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Anlagenbau-Absolvent erstellt für voestalpine ein Strategiekonzept für Schlackenkübelaustausch

Der Anlagenbau-Absolvent DI Rainer Lettner hat im Rahmen seiner Masterarbeit für die voestalpine Stahl GmbH in Linz ein technisch-kaufmännisches Realisierungskonzept für eine neue Schlackenkübel-Strategie erarbeitet.

In einem Vakuum-Umlaufverfahren werden im LD3-Stahlwerk aus dem Rohstahl Verunreinigungen und unerwünschte Gase entfernt und somit der Stahl veredelt. Bei diesem Prozess fällt als Nebenprodukt Schlacke an, welche in Schlackekübel gesammelt und an geeigneten Sammelplätzen entleert wird.

Derzeit werden in der voestalpine Stahl in Linz für diesen Prozess Schlackekübel mit 12m³ Füllvolumen verwendet. Diese Kübel wurden bis 2018/19 hauptsächlich am Konverter für den Schlacketransport verwendet, bevor sie auf ein Füllvolumen von 18m³ umgestellt wurden. „Nun war es meine Aufgabe, festzustellen, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, auch den Entleerungsprozess des Vakuum-Umlaufverfahrens mit 18 m³ Schlackekübel auszustatten“, berichtet Lettner.

„In meiner Arbeit habe ich den Prozess des Entleerens der Schlackekübel und die damit verbundenen Probleme analysiert und quantitativ sowie qualitativ bewertet. Daraus wurde eine 5-Jahresstrategie abgeleitet“, berichtet Lettner weiter. „Gemeinsam mit der Firmenprojektgruppe wurde auf Basis meiner Analysen in einem Workshop entschieden, dass in den nächsten 3 Jahren der derzeitige Prozess weitergeführt wird. Dieses Ergebnis wird vor allem mit den hohen Kosten für den Umstieg und den nicht signifikanten Verbesserungen begründet. Nach diesen 3 Jahren wird die Situation neu betrachtet und bewertet.“

DI Rainer Lettner hat sein Anlagenbaustudium im Juli 2020 erfolgreich abgeschlossen und arbeitet nun bei Primetals Technologies als Fluidengineer für Walzwerke.