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„Winter School“ bringt internationalen Medizintechnik-Nachwuchs nach Linz

Unter rund 70 InteressentInnen aus aller Welt wurden letztlich die besten 12 KandidatInnen ausgewählt: die erste Winter School des Medizintechnik-Departments der FH Oberösterreich in Linz legt strenge Maßstäbe an ihre TeilnehmerInnen an. Dafür erhalten die eingeladenen Studierenden ein intensives Coaching in den Bereichen Medizinische Materialien, Prothetik und Simulation in der Medizintechnik. Von Montag bis Samstag erleben die Gäste Oberösterreichs Stärken in den und abseits der Labors.


Die Themen Materialien, Prothetik und Simulation sind drei besondere Schwerpunkte der angewandten medizintechnischen Forschung und Entwicklung an der FH Oberösterreich. Den Medizintechnik-Studierenden von Unis aus Deutschland, der Schweiz, den USA, Polens, Lettlands, Spaniens, Italiens, der Türkei und Thailands werden daher mehr als nur Vorlesungen geboten. „Vielmehr machen wir aktive wissenschaftliche Arbeit in den Labors und an den Geräten. Aus diesem Grund ist auch die Teilnehmerzahl beschränkt, obwohl das Interesse die bereit gestellten Plätze rund fünf Mal überstieg“, freut sich der Leiter des Departments für Medizintechnik, FH-Prof. Dr. Martin Zauner.

„Hands on“-Methode

Die bereit gestellten Instrumente wie etwa die hochauflösenden Mikroskope mit einem Stückpreis von mehreren hunderttausend Euro können die Studierenden nicht alle Tage bedienen. Überhaupt liege der Fokus laut Zauner besonders stark auf der unmittelbaren Interaktion der internationalen TeilnehmerInnen mit den ProfessorInnen und ForscherInnen der FH Oberösterreich. Mit der Winter School verfolgen die Linzer Medizintechniker auch das Ziel, international noch deutlicher sichtbar zu werden. Unterstützung kommt unter anderem vom Kepler Universitätsklinikum (KUK), welches die technischen Finessen seines Hybrid-Operationsaals anschaulich macht. Für einen Teil der Lehre steht auch der Prothetik-Spezialist Goeran Fiedler von der University of Pittsburgh in den USA.

Neben der medizintechnischen Arbeit spielt auch Oberösterreich selbst eine Rolle im Besuchsprogramm. Unter anderem finden sich eine Verkostung in der Brauerei Schloss Eggenberg, ein Besuch im Linzer Ars Electronica Center (AEC) oder das bedrückend-informative ehemalige Konzentrationslager Mauthausen auf der Tagesordnung.

FH Oberösterreich richtet Medizintechnik international aus

Die erstmals ausgetragene Winter School ist ein weiterer Meilenstein der internationalen Ausrichtung des Departments für Medizintechnik. Schon bisher werden das Masterstudium Medical Engineering – auch mit GastprofessorInnen aus den USA – in englischer Sprache angeboten, der Studierendenaustausch forciert und überregionale Projekte in der Forschung und Entwicklung (F & E) vorangetrieben. Zur Bündelung einschlägiger Forschung betreibt die FH Oberösterreich das „Zentrum für technische Innovationen in der Medizin“ TIMed.

TeilnehmerInnen der Winter School für Medizintechnik mit ProfessorInnen der FH Oberösterreich