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FH-Professor Dr. Harald Kindermann entwickelt mit Energie AG innovative Heizungsplattform

Wer kennt Hei(n)zi?

FH-Professor Dr. Harald Kindermann am FH OÖ Campus Steyr, begleitete die Energie AG Oberösterreich wissenschaftlich bei der Entwicklung der digitalen Heizungs-Plattform „Hei(n)zi“. Angereichert mit Persönlichkeitsmerkmalen werden dem Heizungssuchenden die ideale Heizung samt Installateur vorgeschlagen.

„Vor zirka zwei Jahren stellte mir die Energie AG „Heinzi“ vor. Was „Heinzi“ noch brauche, sei eine Persönlichkeit, hieß es“, erinnert sich Harald Kindermann Professor an der FH OÖ Fakultät für Management in Steyr, welcher sich als Konsumentenverhaltensforscher, schwerpunktmäßig auf Werbewirkung und Entscheidungsverhalten konzentriert.  Wer oder was ist nun „Heinzi“? „Heinzi ist eine digitale Plattform im Internet, die Heizungssuchenden das richtige Heizsystem vorschlägt und sie darüber hinaus mit einem Installateur zusammenbringt“, erläutert Energie AG-Generaldirektor Werner Steinecker.

Heinzi kann mehr

Anders als bei anderen Anbietern ähnlicher Plattformen, bezieht „Heinzi“ auch Persönlichkeitsmerkmale des Kunden bei der Analyse mit ein. So werden nicht nur Energieverbrauch, Quadratmeterzahl oder Gebäudetyp erfragt, sondern auch Fragen wie: „Ist Ihnen Umweltschutz und Regionalität wichtig?“ oder „Sind Sie besonders Lärm- oder Geruchsempfindlich“. „Die Besonderheit ist, persönliche als auch technische Merkmale im Auswahlprozess zu kombinieren und zu gewichten“, so Kindermann.

Das Prognosemodell

Abgeleitet wurde das von Kindermann entwickelte Berechnungsmodell durch eine Onlinebefragung von rund 4.500 Gas- und Stromkunden der Energie AG. Dadurch konnte ermittelt werden, wie wichtig bestimmte Eigenschaften von Heizsystemen bei der Kaufentscheidung sind. „Bei über 70 Prozent der Befragten spielt eine hohe Betriebssicherheit ihrer zukünftigen Heizung eine entscheidende Rolle“, betont Kindermann und erwähnt auch Betriebskosten, Umweltschutz, Anschaffungspreis oder technische Spielereien als Kriterien bei der Kaufentscheidung.

In einem Prognosemodell, der logistischen Regressionsanalyse, gelang es dem FH-Professor die jeweiligen Kriterien zu gewichten. „Die von mir entwickelte Berechnungsformel ermittelt die Wahrscheinlichkeiten, inwieweit eine Person der jeweiligen Eigenschaft eines Heizsystems eine Bedeutung schenkt“, so Kindermann.

Innovation durch Kooperation

 „Als Lehr- und Wissenschaftsstandort ist die Fakultät für Management der FH OÖ besonders an Kooperationen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft interessiert. So entstand Heinzi als Produkt einer Kooperation der Energie AG Oberösterreich, dem FH OÖ Campus Steyr und dem Energieinstitut der JKU“, betont Heimo Losbichler, Dekan am FH OÖ Campus Steyr.

„Mit der Heizungsplattform „Heinzi“ ist nun das erste Projekt der „Soko Innovation“ auf den Markt gekommen“, so Generaldirektor Steinecker.  Anfang 2015 wurde die Sonderkommission der Energie AG ins Leben gerufen, um innovative und außergewöhnliche Projekte zu entwickeln. Steinecker: „Diese müssen nicht unmittelbar mit dem Kerngeschäft der Energie AG in Verbindung stehen, sondern sollen einfach neue Chancen aufzeigen.“ Zukünftiges Ziel sei es, alle Installateure Österreichs mit Heinzi zu verkuppeln, um sie so dem Kunden vermitteln zu können.

 

Foto: v. l.: Prof. Dr. Horst Steinmüller (JKU), Dir. DDR. Werner Steinecker (GD EAG), Dr. Gerald Reisinger und Prof. Dr. Harald Kindermann