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#nachgefragt: Spezialisierung wichtiges Argument für ein Masterstudium

Personalistin Sigrid Karan und Alumni-Vertreter Georg Feichtinger diskutierten mit Dekan Heimo Losbichler die Frage: „Was bringt ein Masterstudium: Karriere-Must Have oder nicht?


Sigrid Karan absolvierte zwei thematisch sehr unterschiedliche Studienrichtungen: Produktion und Management im Bachelor, danach fokussierte sie sich im Master auf die Themen Marketing und Vertrieb. Ihr war es wichtig, sich nach dem Bachelor über das Thema Produktion hinaus zu spezialisieren. Nach ihrem Einstiegsjob im Vertrieb ist sie heute im Recruiting und Personalmarketing bei ENGEL AUSTRIA. Ohne das Masterstudium wäre dieser Karriereweg nicht möglich gewesen, ist sie sich heute sicher.
 
Georg Feichtinger nutzte wie Sigrid Karan die vielfältigen Möglichkeiten des Bologna-Systems und absolvierte gleich zwei sehr unterschiedliche Bachelorstudien (BOKU und BWL), bevor er das englischsprachige Masterstudium Global Sales and Marketing in Steyr studierte. Für ihn war ebenfalls die Spezialisierung ein wichtiges Argument für einen Masterabschluss. Ein weiteres wichtiges Argument für ein Masterstudium war für beide das Thema Internationalität. Auslandssemester und interkulturelle Erfahrung durch das Miteinander mit Studierenden verschiedenster Nationen sei nicht nur für die Karriere, sondern auch für die persönliche Weiterentwicklung wichtig.
 
Aus Sicht einer Personalistin, so Sigrid Karan, kann man natürlich auch mit einem Bachelorstudium Karriere machen. Das persönliche Engagement und die Eignung sind immer ein ganz entscheidender Aspekt, man kann hier nicht generalisieren. Ein höheres Einstiegsgehalt, sowie manche Positionen - zum Beispiel im Bereich Forschung und Entwicklung - sind oftmals aber ohne Master nicht realisierbar, da auf den Grundlagen des Bachelorstudiums aufgebaut wird.
 
Nicht zu viel Zeit zwischen Bachelor und Master verstreichen lassen, ist der Tipp von Georg Feichtinger. Mit dem Arbeitsleben geht auch ein gewisser Lebensstil einher - danach wieder zum Studieren zu beginnen bedeutet auch wieder Abstriche zu machen was Freizeit oder Verdienst betrifft bei reduzierten Stunden. Die Hürde nach einer längeren Berufstätigkeit wieder zu studieren, ist sicher größer als wenn man den Master zeitnah hinten ranhängt. Als optimal bezeichnet er eine Teilzeitbeschäftigung oder Werkvertrag neben dem Masterstudium, um schon frühzeitig Berufserfahrung zu sammeln.
 
Generell kommt Studieren und Job bei Personalisten gut an, meint Sigrid Karan, es zeige auf, dass man parallel einiges unter den Hut bringen kann. Auch wird bei ENGEL der Wunsch nach einem berufsbegleitenden Studium von langjährigen Mitarbeiter*innen zum Beispiel durch Stundenreduktion unterstützt.
 
Last but not least, empfehlen beide Alumni sich vor der Wahl eines Masterstudiums wirklich ausführlich zu informieren, am besten direkt bei Studierenden und Absolvent*innen sowie bei einem der vielen Info-Events. 
 
Der #campussteyr sagt: Vielen Dank für ihre Teilnahme und den spannenden Input.   
Der Live-Talk fand am 14. April 2021 statt.

Infos gibt’s auch beim Alumni Verein der FH OÖ: https://alumni.fh-ooe.at/