Campus LinzMedizintechnik & Angewandte Sozialwissenschaften

Lehrgangsziele

Ziel des „Fachhochschullehrgang Erlebnispädagogik“ ist es, die TeilnehmerInnen für Aufgaben im erlebnispädagogischen Kontext vorzubereiten. Aufbauend auf Vorqualifikation werden durch die Teilnahme am FH-Lehrgang die Professionalität und Handlungsfähigkeit als Erlebnispädagoge/in gesteigert.

Ziele des ersten Abschnitts:

Der/Die zertifizierte Erlebnispädagoge/in ist qualifiziert ein erlebnispädagogisches Konzept professionell und eigenverantwortlich operativ auszuführen. Er/Sie ist Auftragnehmer/in oder Angestellte/r einer Organisation, die erlebnispädagogische Konzepte und Aktivitäten beauftragt/durchführt.

Die AbsolventInnen des ersten Abschnitts haben die Kompetenz:

  • kleinere erlebnispädagogische Maßnahmen zu konzipieren
  • komplexe erlebnispädagogische Projekte auszuführen
  • Anamnesen, Bedarfseinschätzungen und Konzepte als Arbeitsgrundlagen zu verstehen und daraus resultierende Maßnahmen reflektiert umzusetzen
  • Jugendlichen in den Themen Beziehungsaufbau, Zielerarbeitung, Unterstützung bei Zielumsetzung, Umgang mit Krisen und Konflikten zu betreuen
  • Erlebnispädagogische Projekte zu administrieren (Berichtslegung, Dokumentation, Abrechnung)

Zusätzliche Ziele des zweiten Abschnitts:

Der/die akademische Erlebnispädagoge/in ist qualifiziert ein erlebnispädagogisches Konzept professionell und eigenverantwortlich strategisch, konzeptionell und gesamtverantwortlich zu planen. Im Operativen kann er/sie auch größere Projekte fachlich und organisatorisch leiten. Er/Sie ist Auftragnehmer/in oder Angestellte/r einer Institution die erlebnispädagogische Konzepte durchführen. Sein/ihre Rolle ist beispielsweise die Leitung des Fachbereichs oder eines Großprojekts.

Akademische Erlebnispädagogen/innen haben folgende zusätzliche Kompetenzen:

  • Leitungskompetenz mit Blick auf die Erstellung komplexer erlebnispädagogischer Konzepte, die organisatorische Verantwortung, das Krisenmanagement, das Finanzmanagement, die Dokumentation und Evaluation
  • Koordinationskompetenz im Blick auf Erstkontakte mit Einweisern/Jugendlichen und Eltern, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, die Annahme und Aufnahme der KlientInnen, die Aktenführung, die Einteilung/Fallvergabe der BetreuerInnen, die Kooperation mit dem allgemeinen sozialen Umfeld wie Behörden, Schulen, Ärzten, die Führung von Auswertungsgespräche mit Jugendlichen, Eltern, Behörden und Betreuern, die Durchführung von Fallbesprechungen einzeln und im Team
  • Personalkompetenz im Blick auf die Einführung neuer Mitarbeiter, die Unterstützung von Motivation und Eigenverantwortlichkeit, die fachliche Anleitung und Begleitung, die Kontrolle und Beurteilung der Arbeit, die Sorge für die Psychohygiene der Mitarbeiter, die Durchführung von Teamsitzungen und die Beauftragung von Supervision

Der Lehrgang wird in Kooperation von der „Akademie für Weiterbildung der FHOÖ“ und der Alpenverein-Akademie angeboten.