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FH OÖ Campus Steyr: Internationales Projekt zur Barrierefreiheit im hohen Alter Kommunikationskonzept für Alters- und behindertengerechtes Wohnen

Das Thema altersgerechter oder behindertengerechter Lebensraum gewinnt enorm an Bedeutung. Der bisherige Bestand „barrierefreier Wohnungen“ entspricht nicht dem aktuellen Bedarf. Die Demographie weist eine zunehmende Alterung unserer Gesellschaft aus. Leider gibt es nur wenige Informationsstellen für Interessierte, was einen Umbau der eigenen vier Wände für Betroffene oft schwierig gestaltet. Im Zuge eines Studierendenprojektes der Fakultät für Management in Steyr – Studiengangs Prozessmanagement Business Intelligence (PMBI) – wurde kooperativ mit der Hochschule Ludwigshafen am Rhein (Deutschland), ein Kommunikationskonzept für die Gütegemeinschaft Lebensgerechte Handwerksleistungen e.V. (Deutschland) erstellt.


Jeder von uns wünscht sich, auch im höheren Alter und den damit verbundenen körperlichen Einschränkungen, das Leben in den vertrauten eigenen vier Wänden gestalten zu können. Damit eine Wohnung alters- oder behindertengerecht ist, erfordert es in der Regel häufig entsprechende Handwerksleistungen. Die Gütegemeinschaft Lebensgerechte Handwerksleistungen e. V. wurde im November 2016 in Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz gegründet, um diesen Anforderungen entgegen zu kommen und um ein kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner für alternde oder eingeschränkte Menschen sein zu können.

Im Rahmen eines Semesterprojekts machten es sich sechs Steyrer Studierende, gemeinsam mit sechs Studierenden des Studiengangs Gesundheitsökonomie der Hochschule Ludwigshafen, zur Aufgabe, den Verein in Form eines Kommunikationskonzepts zu unterstützen. Organisiert wurde das internationale Seminar von Studiengangsleiterin Prof. Eveline Häusler in Ludwigshafen und von Prof. Hubatka, Professor für Gesundheits-Marketing an der FHOÖ, in Steyr. „Das Besondere des Projekts war die Zusammenarbeit trotz großer örtlicher Entfernung“, erläutert Hubatka, der die Kooperation und internationale Zusammenarbeit unter Studierenden besonders wertschätzt. „Kommuniziert wurde in drei Teams mit je zwei Studierenden, innerhalb von fünf Präsenzveranstaltungen über die Remote-Technologie Adobe Connect“, so Hubatka.


Verbesserte Marktposition des Vereins

Durch das erarbeitete Kommunikationskonzept sollten die Unternehmens- und Kommunikationsziele festgelegt und das Geschäftsmodell des Vereins nachhaltig verbessert werden.

Die Gütegemeinschaft bietet Empfehlungen von zertifizierten Fachbetrieben zur Ausführung von individuellen Aufträgen. Dabei werden zertifizierte Handwerks-Betriebe gewissen Qualitätskriterien und Leitlinien – definiert durch die Gütegemeinschaft – unterstellt. Sie verpflichten sich zur Einhaltung dieser Kriterien und zeichnen sich so durch ein hohes service- und kundenorientiertes Handeln aus. Die Fachbetriebe kommen aus vielen handwerklichen Bereichen: Haustechnik, Fensterbau, Heizung, Sanitär, Maler oder Tischlerbetriebe geben einen Auszug aus dem Angebot.

Das Kommunikationskonzept

Ziel des Seminars war die Erstellung eines Kommunikationskonzepts für den gegründeten Verein. Die Positionierung der Gütergemeinschaft am Markt sollte dadurch nachhaltig verbessert werden. Aber auch eine professionelle Unterstützung der Mitglieder im Kundenkontakt (eingeschränkte oder alte Personen) war ein primäres Ziel.

So wurde zunächst eine Situationsanalyse durchgeführt. Eine bewährte Methode dafür sei die SWOT Analyse, erklärt Hubatka und betont: „So können Stärken und Schwächen, Chancen und Gefahren evaluiert werden.“ Die Studierenden konnten so ein auf den Markt und die Zielgruppe maßgeschneidertes Konzept erstellen. Die entwickelten strategischen Aspekte definieren zum einen das Leitbild, aber auch konkrete Vorschläge für Slogans sind enthalten. Darüber hinaus wurde in den Video-Konferenzen an einer Lösung für viele operative Punkte gearbeitet. Dabei legte die Projektgruppe Markenbotschaften für Kunden und für die Handwerksbetriebe fest. Dazu kamen noch klar definierte Aktionen pro Zielgruppe um die Botschaften des Vereins publik zu machen. Definiert wurden beispielsweise Messeaktivitäten, Pressekonferenzen, Artikel in Printmedien, Redaktionspläne für Social Media oder Informationsveranstaltungen.


Mehrwert für Handwerksbetriebe

Aufgrund der Zertifizierung von Handwerksbetrieben durch die Gütegemeinschaft soll deren Marktposition verbessert und damit auch neue Umsatz-und Beschäftigungsfelder entwickelt werden. Dazu kommt, dass auch das Vertrauen der Kunden in einen zertifizierten Handwerksbetrieb höher sein könnte, da dieser gewissen Qualitätskriterien unterliegt. 


Mehr Information:

Studiengang Prozessmanagement und Business Intelligence (PMBI):
https://www.fh-ooe.at/campus-steyr/studiengaenge/bachelor/prozessmanagement-und-business-intelligence/

 
Prozessmanagement und Business Intelligence studieren

Branchenunabhängiges Prozessmanagement in Kombination mit Qualitäts-, Risiko- und Projektmanagement sowie der Fokus auf Business Process Intelligence eröffnet vielfältige Karriereperspektiven in der Industrie, im Dienstleistungssektor und im Handel. IT- und Prozessmanagement werden ebenso behandelt wie Standardisierungen oder Projekte aus dem Qualitätsmanagement, Risikomanagement und Controlling.

Bei diesem praxisnahen Studium werden in 6 Semestern durch zwei Unternehmensprojekte, zwei Fallstudien und ein Praktikum nützliche Einblicke in Unternehmen gewährt. Ein Auslandssemester ist im 4. Semester vorhergesehen. Das Studium kann sowohl Vollzeit, als auch berufsbegleitend absolviert werden.

Studierende der FHOÖ Campus Steyr erarbeiten ein Kommunikationskonzept um barrierefreies Wohnen zu verbessern.