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Gelebte Internationalität am FH OÖ Campus Steyr von UNO gewürdigt

9. International Week am FH OÖ Campus Steyr mit Cross-Cultural Conference


Die FH OÖ Fakultät für Management Steyr bekennt sich zur Internationalität und lebt sie auch: Die 9. International Week Anfang Mai mit der „Cross-Cultural Conference“ war die größte und erfolgreichste seit Bestehen – sowohl was die Qualität als auch die Quantität der TeilnehmerInnen anbelangt. ProfessorInnen und WissenschafterInnen aus 20 Nationen hielten rund 35 Vorträge für die Steyrer FH-Studierenden und tauschten sich bei der „Cross-Cultural Conference 2013“ über interkulturelle Themen aus. Die wissenschaftlichen Beiträge spannten einen Bogen vom interkulturellen  Management über IT-Themen bis hin zu Bildung und dem Erlernen interkultureller Kompetenzen. Sogar die UNO würdigte in einem Brief des Generalsekretärs die Veranstaltung als wertvollen Beitrag zum kulturellen Austausch in Lehre & Forschung und zu einem friedlichen Miteinander der verschiedenen Kulturen.

Höhepunkte der International Week an der FH OÖ Fakultät für Management Steyr mit Gastvortragenden aus aller Welt waren die „Cross-Cultural Conference“ mit über 80 TeilnehmerInnen (u.a. Georgien, Russland, Südkorea, Finnland, Irland) und die „International Fair“ – die multi-kulturelle Messe der Austauschstudierenden im Anschluss daran. Dekanin Prof. (FH) DI Dr. Margarethe Überwimmer berichtet stolz: „Der internationale Austausch am Campus Steyr kommt den Studierenden genauso zugute wie den Lehrenden und letztlich auch den Unternehmen. Die Vorträge der diesjährigen International Week und vor allem auch der Konferenz waren von hervorragender Qualität, wir konnten alle voneinander lernen und unser internationales Netzwerk pflegen und weiter ausbauen.“
 
„Kulturelle Intelligenz ist erlernbar“
Prof. Jacob Eisenberg (UCD Smurfit Graduate School of Business, Irland) präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse, wie man kulturelle Intelligenz fördern kann. Seine gute Nachricht: Kulturelle Intelligenz ist erlernbar. Die Herausforderung besteht jedoch darin, die kognitive Intelligenz in das richtigen Verhalten zu übertragen.
Aus Südkorea brachte Do-Yeong Kim eine Studie zur Risikobereitschaft von Chinesen, Australiern und Koreanern mit. Demnach verändert sich die Risikobereitschaft nach Teamberatung im Vergleich zur individuellen Bereitschaft bei Koreanern (sie werden risikobereiter), nicht aber bei Chinesen. Der Grund, warum sich das Verhalten der Chinesen in der Gruppe nicht verändert:
Das sogenannte „Zhong Yong“ – „Das Prinzip von Maß und Mitte“: Alle streben nach Konfliktvermeidung, Balance, Harmonie. Risikobereitschaft hat immer mit extremen Positionen zu tun – die meisten empfinden das offensichtlich als unangenehm. Die großen Unterschiede zu Korea zeigen: Asien ist nicht gleich Asien. Bei den Australiern war zu beobachten, dass Männer in Gruppen ein höheres Risiko eingingen. Auf Ebene des Individuums gab es aber keine Unterschiede in der Risikobereitschaft zwischen Männern und Frauen.
Agata Chudzicka-Czupala, Anna Lupina-Wegener und ihre Ko-Autoren stellten einen interkulturellen Vergleich zum Thema Plagiarismus an. Polnische, Schweizer und Ukrainische Studierende wurden untersucht und kulturelle Unterschiede in Bezug auf ihr “Schummelverhalten” festgestellt. Demnach sind die Schweizer am negativsten gegenüber dem Schummeln eingestellt, tolerieren es aber  am ehesten, wenn jemand von ihnen abschreibt.

Was es heißt, in einer fremden Kultur zu leben und zu arbeiten, weiß die Auslandsösterreicherin und Trainerin Mag. Elisabeth Weingraber-Pircher. Sie lebte in den letzten 20 Jahren in elf Ländern auf vier Kontinenten und brachte ihre Erfahrungen in zwei Workshops dem interessierten Publikum näher.

UNO lobt interkulturelles Engagement der FH OÖ
Diese und viele weitere Vorträge bildeten die Basis für einen regen interkulturellen Austausch, spannende Diskussionen und Networking für längerfristige Beziehungen zwischen Lehrenden und ForscherInnen der Hochschulen. Kein Wunder also, dass sogar die UNO von der Veranstaltung positiv Notiz genommen hat und sich der Generalsekretär in einem Schreiben an FH OÖ Geschäftsführer Dr. Gerald Reisinger ausdrücklich für diese Initiative bedankte.

Die Cross-Cultural Conference ist jährlicher Fixpunkt im Steyrer Konferenzkalender und wird vom Interkulturellen Managementzentrum am Studiengang „Global Sales and Marketing“ veranstaltet. Hauptverantwortliche MMag. Sophie Wiesinger freut sich über die gelungene Veranstaltung.

„International Fair“ mit internationaler Schuhplattler-Gruppe eröffnet
Den Abschluss der Konferenz bildete gleichzeitig den Auftakt zur International Fair, der Messe der Austauschstudierenden, die ihre Universitäten, Heimatländer und Kulturen präsentierten. Viel Applaus erhielt ein internationales Studententeam, das einen Schuhplatter aufs Parkett legte. Für gute Unterhaltung sorgte auch ein Videozusammenschnitt der „Kulturschock-Videos“ der „Incomings“ (wie die Austauschstudierenden in Steyr heißen). Da wurde gezeigt, wie man in Steyr Sonntage mit geschlossenen Geschäften überlebt, die hohe Kunst der Mülltrennung lernt oder mit High Heels die steilen Gassen der Altstadt bewältigt. Danach konnten die KonferenzteilnehmerInnen, die Ehrengäste aus Steyr und die Studierenden in eine bunte Welt mit Musik, sowie exotischen Speisen und Getränken eintauchen. So lebt man Interkulturalität an der FH in Steyr.

Jaroslava Krutakova, slowakische Studentin und Assistentin im International Office in Steyr, erlebte diese Woche als Höhepunkt ihres 10-monatigen Praktikums in Steyr: „Die Atmosphäre hier an der FH aber auch in der Stadt Steyr ist einmalig. Ich betreue die Studierenden, die ins Ausland gehen werden und habe auch Kontakt zu den Incomings. Von der International Week nehme ich viele positive Eindrücke mit. Gaststudenten, die zum Teil die internationalen Vortragenden begleitet haben, wollen ihr Auslandssemester unbedingt in Steyr verbringen. Das ist das schönste Kompliment für unsere Arbeit, die FH und die Stadt Steyr.“

Zur FH OÖ Fakultät für Management Steyr:

Die FH OÖ Fakultät für Management setzt mit ihren 116 Partneruniversitäten in 46 Ländern weltweit auf Internationalität in der Ausbildung. Jedes Semester verbringen rund 70 Studierende von Kanada bis Hong Kong, von Argentinien bis Ukraine und von Finnland bis Spanien ihr Auslandssemester in Steyr. Der FH OÖ Campus Steyr ermöglicht allen Studierenden ein Semester im Ausland an einer der Partneruniversitäten - mit dem Ziel, die interkulturellen Kompetenzen der Studierenden zu stärken. Fremdsprachen – Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch und Tschechisch – vermitteln „Native Speakers“. Rund 100 Lehrveranstaltungen werden bereits in englischer Sprache abgehalten. Der Bachelor- und Master-Studiengang „Global Sales and Marketing“ wird zu 100 % in Englisch angeboten.

Nähere Infos: www.fh-ooe.at/campus-steyr