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#nachgefragt: Robert Zimmerman forscht in seiner Dissertation zum Thema digitaler Einzelhandel.

Der digitale Einzelhändel hat viel Zukunft. Das Beste aus beiden Welten – klassischer Einzelhandel in Kombination mit Onlinehandel – sorgen für eine positives Kundenerlebnis. Der Weg dorthin ist für Einzelhändler allerdings sehr komplex. Eine spannende und sehr aktuelle Frage, die der 31-jährige Berliner Robert Zimmermann im Rahmen seiner Dissertation als wissenschaftlicher Mitarbeiter am #campussteyr untersucht. Ein Bericht dazu war vor kurzem in LT 1 zu sehen.

FILM AB! youtu.be/jvk6gcFWz7E


Die Kurzfassung: Im TV-Interview erzählt Robert Zimmermann, wie wichtig es ist, den Wert jedes Touchpoints entlang der Customer Journey des digitalen Einzelhandels zu kennen, und dass Einzelhändler sich dieses Wissen aneignen und nutzen müssen, um das Beste aus dem Kundenerlebnis ihrer Kunden herauszuholen, wenn sie gegenüber der ständig wachsenden Macht des E-Commerce bestehen wollen.

Mehr Infos zum Projekt gibt’s hier https://www.perform-network.eu/research-project-6/

 

Wir haben bei Robert Zimmermann #nachgefragt, warum er sich für eine wissenschaftliche Karriere entschieden hat, wie er nach Oberösterreich gekommen ist und warum sein Herz für digitales Marketing schlägt.

Wie oder was hat dich von Berlin an die FH OÖ in Steyr verschlagen und was hast du vorher gemacht?

Nach Steyr hat mich das europäischen Forschungsprojekt PERFORM gebracht (schon eine ziemliche Umgewöhnung :D). Vorher habe ich Business Administration im Bachelor und International Marketing Management im Master studiert. Beides an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Parallel zu und auch einige Zeit nach, meinem Studium habe ich in einem E-Commerce Unternehmen, der Berlin Brands Group (früher Chal-Tec GmbH), gearbeitet.

Warum hast du dich für eine wissenschaftliche Karriere nach dem Studium entschieden?

Im Job hat sich bei mir wieder der Drang nach mehr Wissen und damit zur Forschung breitgemacht. Ich wollte wissen, was hinter den Dingen steht, denen man im E-Commerce Arbeitsalltag begegnet und ganz allgemein, warum die Dinge sind wie sie sind J. Für solche Fragen ist meist kein Platz in der Wirtschaft und deswegen habe ich mich nach einer Möglichkeit umgesehen mit welcher ich diese Fragen klären könnte. Das hat mich dann zum PERFORM Projekt gebracht.  

Dein Diss-Thema klingt sehr spannend. Kannst du uns bitte etwas mehr dazu erzählen.

Gerne. Studien zeigen, dass der klassische Einzelhandel zunehmend an Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Onlinehandel verliert. Deshalb bedienen sich heutzutage viele Einzelhändler verschiedenster Tools und Techniken (sowohl online als auch offline) um ihren Kunden ein einzigartiges und dem Onlinehandel überlegenes, Einkaufserlebnis zu bieten. Allerdings werden durch die Verbindung von Online- und Offline-Erlebnissen sehr viele neue Kundenkontaktpunkte geschaffen, welche von den meisten Einzelhändlern kaum mehr zu überblicken sind. Zugleich gibt es bis heute keine Möglichkeit für Einzelhändler, den individuellen Wert all ihrer Kundenkontaktpunkte zu bestimmen. Meine Dissertation beschäftigt sich daher mit den Fragen, wie firmeneigene Kundenkontaktpunkte identifiziert, bewertet und schlussendlich gewinnsteigernd eingesetzt werden können, um die Konkurrenzfähigkeit von sogenannten digitalen Einzelhändlern gegenüber dem Onlinehandel zu stärken.