Campus SteyrWirtschaft & Management

News/AktuellesFH OÖ Campus Steyr

Wall of Faces #campussteyr - Thomas Fischer über seinen Karriereweg als wissenschaftlicher Mitarbeiter zum Doktorat. Next Step: Habilitation

Thomas Fischer hat sich nach dem Studium für eine wissenschaftliche Karriere entschieden. Studiert hat er Marketing und Electronic Business sowie das FH OÖ/JKU Masterstudium Digital Business. Sein Doktoratsstudium absolvierte er an der JKU.


Berufswunsch: Universitätsprofessur
 

Thomas Fischer im Interview

Warum haben Sie sich für eine wissenschaftliche Karriere nach dem Studium entschieden?

Ich habe mich schon immer für Forschung und Erkenntnisgewinn interessiert. Am Ende meines Bachelor-Studiums (2012) hatte ich dann das Glück, dass ich von Prof. Auinger ein Job-Angebot für eine Teilzeit-Stelle in einem bestehenden Projekt im Studienverbund Digital Business bekommen habe. Seitdem arbeite als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FH.

Wie sehen ihre Karrierepläne nach dem Doktorat aus?

Ich möchte weiterhin akademisch arbeiten und strebe irgendwann eine Karriere als Universitätsprofessor an. Das bedeutet, jetzt als post doc so viel Erfahrung in Lehre und Forschung wie möglich zu sammeln, an unterschiedlichen Institutionen weltweit zu arbeiten und, wenn ich dann in den deutschsprachigen Raum zurückkehren möchte, auch die Habilitation abzuschließen als weiteren Schritt nach dem Doktorat.

3 Fragen zum Doktoratsstudium:

Die Dissertation behandelt…

…das Thema „Technostress in Organizations“. Dabei ging es darum, herauszufinden, wie man Stress der durch digitale Technologien ausgelöst wird, in Feldstudien (also Studien bei denen man direkt in einer Organisation etwas erforscht) messen kann. Insbesondere sollten dabei Messmethoden verglichen werden, die möglichst hohen Erkenntnisgehalt ermöglichen, dabei aber die Studienteilnehmer und beteiligten Forscher nicht aufgrund des Messaufwands überfordern.

Die Erkenntnis aus der Thesis ist…

…dass es nicht eine passende Methode gibt, sondern mehrere Methoden gemeinsam eingesetzt werden müssen. Vor allem Fragebögen, bei denen man die Wahrnehmung der Studienteilnehmer*innen erhebt und physiologische Messverfahren, bei denen man Stress-Reaktionen erkennt (z. B. erhöhte Herzschlagrate), sind eine geeignete Kombination für die zukünftige Forschung in diesem Bereich.

Die besondere Herausforderung war…

… bei meiner Dissertation vor allem Unternehmen zu finden, die an der Erforschung dieses Phänomens interessiert sind, da es oft nicht gern gesehen wird, wenn man den Stress der Mitarbeiter*innen und die negativen Folgen davon erheben möchte. Mittlerweile hat sich Technostress (bzw. „digitaler Stress“) aber auch zu einem Thema entwickelt, das für Unternehmen immer wichtiger wird, gerade auch jetzt im Kontext der Digitalisierungswelle, die von Corona (z. B. mit vermehrtem Home Office) angestoßen wurde.

 

Beim Rigorosum im Juni 2020, der mündlichen Abschlussprüfung des Promotionsverfahrens, verteidigte Thomas Fischer seine Doktorarbeit vor einem Konsortium bestehend aus Vizedekan der FHOÖ Prof. Dr. Riedl, Vizerektor der JKU Prof Dr. Koch und Prof. Alan R. Hevner PhD von der University of South Florida (USA).

Thomas Fischer hat am Campus Steyr Marketing und Electronic Business sowie das FH OÖ/JKU Masterstudium Digital Business studiert. Sein Doktoratsstudium absolvierte er an der JKU. Thomas Fischer ist 31 Jahre alt, kommt aus aus Marchtrenk und wohnt aktuell in Steyr.

 

Stand per Juli 2020

Thomas Fischer (re.) am Bild mit René Riedl, Vizedekan für Forschung, seinem wissenschaftlichen Mentor am FH OÖ Campus Steyr.