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Wem gehört die Stadt? Aktuelle Kontroversen rücken den öffentlichen Raum in den Fokus der Wissenschaft

Zwischen Disziplinieren und Ermöglichen


Lärm, Anpöbelungen und ein überbordendes Müllproblem: Die aktuelle Diskussion rund um das geplante Alkoholverbot in den öffentlichen Linzer Parks zeigt, wie wichtig es ist, den öffentlichen Raum als „Begegnungsraum für alle“ unter die Lupe zu nehmen. Eine Tagung am Campus Linz der FH Oberösterreich greift Nutzungskonflikte öffentlicher Räume auf und fragt, wem diese in Städten wie Linz gehören und welche praktischen Konsequenzen daraus folgen.

Die FH Oberösterreich veranstaltet in Kooperation mit dem Ordnungsdienst der Stadt Linz und dem Projekt ISAR der Volkshilfe am 15. September 2021 die Fachtagung mit dem Titel: „Stadt und Ordnung. Wem gehört der öffentliche Raum?“. Bürgermeister MMag. Klaus Luger wird die Veranstaltung gemeinsam mit FH-Dekan Dr. Christian Stark einleiten. Key Note Speaker ist der Institutsleiter für Soziale Arbeit und Räume an der Ostschweizer Fachhochschule, Dr. Christian Reutlinger. Er sieht den öffentlichen Raum in einem steten Spannungsfeld zwischen Disziplinieren und Ermöglichen. 

FH-Projekt gemeinsam mit Linzer Ordnungsdienst

Die FH Oberösterreich selbst steuert ihre Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „Ordnungsdienst und Sozialarbeit“ bei. Dazu stellt sie weitere sozialarbeiterische Initiativen, die Konflikten im öffentlichen Raum begegnen sollen, vor. 
Im Rahmen der Tagung stellt sich auch das Polizeiprojekt „GEMEINSAM.SICHER“ vor. Mag. Katharina Röggla, in der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Wien tätig, greift in ihrem Beitrag das Spannungsfeld zwischen Polizei und Sozialer Arbeit auf. 
Referent*innen und politische Entscheidungsträger*innen stellen sich auf dem Podium den Fragen der Tagungsbesucher*innen. Im Rahmen eines Open Space besteht anschließend die Möglichkeit, sich zu vernetzen und weitere Projekte anzustoßen. 


Der Besuch der Tagung ist kostenlos, es wird um Anmeldung unter www.fh-ooe.at/stadt-und-ordnung gebeten. Sollte die Durchführung in Präsenz aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen nicht möglich sein, wird die Veranstaltung in hybrider Form stattfinden. 
 

Die sogenannte Donaulände in Linz ist eine jener Zonen, deren Nutzung zurzeit Kontroversen auslöst | Bildnachweis: Pree privat