit flüssigem Zink getaucht. „Was sich sehr einfach anhört, ist aber ein Prozess hinter dem sehr viel an Know-How steckt“, berichtet Johann Nussbaumer, Geschäftsführer der OTN GmbH in St. Georgen, dem Betrieb mit dem größten Verzinkungsbad Österreichs. In diesem 15 Meter langen Bad können bis zu 30.000 Tonnen an Stahlteilen pro Jahr verzinkt werden.

In einem Projekt mit Studenten des Welser FH-Studienganges Material- und Verarbeitungstechnik wurden die verschiedenen Einflüsse auf den Verzinkungsprozess genau untersucht. Dabei kam eine ganze Serie von Hightech-Untersuchungsmethoden wie Rasterelektronenmikroskopie, Röntgenfeinstrukturanalyse und Glimmentladungspektroskopie des FH-Campus Wels zum Einsatz.

„Nur durch Verwendung von modernsten Anlagen, Prozessen und Untersuchungsmethoden kann man auf Dauer konkurrenzfähig bleiben“, ist Johann Nussbaumer überzeugt und überlegt schon die nächsten Investitionen. Im Projekt konnten ganz wesentliche neue Erkenntnisse gewonnen werden, die dem Verzinkungsunternehmen wieder einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz beschert. Folgeprojekte sind bereits in Planung.

„Gesucht werden dafür aber noch Studenten. Gerade in diesem für Oberösterreich wirtschaftlich sehr wichtigen Bereich ist die Nachfrage nach Studenten und Absolventen um vieles höher als das aktuelle Angebot“, appelliert der Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Daniel Heim an die Jugend. In den letzten Jahren haben sich im Übrigen bereits vermehrt Damen für diesen Studiengang entschieden.

Nähere Informationen zum FH-Studiengang Material- und Verarbeitungstechnik am Tag der offenen Tür (14. März 2008), unter Tel. 07242/72811-3060, sekr.mvt@fh-wels.at oder www.fh-ooe.at/mvt

 

v.li.n.re.: Peter Holzfeind, Christina Voit (beide MVT-Studenten), DI (FH) Michael Mayrböck, GF Johann Nussbaumer (beide OTN GmbH), Studiengangsleiter Prof. (FH) Dr. Daniel Heim, Tim Dommert, Harald Scharner, Klaus Preinfalk, Johannes Schneckenleitner (MVT-Studenten)