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Automatisierungstechnik-Absolvent optimiert Fronius-Batterieladegeräte

Fronius International GmbH zählt zu den internationalen Technologieführern im Bereich Schweißtechnik, Solarelektronik und Batterieladesysteme und beschäftigt mittlerweile 2000 ArbeitnehmerInnen weltweit. Der Welser Automatisierungstechnik-Absolvent DI (FH) Daniel Hofinger beschäftigte sich kürzlich in diesem renommierten Unternehmen im Rahmen seines Berufspraktikums, der Diplomarbeit und jetzt als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit der Optimierung der modernen Fronius-Batterieladesysteme.

Moderne Batterieladesysteme unterscheiden sich von herkömmlichen Geräten durch intelligentes und wirtschaftliches Laden. Ziel jedes Herstellers von Batterieladesystemen ist es, einerseits die Batterieladung so schonend wie möglich durchzuführen, um die Haltbarkeit der Batterien zu erhöhen, und andererseits die Energieverluste bei der Übertragung in die Batterie so klein wie möglich zu halten. Besonders im Optimieren der Energieverluste steckt noch ein großes Potential, dem sich der FH-Absolvent Hofinger in seinem Automatisierungstechnik-Studium widmete.

Wesentlicher Bestandteil dieser Ladesysteme ist ein Hochfrequenztransformator, der die Spannung aus der Steckdose auf die richtige Höhe für die Batterien transferiert. „Meine Aufgabe war es, den Wirkungsgrad des gesamten Batterieladesystems zu erhöhen. Dabei beschäftigte ich mich mit den physikalischen Ursachen der Enerigeverluste von Hochfrequenztransformatoren. Durch die komplexe Konstruktion ist eine rein rechnerische Optimierung nur sehr begrenzt möglich, sodass wir moderne computerunterstützte Simulationsmethoden, wie zB die Finite Elemente Methode, und verschiedene andere Messtechniken einsetzten“, erklärt Hofinger den technischen Background. Für diese hervorragende Arbeit wurde Hofinger auch für den Innovation Award FH Wels 2007 nominiert.

„Die Arbeit von Hofinger hat uns sehr viele neue Erkenntnisse für die Weiterentwicklung unserer Batterieladesysteme geliefert. Daher haben wir uns auch entschlossen, ein weiterführendes Forschungsprojekt mit dem FH-Campus Wels in diesem Bereich durchzuführen“, erklärt der Fronius-Forschungsleiter DI Heinz Hackl und fügt hinzu: „In den nächsten Jahren stocken wir unsere Entwicklungsabteilung in Thalheim von 200 auf 400 Mitarbeiter auf, sodass wir einen großen Bedarf an technischen FH-Absolventen haben werden. Wir würden uns wünschen, wenn sich noch mehr Schüler für ein technisches Studium entscheiden würden.“

Der Studiengang Automatisierungstechnik am FH-Campus Wels wurde im Übrigen in einer österreichweiten Bewertung von über 1000 heimischen Personalchefs zum besten FH-Studiengang 2007 im Bereich Technik gewählt. Diese überragende Qualität wird nicht zuletzt durch optimale Vernetzung mit den vielen innovativen Firmen Oberösterreichs erreicht.

Automatisierungstechnik bildet Studenten in den Bereichen Technik, wirtschaftliche Grundlagen und soziale Kompetenz aus und schließt mit dem Titel "Bachelor Bsc" ab. Dauer 6 Semester. Darauf aufbauend werden 4-semestrige Masterstudiengänge angeboten.

Top Jobaussichten – zu wenig Studenten!
Jetzt bewerben. Es sind noch Studienplätze frei. Nähere Infos unter Tel. 07242/72811-3010, sekr.at@fh-wels.at und www.fh-ooe.at/at .

 

DI (FH) Daniel Hofinger