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GSP-Masterstudierende zu Besuch in Kopenhagen

Ein Gemeinschaftserlebnis im Studium, vor allem aber das Kennenlernen von „International Best Practice“ – also Fallbeispielen, die es nicht immer vor der eigenen (Fachhochschul)tür gibt -  sind die zentralen Ziele der Fachexkursionen im Masterstudium Gesundheits-, Sozial und Public Management (GSP).

Die einzelnen Studienschwerpunkte Gesundheitsmanagement, Sozialmanagement und Public Management bereisten dabei im Mai unterschiedliche Destinationen.

Die dänische Metropole Kopenhagen war das Ziel von FH-Prof. Dr. Franziska Cecon mit dem Schwerpunkt Public Management. Erst kürzlich wurde Dänemark als Nordisches Vorzeigemodell für Public Management bezeichnet. Als Einheitsstaat unterscheidet sich der grundsätzliche Staatsaufbau von Österreich. Es gibt 98 Gemeinden, eine zur lokalen Ebene gleichberechtigte Regionsebene, die für Spitäler zuständig ist und die nationale Ebene. Deren Zusammenspiel erläuterte der dänische Gemeindebund.  Viele Parteien sind im nationalen Parlament vertreten sind und dass traditionellerweise eine Minderheitsregierung gebildet wird. Das bedeutet, dass für das jeweilige Thema neue Mehrheiten gefunden werden müssen. Einen Einblick in das politische Geschehen gab der Abgeordnete Henrik Dahl, der unter anderem für Verwaltungsvereinfachung, Universitäten und Forschung Sprecher seiner Partei ist.

Eine große Rolle im Verwaltungsgeschehen spielt e-Government. Ab 15 Jahren erhält jeder Bürger dafür eine eigene ID. Das erleichtert das Verwaltungsgeschehen enorm, wie sowohl vom Finanzministerium, wo auch die Digitalisierung und die Verwaltungsinnovation zusammenlaufen, als auch von der Kommune Kopenhagen mit Fakten und Kostenaufstellungen untermauert wurde. Beim Thema e-voting ist man etwas zurückhaltender. An der IT University of Copenhagen wurde live vorgeführt, wie Wahlmaschinen gehakt werden können. Die Dänen haben sich dafür entschieden, nicht durch e-voting das Vertrauen in die Demokratie aufs Spiel zu setzen.

Weitere Besuche galten der Volksanwaltschaft, der Copenhagen Business School, der Außenwirtschaftsstelle der Wirtschaftskammer sowie der österreichischen Botschaft. Die beiden letzteren brachten auch noch einen österreichischen Blick auf das Land, das für „hygge“ (Gemütlichkeit) bekannt ist und in dem ein hohes Maß an Offenheit und Vertrauen das Miteinander prägt. Die Reise war rundum spannend und wurde noch mit außergewöhnlich schönem Wetter gekrönt.