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FH OÖ Campus Steyr: Mit Enterprise 2.0 auf Erfolgskurs in Wissenschaft und Wirtschaft

Steyrer Forscherteam entwickelt Methodik zur erfolgreichen Einführung von Enterprise 2.0 in Unternehmen


Der Forschungsschwerpunkt „Digital Economy“ der FH OÖ Fakultät für Management in Steyr beschäftigt sich u.a. mit der Thematik „Enterprise 2.0“ (also Wikis, Blogs, Soziale Netzwerke etc. für den Einsatz in Unternehmen). Im Rahmen eines Forschungsprojektes ist es dem Team um Prof. (FH) Dr. Andreas Auinger, Ing. Alexander Hochmeier MA und Mag. Dietmar Nedbal in Pilotprojekten gelungen, die Zusammenarbeit innerhalb und zwischen Unternehmen zu verbessern. Mit ihren Forschungserfolgen nahmen die Steyrer Forscher auch an wissenschaftlichen Konferenzen im In- und Ausland teil.

Enterprise 2.0 wird hohes Potenzial im Bereich der inner- und überbetrieblichen Zusammenarbeit und Kommunikation beigemessen. Praxisbeispiele sind im österreichischen Wirtschaftsraum aber noch selten anzutreffen. Im Zuge des Forschungsprojektes SCIM 2.0 – Effektives Supply Chain Information Management mittels Enterprise 2.0 – entwickelten Andreas Auinger, Alexander Hochmeier und Dietmar Nedbal eine neue Methodik zur Einführung von Enterprise 2.0 in Unternehmen. Ziel war es, die Erfolgswahrscheinlichkeit solcher Projekte zu erhöhen, indem sie den Menschen und nicht die Technik in den Vordergrund stellen. Das von den Bundesministerien für Wirtschaft/Familie/Jugend und Verkehr/Innovation/Technologie (BMWFJ und BMVIT) im Rahmen des Programmes COIN Cooperation & Innovation geförderte Projekt hat bereits erste Erfolge in der Praxis verzeichnen können.

Forschungsprojekt bewährt sich in der Praxis
Vor kurzem konnten zwei Pilotprojekte mit der neuen Enterprise 2.0-Methodik erfolgreich abgeschlossen werden. Beim renommierten Hersteller von Seilen, Bändern und Garnen, der Firma Teufelberger in Wels, wurde eine Plattform entwickelt, die den innerbetrieblichen Innovationsprozess und die standortübergreifende Zusammenarbeit unterstützt. Beim international erfolgreichen  Wälzlagererzeuger NKE in Steyr entstand eine Plattform, die NKE mit seinen Kunden und Lieferanten vernetzt. Relevante Informationen werden dort transparent gemacht und überbetriebliche Abläufe werden erleichtert. Mit Juli 2011 startete nun ein drittes Pilotprojekt mit Fronius International. Hierbei soll eine Social Networking Plattform entstehen, die die weltweit verteilten 400 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung vernetzt und deren Zusammenarbeit fördert.

Anerkennung bei wissenschaftlichen Tagungen
Die Koordinatoren der Pilotprojekte, Dietmar Nedbal und Alexander Hochmeier sind stolz auf den Projekterfolg: „Neben den Pilotprojekten ist es uns auch gelungen, erfolgreich wissenschaftliche Veröffentlichungen auf internationalen Konferenzen zu platzieren. U.a. haben wir das SCIM 2.0 Projekt auf der österreichischen Fachhochschulkonferenz in Wien, bei Konferenzen in Avila und Sevilla (Spanien), in Laibach (Slowenien) und in München vorgestellt.“  Die nächsten Vorträge führen das Team diesen Sommer noch in die USA auf zwei der weltweit angesehensten Konferenzen in den Bereichen Human-Computer Interaction und Informationssysteme nach Orlando (Florida) und nach Detroit (Michigan). Überdies wurde der österreichischen Wirtschaft auf dem 31. Innovationspool (Pasching) anhand konkreter Fallbeispiele aus den Pilotprojekten aufgezeigt, wie Enterprise 2.0 den Innovationsprozess unterstützen kann. Weitere Konferenzbeiträge und Veröffentlichungen sind geplant bzw. wurden bereits eingereicht.

Da Lehre und Forschung an der FH OÖ Fakultät für Management in Steyr Hand in Hand gehen, fließen die Forschungsergebnisse auch in die Lehre ein – insbesondere bei den Steyrer FH-Studiengängen „Marketing und Electronic Business“ (Bachelor) und „Digital Business Management“ (Master). „Wir wollen uns mit dem Projekt als kompetenter Partner für die Wirtschaft etablieren und unsere Studierenden mit top-aktuellen Erkenntnissen fit machen für das digitale Zeitalter“, erläutert Andreas Auinger, der an der FH in Steyr in Lehre und Forschung tätig ist.
Nähere Infos zum Projekt: research.fh-ooe.at/de/project/554

Bachelor-Studium “Marketing und Electronic Business” (MEB)
Das Bachelor-Studium „Marketing und Electronic Business“ (MEB) bietet eine breite wirtschaftliche, interdisziplinäre Ausbildung und ist DAS Studium für Management, Marketing und Internet. Das Internet wird dabei im Unternehmen erfolgswirksam und wirtschaftlich eingesetzt - beispielsweise im Vertrieb, als Werkzeug für Transaktionen im B2B-Bereich oder für die Online-Abwicklung von Marketing-Aktivitäten. MEB-AbsolventInnen besitzen dazu nicht nur das nötige fächerübergreifende Know-How, sondern auch die Sozialkompetenz und Wissen im Projektmanagement, um das Internet im Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll einzusetzen. „Marketing und Electronic Business“ wird sowohl als Vollzeit-Studium als auch berufsbegleitend an der Steyrer Fakultät für Management der FH OÖ angeboten. Es schließt nach sechs Semestern mit dem akademischen Titel „Bachelor of Arts in Business“ (BA) ab.
Nähere Informationen: www.fh-ooe.at/meb

Master-Studium “Digital Business Management” (DBM)
Digitale Medien und Technologien prägen zunehmend die Geschäftswelt. Diese verändern den Wettbewerb im „Digital Business“ und erfordern neue, innovative Geschäftsmodelle. Als „Digital Business“ bezeichnen wir die strategische Erweiterung herkömmlicher Geschäftsfelder oder deren Neugestaltung auf Basis veränderter Marktgesetzlichkeiten und -positionen. Das erste FH/UNI Master-Studium „Digital Business Management“ (DBM) beschäftigt sich mit den Besonderheiten dieses dynamischen Wettbewerbsumfelds, das geprägt wird durch zunehmende Digitalisierung der Unternehmensprozesse, neues Unternehmertum und globale Märkte, Interkulturalität, zunehmende Bedeutung der strategischen Positionierung und des Marketing, hohe Marktdynamik sowie wachsende Markttransparenz und Vernetzung.  
Nähere Informationen: www.fh-ooe.at/dbm

Die Steyrer Forscher Alexander Hochmeier (links) und Dietmar Nedbal präsentierten das SCIM 2.0 Projekt bei der InCo Conference 2011 im Gebäude des Nationalrates von Slowenien in Laibach.