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Nachhaltigkeit und Wissenstransfer als Schlüsselfaktoren im Value Chain Management

Im Rahmen der ersten internationalen Value-Chain-Management-Konferenz an der FH OÖ Fakultät für Management in Steyr referierten und diskutierten namhafte Wissenschaftler über nachhaltige Wertschöpfung in einer globalen Wirtschaft. So auch Professor Per Engelseth von der Aalesund Universität in Norwegen. Er beschäftigt sich in seiner Forschungsarbeit mit einem neuen Management-System, um Wissen und Information über die gesamte Wertschöpfungskette – vom Rohmateriallieferanten bis zum Kunden – auszutauschen. Anhand der für Norwegen wichtigen Fischindustrie zeigte er auf, wie wichtig nachhaltiges Management ist, um künftige Generationen noch ausreichend Ressourcen hinterlassen zu können.

Nachhaltiges Wirtschaften rückt bei Wissenschaft und Wirtschaft stärker in den Fokus, zumal die Ressourcen begrenzt sind und künftige Generationen noch lebenswerte Bedingungen auf dieser Erde vorfinden sollen. In Norwegen ist u.a. die Fischindustrie ein wichtiger Wirtschaftszweig, der nur durch nachhaltiges Management auch in Zukunft bestehen kann. Per Engelseth erläutert: „Es ist hier unbedingt notwendig, den Aspekt der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen, um langfristig bestehen zu können. Wenn wir die Meere leer fischen, haben wir bald überhaupt keinen Fisch mehr. Daher setzen wir auf Fischfarmen und züchten Fische gezielt für den Bedarf als Nahrungsmittel.“ Diesen Aspekt der Nachhaltigkeit integriert Engelseth in seine Forschungsarbeit.

Wissen ist mehr als Information
Per Engelseth will Value Chain Management so verstanden wissen, dass in jeder Stufe der Wertschöpfungskette auch Wert geschaffen wird, das Produkt sozusagen einen Mehrwert erhält, der auch messbar ist. Ein wichtiger Faktor für eine funktionierende Wertschöpfungskette ist der Informationsaustausch und Wissenstransfer zwischen allen Beteiligten. „Wissen ist aber deutlich mehr als reine Information“, weiß Engelseth, „denn Wissen baut sich sukzessive auf, greift auf Vorwissen zurück. Darauf basiert meine Forschungsarbeit an einem neuen Management-Modell – wie Wissen am besten zwischen allen Partnern einer Wertschöpfungskette transferiert werden kann.“

Per Engelseth, der Logistik und Marketing an der Aalesund University in Norwegen lehrt, war von der ersten Value Chain Management-Konferenz in Steyr begeistert und hat sich den nächsten Konferenztermin im Mai 2013 bereits fix in seinem Kalender vorgemerkt: „Es ist toll, wie das Verständnis einer nachhaltigen Wertschöpfung um sich greift und wie viele namhaften Kolleginnen und Kollegen dazu in Steyr vorgetragen haben. Damit besteht noch Hoffnung, dass wir unseren Kindern und Kindeskindern eine lebenswerte Welt hinterlassen können.“

Nähere Infos: www.vcm-conference.com

Per Engelseth aus Norwegen präsentierte bei der ersten Value Chain Management-Konferenz in Steyr seine Forschungsergebnisse.