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#praxisnahstudieren - Staplerfreie Produktion in der ZF Steyr Präzisionstechnik

Was heißt es eigentlich #praxisnah zu studieren? Am Campus Steyr sind Unternehmensprojekte ein fixer Teil des Studiums. Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ist eine besonders gute Möglichkeit für unsere Studierenden, Unternehmen kennenzulernen, im Team zu arbeiten und Projekte umzusetzen. In unserer Serie #praxisnahstudieren stellen wir euch laufend spannende Unternehmensprojekte vor.


Lernen durch Einblicke in Unternehmen

Nicht nur die theoretische Ausbildung, sondern auch die in der Praxis realisierten Projekte machen Bildung aus und ermöglichen eine qualifizierte Basis für ein späteres Berufsleben. In diesem Sinne durften vier Studierende des Bachelor-Studiums Produktion und Management im 4. Semester in der ZF Steyr Präzisionstechnik ein Unternehmensprojekt Staplerfreie Produktion durchführen.

Ziel war es den Transport von Rohmaterial aus dem Lager in die Produktion vollkommen ohne Stapler zu gestalten und anschließend die angefangenen Behältnisse beziehungsweise das Leergut wieder zurück zu transportieren. Dafür sollten die zu transportierenden Behältnisse gänzlich auf das bereits im Unternehmen bestehenden Routenzugsystem aufgeteilt werden. Dadurch können infolge Mitarbeiter an Anlagen und Maschinen entlastet, die Arbeitssicherheit erhöht, eine Kostenreduktion erzielt und die Versorgungspolitik verbessert werden.

Transportanalyse

Sämtliche Transporte vom Rohmateriallager in die einzelnen Fertigungsbereiche der Produktion mussten unter Berücksichtigung der Gewichtsklassen und Behältergrößen ermittelt werden. Dementsprechend konnte eruiert werden, ob und in welcher Höhe Kapazitäten in Form von Bereitstellungsflächen im Lager und in der Produktion aber auch vom Routenzug benötigt werden.

Problematik bei den Transporten stellten die Behältnisse, welche schwerer als 400 kg waren und somit die Manipulation (Hin- und Her-Bewegen durch den Mitarbeiter) nur mehr bedingt ermöglichten, dar. Hierfür analysierte das Projektteam technische Hilfsmittel und deren Anforderungen.

Konkrete Umsetzung

Aus der Analyse ergab sich, dass gewisse Fertigungsbereiche besser und andere nur bedingt beziehungsweise gar nicht für eine staplerlose Versorgung von Rohmaterial geeignet sind.

Daher gestaltet sich die Umsetzung Schritt für Schritt. Ein erster Testbereich wurde bereits ausgewählt, welcher seit einigen Wochen bereits rein durch den Routenzug angedient werden kann. Außerdem wurden Bereiche ausgewählt, welche durch kleine Abänderungen der Behältergrößen - beziehungsweise der Mengen an Rohmaterial in den Behältern - in den nächsten Schritten ebenfalls ohne Stapler versorgt werden können.

„Es ist wieder ein weiterer Schritt, welcher uns näher zu unserem Ziel einer staplerfreien Produktion bringt“, fasste Projektbetreuer Huber von ZF Steyr nach der Projektpräsenation im September 2020 zusammen.

Eilmsteiner Josef, Lechner Alexander, Pfaffeneder Lukas, Mayr Fabian (von links nach rechts)