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CRF gewinnt Best Paper Award für innovative Forschungsarbeit

Herzliche Gratulation an Prof. Othmar Lehner, Theresia Harrer und Madeleine Quast vom Studiengang CRF am Campus Steyr. Sie reisten nach Chicago um an der Konferenz der „Academy of Management“ teilzunehmen und wurden für ihre Forschungsarbeit zum Thema “Impact Investment“ mit dem Best Paper Award in der Division „Public and Nonprofit“ belohnt.Titel des prämierten Papers: „Legitimacy and Discourse in Impact Investing: Searching for the Holy Grail“.

Die Konferenz umfasst rund 12.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt und ist in 12 Divisionen unterteilt. Das Paper wurde aus etwa 1200 Einsendungen ausgewählt. Zusammen mit dem Award als Best Paper der Division wurde die Forschung auch für den globalen Carolyn B Dexter Award als beste internationale Forschung 2018 im Management Bereich überhaupt nominiert und kam dabei in die finale Auswahl.

Impact Investing – Investment mit gesellschaftlichem Mehrwert

In dieser Forschung untersuchen die Autoren, warum der Impact Investing Markt noch nicht so funktioniert wie es möglich wäre. Unter Impact Investing versteht man das aktive Suchen nach einem gesellschaftlichen Mehrwert durch die Investoren. Dieser kann beispielsweise darin bestehen, dass durch das Zusammenspiel von technologischen Innovationen und einer Anschubfinanzierung ein neues Beschäftigungsmodell für eine benachteiligte Region gefunden wird, eine innovative Umwelttechnologie zur Marktreife und zum Einsatz gebracht wird oder nachhaltig wirtschaftende Projekte zur Förderung der Ausbildung in Entwicklungsländern finanziert werden. Ein wesentlicher Unterschied zu normalen non-profit Investitionen und Zuschüssen besteht darin dass beim Impact Investing auch die geschäftliche Seite wesentlich ist. Die Investitionen müssen teilweise auch mit Zinsen zurückgezahlt werden können, alleine durch die Aktivitäten des sozialen Unternehmens. Man spricht daher auch von Investitionen mit gesellschaftlichem Mehrwert.

Da die Investoren dabei von Anfang an neben der rationalen Messbarkeit der sozialen und umweltmäßigen Wirkung auch ein stabiles Geschäftsmodell sehen wollen, kommt es dabei zu sehr nachhaltigen Modellen die bei einer sehr guten sozialen Wirkung auch noch skalierbar und wiederholbar sind, da die Investoren ihr Geld wieder zurückbekommen. Das auf diese Art nachhaltige Wirtschaften wird dabei oft als Unternehmung für „People, Planet and Profit“ in den Medien dargestellt. In mehreren Ländern, beispielsweise in Italien, den UK oder den USA gibt es bereits eigene Rechtsformen für solcherart Unternehmen die ein hybrides Geschäftsmodell mit sozialen, umweltmäßigen und finanziellen Zielen aufweisen. Damit einher gehen oftmals steuerliche Erleichterungen und die Möglichkeit einer Kooperation mit der öffentlichen Hand in Entwicklungsprojekten. Zudem wird die Nachhaltigkeit solcher Unternehmen auch dadurch gestärkt, dass bei diesen Rechtsformen eine Ausschüttung der Gewinne nur bis zu einem bestimmten Grad möglich ist. Neben fairen Entlohnungen, und einem schönen Gewinnanteil für die Gründer werden die meisten Gewinne vorgetragen und dienen so der Erweiterung des Geschäftsmodells.

Forschungsarbeit

In der aktuellen Forschung wird nun aufgezeigt wie denn soziale und umweltmäßige Auswirkungen des Handelns gemessen und im Reporting dargestellt werden (können) und welche rhetorischen Strategien die Unternehmen verfolgen, wenn es um die Ausbalanzierung von geschäftlich/finanziellen und sozialen  Zielen bei der täglichen Arbeit geht.