Thomas Stadler

Job: Gründer und CEO des Start-ups roofSec GmbH | Studium: Controlling, Rechnungswesen & Finanzmanagement (berufsbegleitend)


Stell dich und ein Team kurz vor 

roofSec ist ein Proptech / Greentech / IoT Startup mit dem Ziel, Flachdächer besser, sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Das roofSec System erkennt Leckagen in Flachdächern, kann sie mit einer Kombination von Sensortechnik und Softwarealgorithmen lokalisieren und meldet komplett eigenständig (ohne menschliches Zutun) an den Immobilienbesitzer. Mit diesem Predictive Maintenance System sind wir bereits jetzt Technologieführer und ebnen den Weg zur Digitalisierung des Flachdaches, einem der wichtigsten und am meisten beanspruchten Bestandteile von Immobilien.

Das Gründerteam von roofSec besteht aus drei Personen: Andreas Gschwandtner und Michael Prinz sind als CTOs für Hardware- und Softwareentwicklung zuständig. Beide bringen mehrjährige Erfahrung als absolute Spezialisten in Ihrem Bereich mit. Der Dritte im Bunde bin ich, Thomas Stadler, in der Funktion des CEO. Als Spenglermeister (in bereits dritter Generation in Folge im Familienbetrieb der W.Stadler GmbH) war ich Ideengeber für roofSec und konnte neben dem bauphysikalischen Wissen auch gute Branchenkenntnisse mit einbringen.

Wie sind die Idee und das Konzept für das Startup entstanden?

Flachdächer sind in der modernen Architektur nicht wegzudenken, allerdings haben Sie nicht den besten Ruf. Leckagen sind schwer zu finden und zeigen sich manchmal erst nach Jahren, was zur Folge hat, dass bei fehlerhaften Ausführungen das ganze Dach frühzeitig erneuert werden muss. Hinzu kommen die Folgeschäden im Inneren des Gebäudes - bis hin zu Produktionsausfällen oder Schäden an Maschinen, Lagerware und Einrichtung!

Das ist einerseits schlecht für den Geldbeutel und andererseits schlecht für die Umwelt! Die Materialien könnten nämlich bis zum Ende ihrer technischen Lebensdauer noch viele weitere Jahrzehnte am Dach verweilen, so landen sie aber unnötigerweise auf einer Deponie und müssen durch neue ersetzt werden.

Das Erkennen dieser Problematik war die Basis für die Entwicklung von roofSec: Erkenne den Fehler zum Zeitpunkt des Entstehens und verhindere dadurch die gravierenden Folgeschäden!

Was genau macht euer Startup und was ist das Besondere an eurer Geschäftsidee?

Das roofSec System ist eine klassische Cross Industry Innovation zwischen Elektrotechnik (IoT, Predicitve Maintenance, Sensortechnik) und Baubranche (im speziellen die Nische Flachdach). Das Besondere daran ist, dass wir es geschafft haben, die Technik an die Variantenvielfalt, die rauen Bedingungen und die erforderliche Langlebigkeit der Baubranche anzupassen und so zu standardisieren, dass das System auf nahezu jedem Flachdach von jedem Facharbeiter eingebaut werden kann. Wir haben dadurch nicht nur ein neues Geschäftsfeld entdeckt, sondern vielmehr ein Produkt entwickelt, das wesentlich mehr ist als bloß ein weiteres „Smart-Home-Gimmick“. Das roofSec System steigert die Sicherheit, Qualität und Langlebigkeit des Daches um ein Vielfaches und hilft der Umwelt indem wertvolle Rohstoffe zu eingespart werden.

Und wo geht es hin – Wo seht ihr euch in 5 Jahren?

In den ersten 5 Jahren unseres Bestehens haben wir es geschafft, von der Idee über mehrere Iterationen hinweg ein marktfähiges Produkt zu designen, eine Kleinserie zu produzieren, Patente und Zulassungen zu erlangen. In den nächsten 5 Jahre soll das System zum fixen Bestandteil von hochwertigen Dächern im zentraleuropäischen Raum und darüber hinaus werden. Ein ambitioniertes Ziel, denn nicht oft dauert es vom Erstkontakt zum Architekten bis zur Installation am Gebäude 2 Jahre und mehr. Die Anfragen und Auszeichnungen stimmen uns jedoch positiv. Das wichtigste dabei ist durchzuhalten.

Welche wichtigen Empfehlungen oder welche Tipps würdest du Gründer*innen und Jungunternehmern mit auf den Weg geben?

Gerade in Zeiten von großer Unsicherheit, Absagen und Enttäuschungen ist es wichtig, die eigene Vision im Auge zu behalten, den eingeschlagenen Weg jedoch immer wieder zu evaluieren und notfalls zu adaptieren. Diese intrinsische Motivation gilt es auch auf die Mitarbeiter im Team zu übertragen.

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Und zum Studium: Welche Teile/Wissen aus deinem Studium haben dich bei der Erreichung deiner Karrierepläne besonders unterstützt?

Ohne das CRF Studium wäre es nie zu diesem Startup gekommen. Das intensive Auseinandersetzen mit Strategien, Innovationen, Businessplänen und das Vermitteln der benötigten Werkzeuge (bei roofSec hat im Speziellen das Target Costing einen wesentlichen Einfluss gehabt) sind absolut essentiell.

Doch auch der Druck (gerade als berufsbegleitender Student) der manchmal unerträglich erschien hat seine positiven Auswirkungen… man gewöhnt sich an das phasenweise Arbeiten bis spät in die Nacht und erfährt ein neues Level von Durchhaltevermögen, eine Eigenschaft, die in der Selbstständigkeit unbezahlbar ist.

Thomas Stadler
Team Roofsec

Roofsec CTOs Andreas Gschwandtner (li) und Michael Prinz (re) mit CEO Thomas Stadler (Mitte)