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Virtuelle Welten: Steyrer FH-Student forschte bei Szene-Guru in den USA

Thomas Fischer aus Marchtrenk bekam für ein Semester an der Missouri University of Science and Technology ein „Marshall Stipendium“ und schrieb in den USA im vergangenen halben Jahr seine Masterarbeit in „Digital Business Management“.

Dr. Keng Siau ist einer der führenden Forscher im Bereich „Information Systems“ und kann – salopp formuliert – durchaus als Szene-Guru bezeichnet werden. Und eben dieser Dr. Siau war es, der Thomas Fischer 2013 bei einer Konferenz in Gmunden einlud, ein Semester an der Missouri University of Science and Technology zu studieren und zu forschen. Eine Einladung, die der 25-jährige Student am Campus Steyr der FH Oberösterreich nicht ablehnen konnte und wollte.

„So eine Chance bekommt man als Student im Digital Business Management wohl nur einmal“, sagt Thomas Fischer. Mit einem „Marshall-Stipendium“ in der Tasche flog der Marchtrenker daher im Februar 2014 nach Missouri, um dort als „High Potential“ zu forschen und an seiner Masterarbeit zu schreiben. Betreut wurde Fischer von Dr. Keng Siau, mit Dr. Fiona Fui-Hoon Nah stand ihm in den USA eine weitere renommierte Forscherin zur Seite.

„Am Campus Steyr wird meine Masterarbeit von FH-Professor Dr. René Riedl betreut. Er ist ein österreichischer Forscher im Bereich der Information Systems und hat gemeinsam mit Dr. Fred Davis auch jene Konferenz in Gmunden organisiert, bei der ich die Forscher aus Missouri kennenlernen durfte“, erzählt Thomas Fischer, der sein Masterstudium voraussichtlich im Oktober 2014 abschließen wird. In seiner Masterarbeit beschäftigt sich der FH-Student mit virtuellen Welten, in denen man mit Hilfe sogenannter Avatare interagiert.

„Ich gehe der Frage nach, ob und wie die Forschung in diesem Bereich durch den Einsatz neurophysiologischer Methoden bereichert werden konnte. Etwa durch die objektive Messung der Herzfrequenz und der Gehirnaktivität während der Beschäftigung mit und in virtuellen Welten“, erklärt Fischer. Dessen Masterarbeit zweifelsohne von Relevanz ist. Schließlich gewinnen virtuelle Welten zunehmend an Bedeutung. Sei es im Unterhaltungsbereich (Computerspiele), in der Medizin (etwa in der Rehabilitation) oder für Simulationen im militärischen Bereich.

Der Forscherdrang von Thomas Fischer ist ob dieser Entwicklung daher noch lange nicht erschöpft. Er schließt im Herbst mit der Masterprüfung im FH/Uni-Joint-Master Studium „Digital Business Management“ sein Masterstudium ab. An der Linzer Universität will er mit dem Doktoratsstudium in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften beginnen und strebt gemeinsam mit Professor Dr. Riedl eine Projektförderung an, um eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen zu können. 

Mehr zum Studium: http://www.fh-ooe.at/dbm

Der Steyrer FH-Student Thomas Fischer mit Fiona Fui-Hoon Nah und Keng Siau. Die beiden US-Amerikaner sind renommierte Wissenschaftler im Bereich „Information Systems“ und haben in Missouri Fischer und seine Masterarbeit betreut. Foto: Privat