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Start des Ausbildungsprogramms KMU 2.0 an der FH OÖ in Steyr

Kurze Produktlebenszyklen, grenzenlose Märkte und die daraus resultierenden Änderungen im Käuferverhalten forcieren die Entwicklung kollaborativer Arbeitsmethoden mit neuen Organisationsmodellen und Führungsstrategien. Speziell KMU sind diesbezüglich gefordert. Das Ausbildungsprogramm "KMU 2.0", das nun an der FH OÖ in Steyr gestartet wurde, bildet die Unternehmen für diese Anforderungen aus. Durchgeführt werden die Qualifizierungsseminare von der FH OÖ in Steyr, Forschungsschwerpunkt "Digital Business", als Lieferant neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse Web 2.0 basierender Konzepte und Anwendungen. Die Projektverantwortung liegt bei Dr. Dietmar Nedbal. Auch Vizedekan FH-Prof. Dr. Andreas Auinger ist als Vortragender involviert. Beide beschäftigen sich seit 2007 mit diesem Themenfeld in der Forschung und in der Lehre. Kooperationspartner ist die Salzburger IT-Unternehmensberatung Cockpit-Consulting, wo man sich seit 2010 dem Thema Wissens- und Informationsmanagement in Unternehmen widmet.

In einem sechsmonatigen Ausbildungs-Zyklus werden mit drei KMU-Pilotunternehmen - BlueChip (Zell/See), SoftSolution (St. Florian) und Software Quality Lab (Linz) - Anwendungsstrategien und operative Umsetzungsmaßnahmen für den Einsatz von Web 2.0 im Unternehmen entwickelt.

Die Basis für die Entwicklung der Seminarinhalte bildete im Vorfeld die quantitative Online-Evaluierung "e-flash" bei 37 österreichischen Unternehmen: Wie werden sozialen Medien wie Xing, Facebook, Twitter und Co im Rahmen der unternehmerischen Aufgabenstellung eingesetzt? Diese Felduntersuchung bildete gemeinsam mit den aktuellen Erkenntnissen aus der Forschung den Auftakt der Seminarreihe. Dabei kam klar zutage, dass e-Collaboration keine Arbeitsform nur für Großunternehmen ist, sondern auch für mittlere und kleine Unternehmen. So gibt es beispielsweise bei der Kundenbetreuung auch bei KMU noch Verbesserungspotenziale. Ebenso im Innovationsmanagement, wo in der Praxis oft auf das verborgene Wissen der Mitarbeiter oder das Know-how von Lieferanten verzichtet wird.

In weiterer Folge werden direkt in den Unternehmen - gemeinsam mit den Mitarbeitern - die wichtigsten Prozesse hinsichtlich Effektivität und Effizienz eruiert, evaluiert und ausgewählt. Die Ergebnisse bilden dann die Grundlage für die Entscheidung wo Web 2.0 Anwendungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens sinnvoll eingesetzt werden sollen.

Diese Form der Unternehmensorganisation ist eine ganzheitliche Unternehmens-Philosophie, die auf Selbstorganisation, flache Hierarchien und Partizipation setzt. Das heißt, auch die Chefs sind gefordert. Daher nehmen diese neben ihren Mitarbeitern ebenfalls an der Seminarreihe teil. Die Seminare laufen bis Ende Dezember 2014 und werden mit Erfahrungsberichten aus den Veränderungsprozessen der Unternehmen abgeschlossen.

Das Qualifizierungsseminar "KMU 2.0" wird im Rahmen des Programms "Forschungskompetenzen für die Wirtschaft" aus Mitteln des Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) gefördert. Die Unternehmen erhalten dabei 60 der 80 Prozent der anfallenden Kosten refundiert.