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SMART, smart oder doch Smart?

Regional- und Stadtentwicklung soll smart sein, ein geflügeltes Wort, doch was steckt tatsächlich dahinter?

Wer nach einer allgemein gültigen Definition von smart city, smart village oder smart region sucht, wird leider enttäuscht. Bei smarten Lösungen geht es jedenfalls immer auch um Lösungen, die eine Vernetzung von Daten beinhaltet. „Es braucht aber auch das SMARTE* Management, also all das, was für die Umsetzung von smarten Projekten notwendig ist“, so Dipl.-Ing.in Désirée Ehlers, die im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie in der Abteilung für Schlüsseltechnologien für die industrielle Innovation u.a. für den Themenbereich Digitale Raumplanung zuständig ist. Unter einer Smarten Stadt, Gemeinde oder Region ist also ein ganzheitliches Konzept zu verstehen, das – unterstützt durch die IKT als Werkzeug – dazu beiträgt, nachhaltiger, grüner, effizienter und inklusiver zu werden. Digitale Zwillinge, 3D/4D Druck, Drohnen, Künstliche Intelligenz, Roboter sind nur einige der digitalen Werkzeuge, die bestehende Problemstellungen lösen helfen sollen. Eindrücklich schilderte die Expertin wie z.B. in Katastrophengebiete mit Schwarm-Drohnen Botschaften in den Himmel geschrieben oder Medikamente transportiert werden könnten, wenn keine persönliche Hilfe möglich ist. Ehlers plädiert jedoch nicht für den unreflektierten Einsatz von smarten Technologien, sondern lädt zum Querdenken ein: „einen Schritt zur Seite, einen Schritt zurück“ – um mit ein wenig Abstand und einem ganzheitlichen Blick auf die Situation zu beurteilen, was notwendig ist, um die Lebensqualität in meinem Dorf, in meiner Stadt, in meiner Region zu erhalten bzw. zu verbessern.

 

Für die vielen Impulse und Beispiele zum Thema „Smart im öffentlichen Raum“ im Rahmen der Lehrveranstaltung „Regionalentwicklung und Interkommunale Zusammenarbeit“ danken die Public ManagerInnen des Masterstudiums Gesundheits-, Sozial- und Public Management.

 

* SMART meint spezifische, messbare, aktiv beeinflussbare, realistische, terminisierte Ziele als Voraussetzungen zur konkreten Umsetzung von Projekten

Mensch & Umweltschutz stehen auch bei Smarten Dörfern, Städten und Regionen im Mittelpunkt - wie Dipl.-Ing.in Désirée Ehlers mit den Public ManagerInnen aus dem Masterstudium GSP diskutiert hat