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Vorhang auf: FH OÖ Studierende rücken ihre Hochschule näher ans Theater

„Vielleicht kann aus einem zarten Pflänzchen eines Tages ein starker Baum werden“ – so kommentierte der Intendant des Landestheaters Linz, Rainer Mennicken, Projektergebnisse von Master-Studierenden der FH Oberösterreich in Linz zum Thema Theater. Sieben Studierende des Studiengangs „Services of General Interest“ (SGI) unter ihrem Professor Dr. Sebastian Martin arbeiteten ein Semester lang an gemeinsamen Aktivitäten, die Hörsaal und Bühne verbinden.

Immerhin 83 % der befragten MitarbeiterInnen und 79 % der Studierenden stehen einer dauerhaften Kooperation zwischen der FH Oberösterreich und dem Landestheater Linz positiv gegenüber. Erste provisorische Aktivitäten haben schon im vergangenen Semester stattgefunden. Auf Initiative von Dr. Andreas Berndt MA und Mag. Erich Georg Mayr, Stabsstellenverantwortliche an der Linzer FH-Fakultät, erprobten Mitarbeiter und Studierende mit Schauspieler Georg Bonn ihre rhetorischen und mit den Balletttänzern Ilja van den Bosch und Daniel Morales Pérez ihre körpersprachlichen Fähigkeiten.

Große Neugier auf das Theatergeschehen

Um Hörsäle, Labors und Bühne aber noch nachhaltiger zu verbinden, gossen Dr. Martin und seine Studierenden Wünsche und Anregungen in konkrete Handlungsempfehlungen. „Drei Viertel unserer Studierenden wollen inhaltliche Projekte mit dem Landestheater Linz durchführen“, hebt der Dekan der Linzer FH OÖ-Fakultät für Gesundheit und Soziales, Prof. Dr. Markus Lehner, ein interessantes Detailergebnis hervor. Anknüpfungspunkte gibt es von Managementthemen im Bereich Organisation oder Marketing über medizintechnische Bewegungsanalysen von Bühnenkünstlern bis hin zu theaterpädagogischen Ansätzen in der Sozialen Arbeit. „Auch 70 % unserer MitarbeiterInnen zeigen daran Interesse, was derartige Ideen realistisch werden lässt“, so Dekan Lehner weiter.

Faszination üben die beiden großen Spielstätten des Landestheaters, das Musiktheater am Volksgarten und das Schauspielhaus an der Promenade, auch durch ihre räumlichen Gegebenheiten aus. „Große Theaterhäuser sind mystische Orte. Der in der Befragung von Studierenden geäußerte Wunsch, ihre Sponsionen auf der Bühne zu feiern, lässt sich etwa dadurch erklären“, sagt Projektleiter Sebastian Martin. Umgekehrt kam aus den Reihen der FH-MitarbeiterInnen das Ansinnen, eine Live-Übertragung aus dem Landestheater im Hörsaal 1 des FH-Campus zu genießen.

Wie weit derartige Ideen mit der Disposition des Theaterbetriebes kompatibel sind, wird sich noch weisen. Unmittelbar geht es aber im Herbst mit den nächsten Künstlerworkshops weiter. Darauf folgen Gespräche über Sachfragen, welche die FH für das Theater bearbeiten könnte.

Auch aus der Welser Fakultät der FH Oberösterreich kam bereits Interesse an einer Kooperation mit dem Landestheater. Einige ihrer Studierenden haben auch schon an den „Pilotworkshops“ mit den KünstlerInnen des Landestheaters teilgenommen.

Drei Mitglieder des Studierendenteams präsentierten im Landestheater Linz ihren Endbericht – (v.l.n.r.) Viktoria Machanets-Kais BA, Evelyn Humer BA, Rainer Mennicken (Intendant des Landestheaters Linz), Dominik Klampferer BA, Vera Felbermair (Assistentin des Landestheater-Intendanten), Dr. Sebastian Martin (FH Oberösterreich). Bildquelle: FH OÖ (Abdruck honorarfrei)