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Polnischer Gastprofessor aus Kielce in Linz

Vor allem die sprachliche Barriere kann Grund dafür sein, dass die Auseinandersetzung mit Polen eher selten der Fall ist. Umso mehr war es eine gute Gelegenheit, das Land aus erster Hand vorgestellt zu bekommen. Zbiegniew Dylewski, Professor für Ökonomie an der Universität Kielce, gab im Rahmen der Lehrveranstaltung „International Best Practice“ Einblick in den Aufbau des politisch-administrativen Systems in Polen.

Neben dem Zentralstaat gibt es noch 16 so genannte Wowodschaften (Provinzen) und 380 Powiats (Kreise), die jeweils Selbstverwaltungskörper sind. Dazu kommen noch 2477 Gemeinden in unterschiedlichen Ausprägungen (Stadt, Land, Stadt-Land). Laut Dylewski ist das Finanzierungsmodell der Powiats wenig förderlich für die PolitikerInnen, um selbst Initiativen für die Entwicklung der Kreise anzustoßen. Das behindert die wirtschaftliche Entwicklung im Land. Nichtsdestotrotz wäre mehr möglich, wie der polnische Professor am Vergleich von Kielce und Rzeszów klar macht. Zudem kommt noch, dass man in Polen "nicht über Geld spricht" und sich auch wenig mit öffentlichen Haushalten auseinandersetzt.

In seinem didaktischen Zugang setzt Prof. Dylewski auf moderne Medien und betreibt einen YouTube Kanal. Der Austausch mit den Masterstudierenden aus Public Management wurde um die persönliche Diskussion angereichert, da der ehemalige Manager in der Stahlbranche beruflich viel in Europa - insbesondere auch in Deutschland und in der Schweiz  - unterwegs war und sehr gut Deutsch spricht.

 

 

Prof. Dylewski (5. von links) mit Masterstudieren des Schwerpunktes Public Management